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RVR erarbeitet regionales Haldenkonzept

Bike-Trail, Selfie-Hotspot, Rutschenweg oder Photovoltaik-Anlagen: Das könnten künftig Attraktionen und neue Nutzungen auf Halden sein. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Ressourceneffizienz am 20. Mai beispielhaft Entwicklungsideen für die Haldenlandschaft im Ruhrgebiet vorgestellt.

Der Verband erarbeitet zurzeit ein gesamtregionales Konzept mit den Bausteinen Regenerative Energien, Tourismus und Mountainbiking. 58 Halden mit einer Gesamtfläche von über 2.300 Hektar stehen im Fokus, die sich bereits im Eigentum des RVR befinden bzw. bis 2035 übernommen werden. 

Dazu Nina Frense, Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur: "Wir wollen die Halden noch stärker für Tourismus und Naherholung nutzen. Mit dem Ausbau von Windkraft und Solarenergie können sie zudem einen wichtigen Beitrag leisten, die Region klimaneutral zu gestalten und von fossilen Energieträgern unabhängiger zu machen."

Für das Teilkonzept Regenerative Energien ist ein Gelsenkirchener Planungsbüro beauftragt, die 58 Haldenstandorte auf ihr Potenzial zur Nutzung regenerativer Energie zu untersuchen. Dazu werden drei Zukunfts-Szenarien mit kurz-, mittel- und langfristigen Möglichkeiten bei Photovoltaik und Windenergie erarbeitet. Die Handlungsempfehlungen sollen bis Ende August vorliegen. 

Das Teilkonzept Tourismus ist ebenfalls in der Erarbeitung und sieht einzelne Themenschwerpunkte (die Sportliche etc.) für jede Halde vor. So soll künftig jede Halde eine eigene Identität erhalten. Auf einem Erlebnisweg rund um das Haldentop könnte dann die Geschichte samt Themenschwerpunkt per Audioguide (App), Soundmodul, Beschilderung usw. erzählt werden. Zur besseren Wiedererkennung und Orientierung soll zudem eine einheitliche Beschilderung entwickelt und identische Zugänge zu den Halden geschaffen werden.

Zu den touristisch bedeutsamen Halden zählen Hoheward in Herten/Recklinghausen, Beckstraße/Tetraeder in Bottrop, Schurenbach in Essen, Großes Holz in Bergkamen, Rheinpreußen in Moers, Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn, Mottbruch in Gladbeck, Rungenberg in Gelsenkirchen, Lohberg Nord in Dinslaken, Humbert in Hamm, Haniel in Bottrop, Brinkfortsheide in Marl sowie Haus Aden 2 in Bergkamen. Die Halde Scholven in Gelsenkirchen bleibt dauerhaft nicht begehbar. Die Halde Kohlenhuck soll auf Wunsch der Stadt Moers eher zu einer Energiehalde ausgebaut werden.

Nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie für einen Halden.TRAIL.Ruhr wird zusätzlich ein Teilkonzept Mountainbiking erarbeitet. Dabei soll die Haldenlandschaft in der Metropole Ruhr über eine beschilderte Radroute für die Segmente Gravel, Mountainbike und Tour erschlossen werden.

Mehr Infos zu RVR-Halden unter

halden.rvr.ruhr
 

Regionalverband Ruhr
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