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Metropole Ruhr auf dem Weg zur grünen Industrieregion

RVR-Standortmarketing präsentiert neuen Imagefilm

Die ökologische Transformation der Metropole Ruhr schreitet voran - das belegt z.B. die Rückkehr seltener Tierarten wie des Seeadlers. Nach über 200 Jahren brüten die großen Vögel wieder in der Region, im Naturschutzgebiet Bislicher Insel im Kreis Wesel.

Mit dieser "Neuansiedlung" will die Standortmarketingkampagne "Metropole Ruhr – Stadt der Städte" des Regionalverbands Ruhr auf die Entwicklung im Ruhrgebiet aufmerksam machen. Heute (28. Oktober) feierte der neue Imagefilm im Essener Museum Folkwang Premiere.

Der Film erzählt die emotionale Geschichte eines Seeadlers, der aus seiner Heimat vertrieben wird und fortan durch die Welt fliegt auf der Suche nach einem neuen Zuhause und dem perfekten Standort zum Brüten – und diesen nach langer Reise in der wieder ergrünten, aber nach wie vor industriell geprägten Metropole Ruhr findet. Die Botschaft hinter dem animierten Film: Auch Entscheiderinnen und Entscheider aus der Wirtschaft finden im Ruhrgebiet geeignete Orte, die Zukunftsideen, Potenziale und Investitionschancen bieten.

Mit der sogenannten "Paint-On-Glass"-Animation haben die Macher ein künstlerisches Format gewählt. Mehr als drei Monate lang hat die vielfach preisgekrönte Dubliner Künstlerin Carol Freeman mit ihrem Team nahezu tausend Bilder mit langsam trocknender Ölfarbe mit der Hand auf Glas gemalt, und einzeln digitalisiert. 

Eingebettet war die Film-Premiere in eine Diskussionsveranstaltung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und der Standortmarketing-Kampagne zum Thema, wie die Metropole Ruhr sich zur grünsten Industrieregion der Welt entwickeln kann. Unter dem Motto "Standortvorteil Transformation: Wie wird die Metropole Ruhr grünste Industrieregion der Welt?" diskutierten Arnd Fittkau, Vorstand Vonovia SE, Prof. Dr. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Michael Höllermann, Vorstand Thyssenkrupp Industrial Solutions AG, Victoria Jagalski, Gründerin und Geschäftsführerin Sustayn GmbH, sowie Dr. Stephan Muschick, Geschäftsführer E.On Stiftung gGmbH und Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Oberbürgermeister der Stadt Herne. Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel eröffnete die Diskussionsrunde.

Den Anstoß zur Debatte lieferte Prof. Dr. Manfred Fischedick, der die Ergebnisse einer aktuellen Studie präsentierte: Danach hat die Metropole Ruhr das Potenzial, eine Vorreiterrolle in der Entwicklung grüner Industrieregionen zu spielen. Die Studie bescheinigt der Region besondere Vorreiterpotenziale bei den Beschäftigten in der Umweltwirtschaft sowie bei den Grün- und Erholungsflächen. Auch in anderen Teilbereichen könne das Ruhrgebiet zur weltweiten Vorbildregion der ökologischen Transformation werden: etwa bei der Dekarbonisierung der Industrie, bei klimafreundlichen Nutzfahrzeugen oder bei der Renaturierung von Fließgewässern.

"Die Metropole Ruhr hat das Potenzial, das es braucht, um 'grünste Industrieregion der Welt' zu werden: einen transformationsbereiten industriellen Kern, große Potenziale bei Wasserstofftechnologien, industrie-nahe B2B-Start-ups, reichlich Grüne Infrastruktur, eine starke Forschungslandschaft, viele Studierende, viel Transformationserfahrung und nicht zuletzt Menschen mit Anpackmentalität", resümiert Dr. Frank Dudda, Vorsitzender des Ruhrparlaments und Oberbürgermeister der Stadt Herne.

Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr, betonte: "Konsequent werden wir all unsere Anstrengungen auf das Ziel, 'grünste Industrieregion der Welt' zu werden, richten. Nur so können wir die vielen Potenziale der Metropole Ruhr optimal nutzen. Und Entscheiderinnen und Entscheider der Wirtschaft suchen genau das: Potenziale, Ideen und Investitionschancen."

Die Kampagne, die Studie und der neue Film im Netz:

www.metropole.ruhr

Online-Redaktion
Team Medien und Internet