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Kreis Unna

Wo drei Flüsse fließen

Im Norden die Lippe, im Süden fließt die Ruhr vorbei, und die Emscher macht sich dazwischen in Holzwickede auf ihren achtzig Kilometer langen Weg quer durch die Metropole Ruhr bis zum Rhein. Alle drei großen Flüsse der Metropole Ruhr finden sich nur hier ‒ im Kreis Unna. Und so unterschiedlich die drei sind, so unterschiedlich ist auch der Kreis mit viel Grün, viel Kunst und reichlich Industriekultur.

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Burgen, Museen und ein Lichtweg

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Meistens verbindet sich sogar alles drei. So findet sich hier am Rande des Münsterlandes der größte Sportboothafen Nordrhein-Westfalens, die Marina Rünthe mit Liegeplatzen für bis zu 280 Boote. Dass hier einst Kohle verladen wurde, lässt sich nur noch erahnen. Auch der Preußenhafen in Lünen hat eine solche Wandlung hinter sich und gilt heute als Knotenpunkt für Radtouristen.

Ebenfalls in Lünen trifft sich alljährlich der deutsche Film. Gegründet 1990, hat sich das dortige Kinofest mittlerweile einen festen Ruf in der Szene erworben und ist besonders für den herzlichen Austausch und den engen Kontakt zwischen nationalen Stars und ihrem Publikum bekannt.

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Zahlreiche historische Burgen wie Schloss Cappenberg in Selm und Haus Opherdicke in Holzwickede strahlen mit ihren Ausstellungen weit über die Region hinaus. Haus Opherdicke hat sich mit der Vermittlung der klassischen Moderne einen Namen gemacht und ist mittlerweile eines der 21 anerkannten „RuhrKunstMuseen“ in der Metropole Ruhr.

Herausragend im Kreis Unna ist darüber hinaus alles war glüht und leuchtet. „Hellweg ‒ ein Lichtweg“ lautet das Motto, das mit der Umgestaltung von Schacht der stillgelegten Zeche Königsborn Ende der 1990er Jahre seinen Anfang fand. Als „Ostpol“ des Ruhrgebiets verlieh der Künstler Mischa Kuball dem hoch aufragenden Industriedenkmal leuchtend-gelbe, vertikale Streifen ‒ nicht nur optisch ein weithin sichtbares Signal.

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Der RVR im Kreis Unna

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Olafur Eliasson, James Turrell, Rebecca Horn ‒ die großen Namen der Szene finden sich alle mit Werken vertreten im „Zentrum für Internationale Lichtkunst“ in Unna, dem ersten seiner Art. Wo einst die Lindenbrauerei arbeitete, findet sich heute ein Kulturzentrum. In den Gewölben glimmt die Kunst. Das Zentrum ist Ankerpunkt der Route Industriekultur, einem Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Wer Amazonas im Ruhrgebiet erleben möchte, ist am Beversee richtig. Der durch Bergsenkungen entstandene See gilt heute als wichtiger Lebenraum für Vögel, Amphibien und Insekten. Auch eine der artenreichsten Wiesen des Ruhrgebiets mit zahlreichen Orchideen findet sich im umgebenden Naturschutzgebiet. Der RVR hat den Großteil dieses Gebiets 1981 erworben und pflegt und entwickelt das Gebiet, dessen ausgedehntes Spazierwegenetz auch eine mit zahlreichen Infotafeln versehene Plattform zur Vogelbeobachtung bietet.

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Nicht weit entfernt erhebt sich die Halde Großes Holz rund 90 Meter über die Umgebung und bietet Ausblicke über den See und die umgebende Landschaft an Lippe und Datteln-Hamm-Kanal. Hier dominiert das Blau: Ausschließlich blau blühende Stauden und Sträucher wie Lavendel, Lupine, Wiesensalbei. Natternkopf und Sommerflieder formen ein blaues Parkband, das als zentrale West-Ost-Verbindung alle Themenbereiche erschließt. Nachts leuchten sogar die Hauptwege blau. Auf der halben Haldenhöhe befindet sich die "Blaue Bastion", eine Plattform, die von Drahtkörben umgeben ist, die unten mit Steinen, oben aber mit blauem Glas gefüllt sind. Der RVR hatte die Halde mit ihren blau schimmernden Leuchttürmen 2009 für die Öffentlichkeit gestaltet.

Die Römer-Lippe-Route im Norden und der Ruhrtalradweg im Süden verbinden den Kreis Unna mit dem umfangreichen radrevier.ruhr ‒ einem Projekt des RVR-Tochterunternehmens Ruhr Tourismus GmbH mit insgesamt über 1200 Kilometern bestens erschlossenen Radwegen.

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GUT ZU WISSEN

UFO-Sichtungen sind im Kreis Unna nichts ungewöhnliches. Seit 1995 schwebt eines, kreisrund und mit langen Antennen ausgestattet, rund 35 Meter hoch über Lünen-Brambauer. Entworfen wurde es, ganz irdisch, vom Designer Luigi Colani als neues Kopfteil des alten Förderturms von Zeche Minister Achenbach, Schacht 4. UFO wie Schachtanlage darunter lassen sich mieten und dienen als Aushängeschild des Technologiezentrums Lüntec, das dort im Zuge des Strukturwandels eingezogen ist. Rund 396 000 Menschen leben in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Selm, Unna und Werne.

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