Im Hinblick auf die internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 möchte die Stadt Witten den RuhrtalRadweg (RTRW) aufwerten. Der RTRW soll als wichtige Verbindungsachse gestärkt werden und in Verbindung mit anderen baulichen Projekten das Muttental für Besucher attraktiver gestalten. Zu den parallellaufenden Projekten gehören unter anderem die Errichtung eines Besucherparkplatzes am Ruhrdeich und die Neugestaltung eines Besucherzentrums auf dem Gelände der Zeche Nachtigall, welches durch einen neuen Bahnübergang in Verlängerung der Nachtigallbrücke erschlossen werden soll.
Der RTRW ist ein touristisches Premiumprodukt und führt auf einer Länge von ca. 240 km von Winterberg bis Duisburg. Im Mittleren Ruhrtal bildet der RTRW als eines von mehreren Ruhrbändern die wichtigste Verbindungsachse. Es liegt daher im Interesse der anliegenden Kommunen für den Verlauf des RTRW im Bereich der Metropole Ruhr abgestimmte Ausbaustandards zu entwickeln und umzusetzen. Dazu wurde in der Vergangenheit interkommunale Maßnahmenpakete für den RTRW von dem Planungsbüro DTP aus Essen erstellt.
Um die ermittelten Maßnahmen bis zur IGA im Jahr 2027 umzusetzen, hat die Stadt Witten Ende 2024 das externe Planungsbüro Bramey.Bünermann Ingenieure GmbH aus Dortmund beauftragt. Der Planungsauftrag umfasst den Abschnitt zwischen dem Anschlusspunkt des RTRW an die Ruhrstraße im Osten bis zu dem Bereich „In der Lake“ im Westen.
Beginnend mit dem Anschluss an die Bommeraner Ruhrbrücke soll im weiteren Verlauf der RTRW verbreitert werden und eine Trennung von Fuß- und Radverkehr erfolgen. Am Anschlusspunkt an den Bahnübergang Nachtigallstraße soll die vorhandene, in die Jahre gekommene Fahrradstraße neugestaltet und um einen begleitenden Gehweg ergänzt werden.
Während der Hauptsaison quert der RTRW die Ruhr in Form einer Fähre. Dabei sind die Fähranleger zu beiden Seiten neu zu beplanen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Auf der nördlichen Seite der Ruhr soll der RTRW von der Herbeder Straße (Winterumfahrung) bis zur Ortslage „In der Lake“ verbreitert werden und wo möglich eine Trennung von Fuß- und Radverkehr erfolgen.
Für den Bereich „In der Lake/Alter Fährweg“ soll ein Verkehrskonzept erarbeitet werden. Dabei soll ein Anschluss des RTRW an die neu zu planende Lakebrücke berücksichtigt werden. Des Weiteren ist die Problematik von Durchgangsverkehr zu prüfen und mögliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dabei ist auch eine alternative Führung des RTRW im Bereich der Ortslage zu prüfen, um die aktuell vorhandenen schlechten Sichtbeziehungen für den Radverkehr zu verbessern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Insgesamt ist es das Ziel den gestiegenen Anforderungen des Alltagsradverkehrs und des Radtourismus gerecht zu werden, die Innenstädte besser anzubinden und eine nachhaltige Qualität am RuhrtalRadweg sicher zu stellen.
Ziele
Das Projekt "Aufwertung des RuhrtalRadweges im Rahmen der IGA 2027" kann zur Umsetzung folgener Handlungsziele der Strategie Grüne Infrastruktur beitragen:
- 03: Blau-grüne Klimastraßenbäume schaffen
- 18: Grünkorridore der Verkehrstraßen und technischen Infrastrukturen multifunktional entwickeln
- 25: Mit Grüner Infrastruktur aktive Mobilität fördern
- 27: Umweltbildungsangebote ausweiten (Verknüpfung zu städtischem Projekt Ruhrfenster Muttental)
Aktivitäten & Meilensteine
- Gründung Kooperationsgemeinschaft mittleres Ruhrtal: 2017
- Konzeptionelle Grundlagen: 2019 (Entwicklungsstudie Flusslandschaft mittleres Ruhrtal)
- Maßnahmenpaket für den RuhrtalRadweg aus dtp-Studie: 2022
- Interkommunales Gestaltungshandbuch für das mittlere Ruhrtal: 2024
- Beginn Planung der Maßnahmenpakete: Ende 2024
- Förderantrag für Teilabschnitte gestellt: Mai 2025
- Aktueller Planungsstand: Entwurfsplanung für Teilabschnitte
Kooperation & Vernetzung
- Kontinuierliche enge Zusammenarbeit mit den Kommunen im mittleren Ruhrtal (Hagen, Herdecke, Wetter, Hattingen) um gleiche Ausbaustandards und Qualität am RuhrtalRadweg zu gewährleisten.
- Enge ämterübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung Witten
- Weitere wichtige Akteure (Liste nicht abschließend): IGA gGmbH, Regionalverband Ruhr, Bezirksregierungen Düsseldorf /Arnsberg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Interkommunales Projektbüro, Privateigentümer, Wasserwerke, DLRG, StraßenNRW, WABE, Stadtwerke, ARGE Muttenthalbahn, Öffentlichkeit, Vielzahl an Planungs- und Gutachterbüros
Lageplan
Anschrift
Ausbau des RuhrtalRadweges
Annenstraße 113
58453 Witten
Deutschland
Stand: August 2025
Übersicht
Projektleitung
Stadt Witten - Planungsamt
Akteur:innen
IGA gGmbH; Regionalverband Ruhr; Bezirksregierungen Düsseldorf /Arnsberg; Ennepe-Ruhr-Kreis; Interkommunales Projektbüro; Privateigentümer; Wasserwerke; DLRG; StraßenNRW; WABE; Stadtwerke; ARGE Muttenthalbahn; Öffentlichkeit; Vielzahl an Planungs- und Gutachterbüros
Kosten
Einmalig: ca 5,2 Mio. €
Laufend: offen (in Klärung)
Finanzierung
Förderbedarf
Projektgröße
ca. 3,5 km Strecke
Laufzeit
2019 bis Umsetzung
Abschluss Projekt: konkrete Zeitpunkte noch offen, abhängig u.a. von Förderzusage








