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Ruhrgebiet erhält im Gesamtdeutschen Fördersystem vielfältige Chancen

Fachtagung im RVR mit Bund, Land und Region

Essen. Mit dem „Gesamtdeutschen Fördersystem für strukturschwache Regionen“ hat der Bund die Strukturförderung für Regionen in Deutschland im vergangenen Jahr neu ausgerichtet.

Mit dem Gesamtdeutschen Fördersystem gelten die bisher auf Ostdeutschland ausgerichteten Förderprogramme des Bundes für alle strukturschwachen Regionen in Ost und West, weitere Programme erhalten verbesserte Förderkonditionen für strukturschwache Regionen. Das gesamte Ruhrgebiet kann zum Beispiel künftig aufgrund seiner strukturellen Voraussetzungen diese Möglichkeiten nutzen.

Auf einer gemeinsamen Fachtagung haben Bund, Land NRW und der Regionalverband Ruhr (RVR) erstmals vor Ort am Dienstag (14. September) die regionalen Akteure der Metropole Ruhr über die Programme im Gesamtdeutschen Fördersystem informiert. Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die hybride Veranstaltung.

„Die Programme des Gesamtdeutschen Fördersystems unterstützen strukturschwache Regionen dabei, ihre wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensbedingungen der Menschen zielgenau zu fördern“, so Dr. Gerhard Fisch, Referatsleiter Regionale Wirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf der Fachtagung in Essen. „Für das Ruhrgebiet ist das Gesamtdeutsche Fördersystem eine große Chance, die nun von Kommunen und Unternehmen genutzt werden kann.“

Das Gesamtdeutsche Fördersystem bündelt mehr als 20 Förderprogramme und geht weit über die klassische Wirtschaftsförderung hinaus. Die Bewertung der Strukturschwäche der Regionen erfolgt auf Basis eines bundesweit einheitlichen regelbasierten Verfahrens (GRW-Regionalindikatorenmodell), welches sich bei der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ bewährt hat.  

Räumliche Orientierung bei der Neuordnung der Förderkulisse zum 1. Januar 2022 bietet die neue GRW-Fördergebietskarte, deren Entwurf bei der Europäischen Kommission zur Genehmigung vorliegt. Die neu hinzukommenden Fördergebiete, auch solche in Nordrhein-Westfallen, erhalten erstmalig Zugang zu vielen Förderprogrammen des Gesamtdeutschen Fördersystems und in einigen Programmen auch besondere Förderkonditionen wie zum Beispiel höhere Fördersätze für strukturschwache Regionen.

Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, betont: „Mit der Neuausrichtung und der Entscheidung zu den Fördergebieten wird NRW mit der Metropole Ruhr als ein neuer Förderschwerpunkt des Gesamtdeutschen Fördersystems erkennbar. Das bedeutet für unsere Region zusätzliche Förderzugänge mit deutlichen Chancen für die Profilierung der Metropole Ruhr als grünste Industrieregion der Welt. Die Metropole Ruhr hat gerade die einmalige Chance, ein neues Bild von sich zu zeichnen: Bestimmte im vergangenen Jahrhundert der Bergbau und die Stahlindustrie die Menschen und Landschaft in der Region, liegt der Fokus heute auf grüner Infrastruktur, Technologie, Wissenschaft und Innovationen sowie kreativen Potenzialen.“

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel sagt zum Abschluss der Förderfachtagung: „Wenn wir im Ruhrgebiet das Wissen um die neuen Möglichkeiten im Gesamtdeutschen Fördersystem für unsere Region teilen, können wir davon maximal profitieren. Darum ist der fachliche Austausch von Bund, Land, Region und den Kommunen so wichtig.“

Online-Redaktion
Team Medien und Internet