Aktuelles

„Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“:

Ruhrparlament unterstützt Bewerbung für das Welterbe-Projekt

Das Ruhrparlament im Regionalverband Ruhr (RVR) macht sich mehrheitlich für die Unterstützung der Bewerbung „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ zur Aufnahme in die deutsche Tentativliste als UNESCO-Weltkulturerbe stark.

„Die Verbandsversammlung trägt unseren Verwaltungsvorschlag mit großer Mehrheit mit und hat ein deutliches Votum abgegeben“, sagt Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel nach der Sitzung der Verbandsversammlung am Freitag (25. Juni).

Die Bewerbung im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens des Landes Nordrhein-Westfalen war von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur zusammen mit ihren Projektpartnern, dem Regionalverband Ruhr, den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sowie der Emschergenossenschaft/Lippeverband, zu Beginn des Jahres eingereicht worden.

Das industrielle Erbe und die Route Industriekultur stiften Identität

Das Ruhrparlament hatte in seiner Sitzung vor der Sommerpause intensiv Chancen und Risiken einer Bewerbung diskutiert. Mit der breiten Zustimmung zu einem politischen Begleitantrag bekennt sich die Verbandsversammlung zudem klar zum identitätsstiftenden industriekulturellen Erbe der Metropole Ruhr und beschließt die Weiterqualifizierung und Attraktivierung der Standorte der Route Industriekultur. Dies soll unabhängig vom Ausgang des weiteren Verfahrens der Welterbe-Bewerbung geschehen.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hatte einen Beschluss des Ruhrparlamentes neben den Rats- und Kreistagsbeschlüssen der beteiligten Kommunen und Kreise eingefordert. Auf Grundlage dieser politischen Voten sowie des Abschlussberichtes der NRW-Fachjury wird das Land NRW entscheiden, ob die Bewerbung der „Industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ für das Verfahren auf Bundesebene an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet wird. Dazu soll im Oktober ein Kabinettsbeschluss gefasst werden.

Infos zum Ruhrparlament:

ruhrparlament.de 

Online-Redaktion
Team Medien und Internet