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Bochumer Biopsychologen untersuchen Gehirne von Aufschiebern und Machern

Bochum (idr). Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. An dieses Motto halten sich längst nicht alle Leute. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben herausgefunden, dass zwei Hirnregionen dafür verantwortlich sind, ob jemand ein Aufschieber oder Macher ist. Die Biopsychologen untersuchten 264 Menschen im Kernspintomografen. Das Ergebnis: Probanden mit schlechter Handlungskontrolle haben eine größere Amygdala. Außerdem ist bei ihnen die funktionelle Verbindung zwischen der Amygdala und dem sogenannten dorsalen anterioren cingulären Kortex (dorsaler ACC) weniger stark ausgeprägt. Die Funktion der Amygdala ist es vor allem, vor möglichen negativen Konsequenzen einer Handlung zu warnen. Der dorsale ACC ist dafür zuständig, Handlungen in die Tat umzusetzen. Ist das Zusammenspiel der beiden Hirnregionen gestört, kann die Handlungskontrolle nicht mehr erfolgreich ausgeführt werden. Künftige Studien sollen zeigen, ob die unterschiedlich gut ausgeprägte Handlungskontrolle durch spezifisches Training verändert werden kann.Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Caroline Schlüter, Telefon: 0234/32-21775, E-Mail: caroline.schlueter@rub.de

Bochum (idr). Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. An dieses Motto halten sich längst nicht alle Leute. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben herausgefunden, dass zwei Hirnregionen dafür verantwortlich sind, ob jemand ein Aufschieber oder Macher ist.

Die Biopsychologen untersuchten 264 Menschen im Kernspintomografen. Das Ergebnis: Probanden mit schlechter Handlungskontrolle haben eine größere Amygdala. Außerdem ist bei ihnen die funktionelle Verbindung zwischen der Amygdala und dem sogenannten dorsalen anterioren cingulären Kortex (dorsaler ACC) weniger stark ausgeprägt.

Die Funktion der Amygdala ist es vor allem, vor möglichen negativen Konsequenzen einer Handlung zu warnen. Der dorsale ACC ist dafür zuständig, Handlungen in die Tat umzusetzen. Ist das Zusammenspiel der beiden Hirnregionen gestört, kann die Handlungskontrolle nicht mehr erfolgreich ausgeführt werden.

Künftige Studien sollen zeigen, ob die unterschiedlich gut ausgeprägte Handlungskontrolle durch spezifisches Training verändert werden kann.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Caroline Schlüter, Telefon: 0234/32-21775, E-Mail: caroline.schlueter@rub.de

Online-Redaktion
Team Medien und Internet