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Landtagswahl 2022:

RVR-Statistikteam stellt Wahlanalyse und Grafiken für die Metropole Ruhr online

Die Tendenzen der gestrigen Landtagswahl 2022 spiegeln sich in abgeschwächter Form auch in den Ergebnissen aus der Metropole Ruhr wieder. Wie das Ruhrgebiet gewählt hat, zeigt das Statistikteam des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Ähnlich wie bei den landesweiten Ergebnissen verliert die schwarz-gelbe Koalition insgesamt im Ruhrgebiet an Zustimmung, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Vorzeichen für die beiden Koalitionäre. So kann die CDU ihr Ergebnis von 2017 auch in der Metropole Ruhr leicht verbessern (+3,5 Prozentpunkte auf 30,5 Prozent), während die FDP deutliche Verluste hinnehmen muss (-5,7 Prozentpunkte auf 5 Prozent). 

Anders als im übrigen Nordrhein-Westfalen mit 26,7 Prozent bleibt die SPD mit 33,4 Prozent im Ruhrgebiet weiterhin stärkste politische Kraft, schneidet jedoch auch in der Region historisch schlecht ab. In der Metropole Ruhr wurde bei früheren Landtagswahlen traditionell sozialdemokratisch gewählt. Bei der Wahl 2022 gewinnt die SPD 33 von 37 Wahlkreisen. Die mit Abstand meisten Zweitstimmen erreicht sie im Wahlkreis Unna III – Hamm II mit 39,7 Prozent. Dies ist gleichzeitig das landesweit beste Ergebnis für die SPD bei dieser Wahl. Die Metropole Ruhr stellt in 37 Wahlkreisen etwa ein Drittel der direkt gewählten Abgeordneten des Landtages.

Ihr bisher bestes Ergebnis können die Grünen erzielen, die auf 16,4 Prozent der abgegebenen Stimmen in der Metropole Ruhr kommen und wie auf der Landesebene insgesamt ihre Stimmanteile fast verdreifachen. 

Das Ergebnis der AfD liegt mit 6,3 Prozent zwar über dem Landesergebnis (5,4 Prozent), sie verliert aber fast ein Drittel ihrer Wählerinnen und Wähler zwischen Lippe und Ruhr. Die Linke, die den Einzug in den NRW-Landtag mit 2,1  Prozent der Stimmen deutlich verpasst, erreicht in der Metropole Ruhr ebenfalls nur noch 2,1 Prozent der Zweitstimmen und erleidet im Vergleich zu 2017 noch einmal deutliche Verluste (-3,2 Prozentpunkte).  

Die Wahlbeteiligung liegt im Ruhrgebiet niedriger als in Gesamt-NRW: Von den rund 3,7 Millionen Wahlberechtigten gaben nur 52,7 Prozent ihre Stimme ab - das sind 10,9 Prozentpunkte weniger als 2017. Noch nie gingen in der Geschichte Nordrhein-Westfalens weniger Menschen zu einer Landtagswahl (55,5 Prozent).

Hinweis an die Redaktion: Weitere Ergebnisse der Wahlauswertung für die Metropole Ruhr hat das RVR-Statistikteam unter statistik.rvr.ruhr zusammengestellt.  Eine Tabelle (CSV) mit den Ergebnissen auf Wahlkreisebene und Grafiken (PDF) der Auswertungen stehen zusätzlich als kostenloser Download zur Verfügung. 

Regionalverband Ruhr
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