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RVR und RuhrFutur stellen Bildungsbericht Ruhr 2020 vor

Die Metropole Ruhr steht demografisch, sozial und wirtschaftlich möglicherweise vor größeren Herausforderungen als vor acht Jahren. Der Anteil der Bildungsteilnehmenden aus besonderen Risikolagen ist weiterhin sehr hoch. Dennoch gelingt es der Region immer besser, die bestehenden Herausforderungen im Bildungssystem zu bewältigen.

Das zeigt der Bildungsbericht Ruhr 2020, der heute (10. Dezember) in einer digitalen Veranstaltung vorgestellt wurde. Mit dem Bildungsbericht Ruhr 2020 geben RuhrFutur und der Regionalverband Ruhr (RVR) die zweite städteübergreifende Analyse für die Metropole Ruhr nach 2012 heraus.

Der Bericht wurde im Verlauf der letzten zwei Jahre erarbeitet und zeichnet die Entwicklungen im Bildungssystem der Region bis 2019 nach. Er liefert eine umfassende Darstellung des Bildungsgeschehens im Ruhrgebiet, die alle Stationen der Bildungsbiografie erfasst – von der frühen Bildung über allgemeinbildende Schulen, die berufliche Bildung bis hin zu den Hochschulen und der Weiterbildung. Er markiert auch den Auftakt für ein regionales Bildungsmonitoring und für eine zukünftige kontinuierliche regionale Bildungsberichterstattung.

Dazu RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Jede Investition in die Bildung junger Menschen ist eine Investition in die Zukunft des Ruhrgebiets. Weil alle Städte in der Metropole Ruhr vor den gleichen Herausforderungen stehen, kann erfolgversprechende Bildungsarbeit nur regional gedacht werden. Grundlage für die Entwicklung gemeinsamer Strategien ist dabei ein kontinuierliches regionales Monitoring. Der aktuelle Bildungsbericht, an dem vor allem Kommunen und Hochschulen mitgewirkt haben, mobilisiert die große Expertise für den weiteren Prozess."

"Wir verstehen die aktuellen Befunde als klare Aufforderung, uns mit möglichst allen zentralen Akteurinnen und Akteuren für die Bildungsregion Ruhr einzusetzen. Wir schaffen nun eine auch im deutschlandweiten Vergleich einzigartige Grundlage für schnelle Reaktionen auf aktuelle Entwicklungen", ergänzt RuhrFutur-Geschäftsführer Dr. Oliver Döhrmann.

Der aktuelle Bildungsbericht zeigt die Herausforderungen der nächsten Jahre: So ist die Anzahl der unter sechsjährigen Kinder als Folge gestiegener Geburtenzahlen und Zuwanderung schneller gewachsen als die Infrastruktur. Der Anteil an Einschulungskindern mit Kompetenzdefiziten ist größer als in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens. Sprache erweist sich hier als Schlüsselkompetenz, an der gearbeitet werden muss.

Der Bildungsbericht Ruhr 2020 erscheint auch in einer digitalen Fassung:

bildungsbericht.ruhr.

Online-Redaktion
Team Medien und Internet