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Hohe Mark Steig ist jetzt ein zertifizierter Qualitätsfernwanderweg

Wesel. Der Deutsche Wanderverband hat den im April neu eröffneten Hohe Mark Steig als Qualitätsfernwanderweg ausgezeichnet. Die Einstiegstafel am Weg in Wesel ziert jetzt das erste Zertifizierungslogo "Wanderbares Deutschland" des Deutschen Wanderverbandes.

Realisiert wurde der Wanderweg vom Regionalverband Ruhr (RVR) und seinem Eigenbetrieb RVR Ruhr Grün zusammen mit dem Naturpark Hohe Mark. Für die erfolgreiche Zertifizierung mussten strenge Qualitätsvorgaben erfüllt werden. Dazu gehören neben überwiegend naturnahen Wegen eine wanderfreundliche Ausschilderung, Info-Stelen, Sitzbänke, Rastplätze und Schutzhütten. Außerdem gibt es zahlreiche Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sowie gute ÖPNV-Anbindungen.

"Mit dem Projekt Hohe Mark Steig setzen wir auf einen nachhaltigen Naturtourismus für die Metropole Ruhr. Durch Qualität sorgen wir für mehr Attraktivität", so Gerd Drüten, Vorsitzender des Betriebsausschusses RVR Ruhr Grün.

Betriebsleiter Thomas Kämmerling von RVR Ruhr Grün ergänzt: "Wir schaffen Naturerlebnisse für jedes Alter und schonen gleichzeitig sensible Naturräume, wir fördern Tourismus und eröffnen damit Entwicklungschancen für kleine und mittlere Unternehmen.“

Der Hohe Mark Steig zwischen Olfen und Wesel verbindet auf 137 Kilometern und in sechs Etappen vielfältige Naturlandschaften, Aussichtpunkte und Sehenswürdigkeiten sowie elf Gemeinden im Ruhrgebiet, im Münsterland und am Niederrhein. Etappe 1 des Steigs trägt den Namen „Schmuckstücke rund um die Hansestadt Wesel am Rhein“.

Der Weg führt Wandernde auf über 23 Kilometern vom Auesee entlang der Rheinaue zum Schloss Diersfordt – hier bietet sich ein Abstecher zum Diersfordter Waldsee an. Von dort geht es durch den Diersfordter Wald und entlang des Heideweihers „Schwarzes Wasser“ bis nach Blumenkamp. Dort wartet auf der etwa sechs Stunden dauernden Wanderung ein besonderer Höhepunkt: der Nasch-Obst-Weg, Mit einer gesunden Stärkung am Wegesrand geht es dann vorbei an Lackhausen und Obrighoven bis zur Bärenschleuse.

„Der Fernwanderweg Hohe Mark Steig ist als erstes naturnahes touristische Angebot in der Region ein Leuchtturmprojekt und trifft als echtes Highlight für Wanderer einen Nerv der Zeit“, betont Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin des Naturparks Hohe Mark. Als Ergänzung zur Hauptstrecke des Hohe Mark Steigs werden künftig Rundwege als spezielle Angebote für Tagesgäste, sogenannte Landstreifer, entwickelt. Unter dem Titel "Haard an der Grenze" ist der erste Landstreifer bereits in Oer-Erkenschwick zu finden.

Die Gesamtkosten für den Ausbau des Hohe Mark Steig belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. 50 Prozent der Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 30 Prozent vom Land NRW und die restlichen 20 Prozent trägt der RVR. Der RVR-Eigenbetrieb Ruhr Grün übernimmt die Pflege und Unterhaltung für die kommenden 15 Jahre. Weitere knapp 400.000 Euro EFRE-Förderung stehen für die Entwicklung des Marketings zum Steig zur Verfügung. Hierzu übernimmt der Naturpark Hohe Mark die Kofinanzierung.

Infos unter

hohe-mark-steig.de

Online-Redaktion
Team Medien und Internet