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Durchführungsgesellschaft IGA Metropole Ruhr 2027 steht vor der Gründung

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer heutigen (28. Juni) Sitzung die Gründung einer Durchführungsgesellschaft „Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 gGmbH“ beschlossen. Nina Frense, Beigeordnete Umwelt beim RVR, soll Geschäftsführerin werden. Sie wird das Projekt vom RVR in die Gesellschaft überleiten und die strategischen Ziele des Verbandes und der Kommunen mit der IGA Metropole Ruhr 2027 sicherstellen.

Die Gesellschaft wird die Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet vorbereiten, durchführen und abwickeln. Zudem soll sie Vorschläge entwickeln, wie die von ihr bewirtschafteten Flächen nach Beendigung der IGA genutzt werden. Gesellschafter sind neben dem RVR (54,6 Prozent) die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (13 Prozent), die Städte der Zukunftsstandorte Dortmund (14,4 Prozent), Duisburg (11,6 Prozent) und Gelsenkirchen (6,4 Prozent). Vor der Sommerpause werden die kommunalen Ratsbeschlüsse gefasst. Danach wird der Gesellschaftsvertrag unterzeichnet.

Der Durchführungshaushalt beläuft sich auf rund 84 Millionen Euro. Etwa 35 Millionen davon sollen aus Einnahmen der verkauften Eintrittskarten finanziert werden. Konservativ gerechnete Besucherprognosen gehen von etwa 2,6 Millionen Besuchern aus. Laut Machbarkeitsstudie könnte die Internationale Gartenschau sogar bis zu fünf Millionen Besucher anlocken. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieten, Pachten und Sponsoring. Den Zuschussbedarf von rund 36 Millionen Euro teilen sich RVR, Mitgliedsstädte und –kreise.

IGA-Imagefilm zeigt Zukunftslabor Metropole Ruhr

Die Metropole Ruhr will mit der IGA 2027 zur grünsten Städtelandschaft der Welt wachsen. Erste Eindrücke vermittelt der neue Imagefilm, der ab heute auf der RVR-Internetseite www.rvr.ruhr zu sehen ist. Der Imagefilm macht deutlich, dass die IGA 2027 mehr als eine Gartenschau ist. Sie wird vielmehr Antworten geben auf die Frage, wie die Menschen in der Region künftig leben, arbeiten und wohnen wollen.

IGA Metropole Ruhr 2027 auf drei Ausstellungsebenen

Das Ausstellungskonzept sieht drei Hauptstandorte der IGA vor. Dazu zählen der „Rheinpark“ in Duisburg, die „Zukunftsinsel Gelsenkirchen“ (Nordsternpark und Emscherinsel) sowie „Emscher Nordwärts“ in Dortmund, deren Besuch einer Eintrittskarte bedarf. Nicht eintrittspflichtige Sonderausstellungsbereiche wie in Bergkamen/Lünen ergänzen das Angebot der Schaustandorte.

Auf der zweiten Ausstellungsebene "Unsere Gärten" sollen regional relevante (Landschafts-)Parks und Gärten im Ruhrgebiet präsentiert werden. Im Rahmen dieser Ausstellungsebene werden zahlreiche Park- und Grünflächen aufgewertet und über Themenrouten verbunden. Von den 200 gemeldeten Projekten sind 80 mit Investitionen verbunden. Eine Auswahl, Qualifizierung und Filterung der Projektanmeldungen erfolgt in Anlehnung an Prozesse der NRW-Strukturfördermaßnahme „Regionale“ gemeinsam mit den Kommunen und dem Land.

Die dritte Ebene „Mein Garten“ soll bürgerschaftliches Engagement und die Identifikation mit der Region fördern. Vereine und Privatinitiativen können dabei ihre nachbarschaftlichen Grün-Initiativen präsentieren.

Getragen wird die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr vom Regionalverband Ruhr, von den Kommunen und Kreisen der Metropole Ruhr, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, der Ruhr Tourismus GmbH sowie zahlreichen weiteren beteiligten und interessierten Institutionen wie Emschergenossenschaft, LWL und LVR, Gartenbauverbände, Landwirtschaftskammer oder Kleingartenverbände.

Weitere Infos:
iga2027.rvr.ruhr

Online-Redaktion
Team Medien und Internet