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Bereich I Strategie und Transformation

Daten als Kompass: Wie Herr Evans das Ruhrgebiet voranbringt

Foto: RVR/Evans

Wie kann man mithilfe von Zahlen die Zukunft einer ganzen Region verbessern? Für Herrn Evans und seine Kolleg*innen ist das keine abstrakte Frage, sondern Teil ihres Alltags beim RVR. Seit über drei Jahren setzt er sich dafür ein, dass das Ruhrgebiet auf die Herausforderungen von morgen gut vorbereitet ist und als Lebens- und Arbeitsort noch attraktiver wird. Dabei profitiert er von seinen Erfahrungen als waschechtes Ruhrgebietskind, das die Potenziale dieser Region kennt und dazu beitragen möchte, dass sie optimal genutzt werden.

Ein wichtiger Teil seiner Arbeit besteht darin, genau hinzuhören und herauszufinden, welche Informationen Politik, Kommunen oder Institutionen benötigen. Aus verschiedenen Datenquellen filtert er die wichtigsten Fakten heraus, bereitet sie anschaulich auf und zieht konkrete Schlüsse, die vor Ort direkt genutzt werden können. So entstehen neue Bildungsangebote, Strategien gegen den Fachkräftemangel und andere Maßnahmen, die das Ruhrgebiet nachhaltig stärken. Die Arbeit von Herrn Evans lebt aber nicht nur von Daten, sondern auch vom persönlichen Austausch mit anderen. Er vernetzt Menschen, teilt Best-Practice-Beispiele und sorgt dafür, dass aus einzelnen Ideen echte regionale Stärke entsteht. Besonders am Herzen liegt ihm das stetig wachsende Projekt „Welcome Ruhr“, das internationale Fachkräfte beim Ankommen begleitet und ihnen zeigt, wie offen und vielfältig das Ruhrgebiet ist – ein Ort, an dem Karrierechancen und Lebensqualität Hand in Hand gehen.

Neben seiner erfüllenden Aufgabe beim RVR ist es Herrn Evans wichtig, in einem Umfeld zu arbeiten, das Entwicklungsmöglichkeiten bietet und Freiräume lässt. So schätzt er am RVR besonders die Chance, sich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen, aktuell etwa als kommissarischer Teamleiter. Dass er dabei teilweise mobil arbeiten kann, ist für ihn ein entscheidender Pluspunkt, denn so lässt sich größere Verantwortung gut mit dem Familienleben vereinbaren. Aber auch das Miteinander kommt für ihn beim RVR nicht zu kurz: Die Betriebssportangebote wie der Firmenlauf oder das Drachenbootrennen bieten aus seiner Sicht die perfekte Gelegenheit, Kolleg*innen auch außerhalb des Büros besser kennenzulernen.

Kurzum: Der RVR ist für Herrn Evans anders, denn er ist vielfältig, nach innen und außen verbindend sowie zukunftsorientiert.

Brücken bauen zwischen Europa und dem Ruhrgebiet: Victoria Krebber im Europareferat des RVR

EU Dialog-Ruhr Deligationsreise
Foto: RVR/Dirk A. Friedrich

Welche Auswirkungen haben Entscheidungen aus Brüssel auf das Ruhrgebiet? Und wie können europäische Partnerregionen voneinander profitieren? Genau hier setzt die Arbeit von Victoria Krebber an. Seit fast elf Jahren ist sie Teil des Europareferats des RVR. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen sorgt sie dafür, dass europäische Themen im Ruhrgebiet erlebbar werden und die Interessen der Region in Brüssel sowie im europäischen Austausch sichtbar sind.

Das Europareferat ist das kleinste Referat des RVR, seine Aufgaben sind jedoch ebenso vielfältig wie wirkungsvoll. Die Arbeit reicht von Europa- und Förderservices über Europakommunikation bis hin zu europäischer Vernetzung und Präsenz in Brüssel. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen versteht sich Victoria Krebber dabei vor allem als Ermöglicherin und Vernetzerin. Ihre Arbeit orientiert sich konsequent an den Bedarfen der Städte und Kreise im Ruhrgebiet, insbesondere dort, wo der RVR über seine Angebote und Ideen einen Mehrwert für die Region schaffen kann. Es geht dabei weniger um klassisches Verwaltungshandeln, sondern vielmehr um inhaltlich-strategische, oft auch kreative Netzwerk- und Projektarbeit. Dafür baut Victoria Krebber buchstäblich eine Brücke zwischen dem Ruhrgebiet und Brüssel, indem sie lokale und regionale Potenziale mit der europäischen Ebene verbindet.

Wie diese Brückenarbeit konkret aussieht, zeigt unter anderem die interregionale Partnerschaft des RVR mit der GZM, einer Region in Oberschlesien im Süden Polens. Beide Regionen verbindet eine gemeinsame Geschichte im Kohlebergbau und damit ähnliche Herausforderungen beim Strukturwandel. Victoria Krebber betreut diese Partnerschaft, indem sie den fachlichen Austausch koordiniert, Kontakte zwischen den beiden Regionen herstellt und gemeinsame Projekte initiiert. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Erfahrungen zu teilen und die europäische Zusammenarbeit mit Leben zu füllen – zur Stärkung beider Partnerregionen.

So vielseitig wie die Partnerschaft mit Polen ist, auch der Arbeitsalltag von Victoria Krebber. Einen typischen Tag gibt es nicht: Mal bereitet sie Delegationsbesuche der Oberbürgermeister*innen, der Landräte und des Regionaldirektors in Brüssel vor, die sogenannten „EU-Ruhr Dialoge“, mal entwickelt sie gemeinsam mit dem Europareferat, den Kommunen und Kreisen sowie weiteren regionalen Partner*innen eine Mobilisierungskampagne zur Europawahl, und mal vertritt sie den RVR bei Veranstaltungsformaten im europäischen Ausland. Genau diese Vielseitigkeit, die Mischung aus Eigenverantwortung, Teamarbeit und internationalem Austausch, macht den Job für sie besonders spannend.
 
Kurzum: Der RVR ist für Victoria Krebber besonders, weil er ihr eine innovative und lebendige Arbeit ermöglicht. Als langjährige Konstante im Ruhrgebiet bietet er dennoch viel Raum für Neues, und genau dieser Gestaltungsspielraum erweitert den eigenen Horizont.

Eine ganze Region vermarkten: Lukas Huth über seine Arbeit im Standortmarketing beim RVR

Foto: RVR/Lukas Huth

Was braucht es, damit sich Menschen dafür entscheiden, im Ruhrgebiet zu leben und zu arbeiten? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich Lukas Huth seit eineinhalb Jahren beim RVR. Er ist Teil des Teams Strategische Kommunikation, das die Standortmarketingkampagne „Das Ruhrgebiet“ betreut.

Doch was ist eigentlich Standortmarketing und warum ist es wichtig? Für Lukas Huth bedeutet Standortmarketing, das Potenzial des Ruhrgebiets zu zeigen: innovative Unternehmen, starke Hochschulen und die einzigartige Mentalität der Menschen. Denn das Bild einer Region wird nach außen oft noch von alten Klischees geprägt. Dabei hat sich das Ruhrgebiet in den vergangenen Jahren stark verändert: von einer klassischen Industrie- und Bergbauregion hin zu einer Region, in der heute Zukunftsthemen wie eine nachhaltigere Industrie und Cybersecurity vorangetrieben werden.

Gleichzeitig bietet das Ruhrgebiet eine hohe Lebensqualität mit viel Grün, kurzen Wegen und einem vielfältigen kulturellen Angebot. Und genau hier setzt die Standortmarketingkampagne „Das Ruhrgebiet“ mit ihrem Claim „Hier bleibt alles anders“ an. Ihr Ziel ist es, das Image der Region zu stärken, Klischees aufzubrechen und junge Fachkräfte, Studienabsolvent*innen und Unternehmen für das Ruhrgebiet zu begeistern. Gleichzeitig sollen die Menschen, die bereits dort leben, noch einen Grund mehr haben, stolz auf ihr Ruhrgebiet zu sein.

Wie sieht die Arbeit rund um die Standortmarketingkampagne für Lukas Huth konkret aus? Für ihn bedeutet sie vor allem Kommunikation auf vielen Ebenen. Ein großer Teil seiner Arbeit findet in den sozialen Medien statt. Auf Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder TikTok sorgt er gemeinsam mit seinen Kolleg*innen dafür, dass Geschichten aus der Region sichtbar werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Wissenschaftskommunikation. Gemeinsam mit Partner*innen wie der Ruhr-Universität Bochum erstellt er Content, in dem Forschende erzählen, woran sie arbeiten und warum sie sich für das Ruhrgebiet als Forschungsstandort entschieden haben. Zudem gehört auch der Austausch mit der Community in den sozialen Medien zu seinem Alltag: Feedback aufnehmen, reagieren und Diskussionen begleiten sowie Trends beobachten. Kein Tag ist dabei wie der andere, und genau diese Mischung aus Strategie, Kreativität und Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Partner*innen macht den Job für ihn besonders spannend.
 
Kurzum: Für Lukas Huth ist der RVR anders, weil seine Arbeit gesellschaftlich relevant ist und er die Chance hat, eine ganze Region positiv mitzugestalten.

Industriekultur entdecken: Wie Isabella Alfken die Geschichte des Ruhrgebiets erlebbar macht

Foto: RVR/Isabella Alfken

Braune Wegweiser am Straßenrand, beeindruckende Industrieanlagen und Orte, die vom Wandel des Ruhrgebiets erzählen. Viele Menschen begegnen der Industriekultur im Alltag, ohne zu wissen, welches große Netzwerk dahinter steht. Die Route Industriekultur verbindet die bedeutendsten Zeugnisse dieser Vergangenheit und macht sie für Besucher*innen erlebbar. Dahinter steht der RVR, der die Route gemeinsam mit zahlreichen Partnern koordiniert und weiterentwickelt.

Die Route umfasst heute 27 Ankerpunkte und zahlreiche weitere Standorte im gesamten Ruhrgebiet, darunter die Zeche Zollverein, den Landschaftspark Duisburg-Nord und den Gasometer Oberhausen. Sie ist weit mehr als eine Sammlung historischer Gebäude, denn sie erzählt Geschichten über Menschen, Arbeit und den Wandel einer ganzen Region. Durch moderne Vermittlungsangebote, Veranstaltungen und digitale Formate wird Industriekultur immer wieder neu zugänglich gemacht. Eine, die genau daran arbeitet, ist Isabella Alfken.

Eine wichtige Aufgabe von Isabella Alfken ist die Weiterentwicklung des Entdeckerpasses. Der kostenlose Reiseführer durch die Industriekultur des Ruhrgebiets bündelt Informationen zu den verschiedenen Standorten und zeigt, welche Erlebnisse Besucher*innen dort erwarten. Er wird gemeinsam mit den Partnern der Route regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt. Wer selbst auf Entdeckungstour gehen möchte, kann hier mit dem digitalen Entdeckerpass die vielfältigen Orte der Industriekultur im Ruhrgebiet erkunden.

Darüber hinaus kümmert sich Isabella Alfken um die Weiterentwicklung der Informationsbeschilderung und die Kommunikation der Route nach außen. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen arbeitet sie mit den verschiedenen Standorten zusammen, entwickelt neue Formate und präsentiert auf dem Instagram-Kanal der Route Industriekultur die Geschichten hinter den Industrieorten. Dabei geht es nicht nur darum, historische Orte zu bewahren, sondern sie für die Menschen von heute relevant und erlebbar zu machen.

Ihre Erfahrungen bringt Isabella Alfken auch in das Netzwerk der Europäischen Route der Industriekultur ein. Seit zwei Jahren ist sie dort im Vorstand aktiv. Dort tauscht sie sich mit Partnern aus verschiedenen Ländern aus und gibt ihre Erfahrungen aus dem Ruhrgebiet an das europaweite Netzwerk weiter. Der Blick über die Region hinaus zeigt dabei immer wieder, wie einzigartig die Industriekultur im Ruhrgebiet ist und welche Bedeutung die Route auch über die Region hinaus hat.

All diese unterschiedlichen Themen, Menschen und Perspektiven prägen somit nicht nur die Route Industriekultur selbst, sondern auch den Arbeitsalltag von Isabella Alfken und genau das zeichnet ihre Arbeit für sie aus. Machen Sie sich auf den Weg und entdecken Sie die Arbeit von Isabella Alfken für das Ruhrgebiet auf der Route Industriekultur.

Bereich II Wirtschaftsführung

20 Jahre beim RVR: Nadine Soldatkes beeindruckender Werdegang

Foto: RVR/Nadine Soldatke

Nadine Soldatke feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum beim RVR – eine Laufbahn, die mit einem Praktikum begann und sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Ursprünglich wollte sie nur erste Berufserfahrungen sammeln, doch schnell wurde ihr klar: Der RVR ist mehr als eine Zwischenstation, denn er bietet echte Perspektiven.

Die nächste Station auf ihrem Weg: die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Nach erfolgreichem Abschluss führte ihr Weg sie direkt in die Personalabteilung, wo sie zunächst in der Reisekostenabrechnung und Zeiterfassung tätig war. Um in der Personalsachbearbeitung durchstarten zu können, absolvierte sie im Abendstudium einen weiteren Verwaltungslehrgang – mit voller Unterstützung des RVRs.

Heute, nach zehn Jahren in ihrer jetzigen Position, hat sie ihren Platz gefunden. Besonders schätzt sie die abwechslungsreiche Mischung aus Sachbearbeitung am Schreibtisch und dem direkten Kontakt mit Menschen. Mal führt sie Bewerbungsgespräche und gewinnt Talente für den RVR, mal vertieft sie sich in Gesetzestexte. Vor allem aber sorgt sie dafür, dass die passenden Fachkräfte an Bord kommen, um gemeinsam die Zukunft des Ruhrgebiets aktiv mitzugestalten.

Warum sie nach 20 Jahren immer noch mit Begeisterung dabei ist? Weil der RVR mehr ist als ein Arbeitgeber – er ist ein starkes Team. Wertschätzung, Unterstützung und die perfekte Balance zwischen Arbeit und Freizeit machen für sie den Unterschied aus.

Kurzum: Für Nadine Soldatke ist der RVR anders, weil er fair, verlässlich und unterstützend ist.

Gemeinsam wachsen: Frau Vancraeyenest und Frau Brock berichten vom Mentoring-Programm

Foto: RVR/Brock

Wie findet man heraus, ob man eine Führungsrolle übernehmen möchte? Woher nimmt man Erfahrungswissen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben? Und wie lässt sich der Arbeitgeber RVR noch besser kennenlernen? Eine mögliche Antwort darauf bietet unser Mentoring-Programm.
 
Bei uns sieht das Programm so aus, dass eine erfahrene Person als Mentor*in über einen Zeitraum von zwölf Monaten eine weniger erfahrene Kollegin oder einen weniger erfahrenen Kollegen als Mentee begleitet – ohne dass die beiden in einer direkten Arbeitsbeziehung stehen. Das Besondere daran ist, dass jedes Tandem seine Mentoring-Beziehung individuell gestaltet. Die Ziele reichen von Laufbahnplanung und Persönlichkeitsentwicklung über Vereinbarkeitsthemen bis hin zu Networking. Ergänzt wird das Programm durch Workshops und Netzwerkveranstaltungen, die die fachliche und persönliche Entwicklung fördern und die Mentoring-Beziehung zusätzlich stärken. Ein Highlight des aktuellen zweiten Durchlaufs des Programms ist ein Planspiel. Dabei schlüpfen die Mentees in die Rolle einer Führungskraft, um zu erproben, ob ein nächster Karriereschritt in die Führungsrichtung zu ihnen passen würde.

Wie das Mentoring in der Praxis aussieht, zeigen die Erfahrungen von Frau Vancraeyenest, Teamleiterin im Bereich Städtebauliche Planung und Freizeitplanung sowie Mentorin im letzten Programmdurchlauf, und ihrer Mentee, Frau Brock, die im Referat Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität arbeitet. Eine der Kernaufgaben von Frau Brock ist es, das Thema grüne Infrastruktur in verschiedenen Formaten der Öffentlichkeit näherzubringen. Dabei spielt unter anderem überzeugendes Präsentieren eine zentrale Rolle. Deshalb war es für Frau Brock ein wichtiges Ziel im Mentoring-Programm, ihre Präsentationsfähigkeiten weiter zu stärken. Besonders hilfreich war dabei die persönliche und vertrauensvolle Beziehung zu ihrer Mentorin. Sie bildete den Rahmen, um an diesem Ziel erfolgreich zu arbeiten. Denn sie konnte nicht nur mit ihrer erfahrenen Mentorin an ihrem Präsentationsstil feilen, sondern erhielt auch Feedback auf persönlicher Ebene – ein Lerngewinn, der über die Möglichkeiten eines klassischen Trainings hinausgeht.
Frau Vancraeyenest betont ebenfalls, dass es gerade die persönliche Beziehung im engen Austausch zu zweit ist, die das Mentoring-Programm von anderen Personalentwicklungsmaßnahmen unterscheidet. Durch den Austausch mit ihrer Mentee gewann sie neue Einblicke aus Mitarbeitersicht. Diese halfen ihr, die Perspektiven in ihrem eigenen Team noch besser zu verstehen und ihre eigene Rolle als Führungskraft zu reflektieren. Es war also ein klarer Gewinn für beide Seiten des Mentoring-Tandems.

Ihr gemeinsamer Tipp für eine solche persönliche Mentoring-Beziehung: Die Mentoring-Gespräche nicht nur im Büro, sondern anlassbezogen auch in anderer Umgebung, beispielsweise bei Spaziergängen oder in einem Café, zu führen. Dies fördert einen offenen, persönlichen Austausch und vertieft die Beziehung zwischen Mentor*in und Mentee.
 
Für Frau Vancraeyenest und Frau Brock ist der RVR anders, weil er als regionaler Planungsverband nicht nur plant, sondern auch aktiv gestaltet und umsetzt.

Erste Hilfe für die psychische Gesundheit: Einführung von mentalen Ersthelfer*innen beim RVR

Foto: RVR/Clara Meyer
Foto: RVR/Dino Hodzic

Psychische Gesundheit ist ein Thema, das uns alle betrifft, auch im Arbeitsalltag. Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, über Belastungen wie Stress, Überforderung oder persönliche Krisen zu sprechen und passende Unterstützung zu finden. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Gesundheitsmanagements ein neues Angebot beim RVR initiiert: Die Schulung von Mitarbeiter*innen zu zertifizierten Mental Health First Aiders (MHFA), auch mentale Ersthelfer*innen genannt. In der Arbeit unserer Gesundheitsmanagerin Clara Meyer spielt ein ganzheitlicher Ansatz der Gesundheitsförderung eine zentrale Rolle. Die psychische Gesundheit ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, da sie sich unmittelbar auf die körperliche Gesundheit auswirken kann.

Doch was genau machen mentale Ersthelfer*innen? Das Konzept orientiert sich an der klassischen Ersten Hilfe bei körperlichen Notfällen, nur mit Blick auf die psychische Gesundheit. Daher wurden 28 Kolleg*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu den Facetten psychischer Gesundheit, verschiedenen psychischen Erkrankungen und dem Umgang mit Betroffenen geschult. Ziel ist es, erste Ansprechpersonen für psychische Gesundheit im Arbeitsumfeld zu sein, die in belastenden Situationen schnell, sensibel und unterstützend reagieren können. Konkret hören unsere mentalen Ersthelfer*innen zu, geben Orientierung und helfen dabei, den Umgang mit schwierigen Situationen zu erleichtern. Bei Bedarf zeigen sie auch passende professionelle Hilfsangebote auf.

Einer dieser mentalen Ersthelfer bei uns ist Dino Hodzic. Für ihn war die Entscheidung, sich zum mentalen Ersthelfer ausbilden zu lassen, eine bewusste Reaktion auf Entwicklungen, die er seit einiger Zeit beobachtet: Psychische Belastungen sind in den letzten Jahren sowohl im privaten Umfeld als auch in der öffentlichen Diskussion deutlich präsenter geworden. Gleichzeitig wächst die Offenheit, darüber zu sprechen. Dies war für ihn Anlass, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen und seine Erfahrungen sowie sein Netzwerk aus dem Gesundheitsbereich gezielt einzubringen, um Kolleg*innen den Zugang zu professioneller Unterstützung zu erleichtern.

In seiner Rolle versteht Dino Hodzic sich vor allem als erste Anlaufstelle, um Hemmschwellen abzubauen. Denn gerade im beruflichen Kontext fällt es vielen Menschen schwer, über mentale Belastungen zu sprechen. Ein niedrigschwelliges, vertrauliches Angebot, das Orientierung gibt, ist daher umso wichtiger. Zudem liegt seiner Meinung nach die übergeordnete Wirkung des Angebots auch darin, dass die mentalen Ersthelfer*innen einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung leisten. Sie tragen dazu bei, psychische Gesundheit auch im Arbeitskontext als etwas Selbstverständliches zu etablieren und die Sensibilität für das Thema zu stärken. Damit schaffen die mentalen Ersthelfer*innen bei uns ein Umfeld, so sind Dino Hodzic und Clara Meyer überzeugt, in dem Kolleg*innen mögliche Anzeichen von Belastung früher erkennen und ansprechen können.

Warum Vielfalt uns alle betrifft: Johanna Puke, Diversity Managerin beim RVR

Foto: RVR/Johanna Puke

„Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle!“: Dieser Satz beschreibt treffend, worum es bei Diversity im Arbeitsalltag geht. Vielfalt beginnt nicht erst bei großen Konzepten. Sie zeigt sich jeden Tag: in der Zusammenarbeit, in der Sprache, in der Führung, in Gesundheitsangeboten, bei Veranstaltungen und auch schon im Bewerbungsprozess. Genau an diesen Stellen setzt die Arbeit von Johanna Puke als Diversity Managerin beim RVR an.

Diversity Management bedeutet dabei vor allem Schnittstellenarbeit. Es geht darum, Themen aus den Bereichen Personal, Führung, Gesundheitsmanagement, Barrierefreiheit und interne Kommunikation zusammenzudenken. Konkret kann das beispielsweise bedeuten, Stellenausschreibungen verständlicher und einladender zu formulieren, Veranstaltungen möglichst barrierefrei zu planen, Pronomen in der Kommunikation sichtbar zu machen oder Fachbereiche für unterschiedliche Lebensrealitäten zu sensibilisieren. Für Johanna Puke ist dabei besonders wichtig, dass Diversity nicht „die Anderen“ meint, sondern uns alle. Vielfalt zeigt sich nicht nur in einzelnen Merkmalen. Jeder Mensch bringt unterschiedliche Erfahrungen, Lebensrealitäten und Bedürfnisse mit, die sich beispielsweise aus der jeweiligen Berufsausbildung, dem Sprachniveau, der Altersgruppe, der Familien- und Lebenssituation oder gesundheitlichen Aspekten ergeben. Ziel ihrer Arbeit ist es deshalb, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass alle ihr Potenzial entfalten können, unabhängig von klassischen Diversity Kategorien.

Besonders wichtig ist dabei auch der Blick auf die Bewerber*innen. Ein Auswahlprozess sollte daher stets fair, transparent und wertschätzend sein, unabhängig davon, ob jemand einen klassischen Lebenslauf mitbringt, den Berufseinstieg sucht, aus einem anderen Bereich kommt oder besondere Rahmenbedingungen im Alltag hat. Damit das gelingt, reicht es nicht aus, nur am Ende eine Entscheidung zu treffen. Auch der Weg dorthin ist entscheidend: Wen sprechen wir mit unserer Ausschreibung an? Welche Erwartungen haben wir im Gespräch, möglicherweise unbewusst, im Hinterkopf? Welche Fragen stellen wir und welche Potenziale sehen wir? Deshalb werden Führungskräfte und Recruiter*innen beim RVR stärker für Unconscious Bias sensibilisiert. Dabei handelt es sich um unbewusste Denkmuster, die die Wahrnehmung und Einschätzung von Menschen beeinflussen können. Gleichzeitig bedeutet Diversity jedoch nicht, dass fachliche Anforderungen weniger wichtig sind. Im Gegenteil: Reflektierte und faire Prozesse helfen dabei, Kompetenzen und Potenziale besser zu erkennen.

Abschließend ist es Johanna Puke noch wichtig, zu betonen, dass gelebte Vielfalt oft schon im Kleinen beginnt: mit Zuhören, Nachfragen, verständlicher Sprache und der Bereitschaft, eigene Annahmen zu hinterfragen. Auf diese Weise wird Diversity im Arbeitsalltag des RVR für alle greifbar.

Von der Bewerbung bis zum Vertragsangebot: So läuft unser Bewerbungsprozess ab

Foto: RVR

Wie läuft eigentlich eine Bewerbung bei uns ab? Vom Eingang der Bewerbung bis zum möglichen Vertragsangebot geben wir Ihnen heute einen Einblick in die einzelnen Schritte unseres Bewerbungsprozesses.
 
Unsere aktuellen Stellenangebote finden Sie jederzeit auf unserer Karriereseite unter www.karriere.rvr.ruhr sowie regelmäßig hier im Karriere-Newsletter. Die Bewerbung erfolgt anschließend direkt online über unser Bewerbermanagementsystem Umantis. Wichtig ist, dass Sie alle erforderlichen Unterlagen vollständig und in deutscher Sprache einreichen. In der Regel gehören dazu ein Anschreiben, Ihr Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse und Nachweise.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden alle Bewerbungen gemeinsam vom Personalreferat und dem zuständigen Fachreferat gesichtet. Auch die Gleichstellungsbeauftragte, der Personalrat und, falls erforderlich, die Schwerbehindertenvertretung begleiten den gesamten Auswahlprozess und sind entsprechend eingebunden.
 
Die Vorstellungsgespräche finden in der Regel drei bis sechs Wochen nach Ende der Bewerbungsfrist statt, meist in unseren Dienstgebäuden in Essen. Im Gespräch möchten wir mehr über Ihre fachlichen Kompetenzen, Ihren bisherigen Werdegang und Ihre persönlichen Stärken erfahren. Oft gehört auch eine kleine praxisnahe Aufgabe dazu. Damit alle Bewerber*innen vergleichbare Chancen haben, folgen die Gespräche einem klar strukturierten Ablauf. Für Führungspositionen ist zusätzlich ein Assessment-Center vorgesehen.
 
Nach dem Gespräch erhalten Sie zeitnah eine telefonische Rückmeldung vom Personalreferat. Wenn alles passt, folgt das Vertragsangebot und vielleicht schon bald Ihr Start bei uns.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Gemeinsam wachsen: Entwicklungsmöglichkeiten beim RVR

Foto: RVR/Katharina Straßburger
Foto: RVR/Aline Nordhorn

Die Arbeit beim RVR zeichnet sich durch eine hohe fachliche Vielfalt aus. Unterschiedliche Berufsgruppen, wie Architekt*innen, Forstwirt*innen, Informatiker*innen und Verwaltungsfachkräfte, bringen ihre Perspektiven ein und schaffen damit ein breites Spektrum an Entwicklungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Verantwortlich für die Steuerung der Personalentwicklung und Ausbildung ist Jonas Altenkamp. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Katharina Straßburger und Aline Nordhorn. Ihr Fokus liegt darauf, Nachwuchskräfte, Mitarbeitende und Führungskräfte professionell zu begleiten sowie moderne, zielgerichtete Lernformate kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Zum Portfolio der Personalentwicklung gehören klassische Entwicklungsprogramme, Teambuilding, Einzelcoachings sowie strukturierte Onboarding- und Offboarding-Gespräche. Ziel ist es, fachliche und persönliche Kompetenzen zu stärken, Führungspotenziale zu fördern und neue Themenfelder zu erschließen. Ergänzend stehen berufsbegleitende Studiengänge, verpflichtende und freiwillige Führungskräftetrainings sowie praxisnahe Inhouse-Schulungen zu Themen wie Projektmanagement, Kommunikation, Moderation und Vergabeprozessen zur Verfügung. Auch Formate, die den Blick über den eigenen Arbeitsbereich hinaus erweitern, etwa Mentoring-Programme oder externe Hospitationen, sind Teil des Angebots. Sie ermöglichen Perspektivwechsel, Vernetzung und neue Impulse für die eigene Tätigkeit.

Auch unsere Nachwuchskräfte profitieren von den vielfältigen Angeboten: Ein zentrales Element ist das Azubi-Projekt, in dem Auszubildende ein gemeinsames Projekt eigenständig realisieren. Ergänzend können sie fachbezogene Qualifikationen wie einen Drohnenführerschein oder eine Motorsägen-Schulung erwerben. Anschließend stehen ihnen weitere Entwicklungspfade offen, vom Lehrgang zum/zur Forstwirtschaftsmeister*in bis zum Verwaltungslehrgang II.
 
Aline Nordhorn und Katharina Straßburger engagieren sich mit großer Leidenschaft dafür, den Verband zukunftsfähig zu gestalten, ihn als attraktiven Arbeitgeber sichtbar zu machen und sowohl Mitarbeitende als auch Auszubildende in ihrer Entwicklung zu stärken. Mit ihrem Einsatz möchten sie alle dazu ermutigen, offen und neugierig zu bleiben, neue Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen und die eigene berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.

Bereich III Regionale Planung und Entwicklung

Das Ruhrgebiet entwickeln und selbst wachsen: Frau Petzingers Weg zur Referatsleitung

Foto: RVR/Petzinger

Wie lässt sich das Ruhrgebiet so planen, dass es lebenswert bleibt, gut vernetzt ist und langfristige Zukunftsperspektiven bietet? Diese Frage steht im Zentrum der Regionalentwicklung – und begleitet Frau Petzinger seit vielen Jahren beim RVR. Hier fand sie den idealen Rahmen, um ihre Ideen für die Region einzubringen und ihre berufliche Entwicklung Schritt für Schritt zu gestalten.

Was als befristete Stelle im Referat Regionalentwicklung begann, entwickelte sich für Frau Petzinger zu einer langjährigen Karriere mit wachsender Verantwortung beim RVR. Mit zunehmender Erfahrung übernahm sie zunächst die Leitung eines Teams im Referat Regionalentwicklung – später folgte die Leitung des gesamten Referats. Die Entscheidung, immer mehr Verantwortung zu übernehmen, ging für sie stets mit der Frage einher: Wie lassen sich Führungsaufgaben und Familie vereinbaren? In dieser Phase wurde deutlich, wie sehr sie von einer offenen Gesprächskultur profitierte – im Kollegenkreis, mit Führungskräften und im privaten Umfeld. Daher rät sie allen in ähnlichen Situationen, diese Entscheidung nicht mit sich allein auszumachen. Im Gegenteil: Der aktive Austausch mit anderen hat sie in ihrer Entwicklung nachhaltig bestärkt. Neben dem Austausch war für sie auch ein Arbeitsumfeld wichtig, das auf familiäre Bedürfnisse eingeht. Die gelebte Familienfreundlichkeit beim RVR – mit mobilem Arbeiten und Vertrauen in verschiedenen Lebensphasen – war für sie die entscheidende Grundvoraussetzung, um mehr Verantwortung zu übernehmen und ihre Rolle als Führungskraft bis heute mit Überzeugung auszufüllen.

Doch was genau bedeutet die Arbeit von Frau Petzinger im Bereich der Regionalentwicklung für das Ruhrgebiet? Im Kern geht es darum, vorhandene Potenziale zu erkennen, zu vernetzen und gezielt weiterzuentwickeln – immer mit Blick auf die regionale Ebene. In ihrem Referat entstehen dafür regionale Entwicklungskonzepte und Masterpläne zu verschiedenen Themen der räumlichen Planung, etwa zur Siedlungsentwicklung oder Freizeitgestaltung. Ein aktuelles Beispiel ist der Masterplan Handwerk für das Ruhrgebiet, der gemeinsam mit dem Handwerk Region Ruhr und weiteren RVR-Fachreferaten konzipiert wurde. Er zeigt die zentrale Bedeutung des Handwerks für die Region und soll diese stärken.

Zusammengefasst ist der RVR für Frau Petzinger anders, weil er abwechslungsreich, kollegial und innovativ ist.

Bereich IV Umwelt und Grüne Infrastruktur (inkl. Ruhr Grün)

Vom Bildschirm in die Baumkrone: Wie Felix Heinzinger seine Leidenschaft zum Beruf machte

Foto: RVR/Felix Heinzinger

Bevor Herr Heinzinger seine Tätigkeit als Forstwirt beim RVR aufnahm, arbeitete er als Mediengestalter, überwiegend im Büro. Doch der Wunsch, in der Natur und handwerklich zu arbeiten, ließ ihn nicht los. 2021 fand er beim RVR den idealen Einstieg, um seine Leidenschaft zum Beruf zu machen: eine Ausbildung zum Forstwirt.

Auf dem Betriebshof Heidhof in Bottrop lernte er, wie man Wälder pflegt und nachhaltig bewirtschaftet. Dabei übernahm er von Anfang an Verantwortung. Denn bei dieser Ausbildung heißt es nicht zuschauen, sondern mit anpacken: Vom ersten Tag an ist man mittendrin, um das Handwerk wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen. Für ihn ist der Beruf weit mehr als nur ein Job, es geht darum, die Natur zu bewahren und etwas Bleibendes für kommende Generationen zu schaffen. Dass ein starker Teamgeist, offene Kommunikation und flache Hierarchien dabei selbstverständlich sind, macht den RVR für ihn zum idealen Arbeitgeber.

Bereits während seiner Ausbildung übernahm Herr Heinzinger zusätzliche Verantwortung, die über das Fachliche hinausging: Als Jugend- und Auszubildendenvertreter setzt er sich bis heute mit großem Engagement für die Belange der Auszubildenden beim RVR ein. Er hört zu, fragt nach und vertritt ihre Interessen gegenüber dem Personalrat.

Nach seinem erfolgreichen Abschluss im November 2024 war für Herrn Heinzinger klar: Die Ausbildung zum Forstwirt war nur der Anfang. Mit Unterstützung des RVR qualifizierte er sich zum Baumkontrolleur weiter und arbeitet heute im Bereich der Verkehrssicherung – und verbindet dort seine Leidenschaft für die Natur mit Fachwissen und großer Verantwortung.

Für Herrn Heinzinger ist der RVR anders, weil er regional verankert, nachhaltig und unterstützend ist.

Kein Tag ist wie der andere: Frau Wolter zeigt, wie vielseitig ein Beruf im Tourismusbereich beim RVR sein kann

Foto: Schejok

Routine? Fehlanzeige! Für Frau Wolter, Kauffrau für Tourismus und Freizeit im RVR-Besucherzentrum Haus Ripshorst, gleicht kein Arbeitstag dem anderen. Mal organisiert sie Veranstaltungen und Workshops, mal erstellt sie Marketing- und Pressetexte und mal betreut sie Besucher*innen am Counter. Ihr Job ist so vielfältig wie ihr Arbeitsort selbst, eine grüne Oase mitten in Oberhausen.

Bereits während ihrer Ausbildung beim RVR spürte sie: Hier ist mein Platz. Der RVR ermöglichte ihr nicht nur Einblicke in viele Bereiche, sondern übertrug ihr auch früh Verantwortung und förderte gezielt ihre Stärken. Daher stand schnell fest: Sie möchte auch nach ihrer Ausbildung beim RVR bleiben.

Frau Wolter schätzt an ihrer Arbeit besonders die Kombination aus Naturverbundenheit, starkem Teamzusammenhalt und kreativem Freiraum. Dies wird durch ein Arbeitsumfeld ermöglicht, das ihr Raum zur Weiterentwicklung lässt und ihr das Vertrauen gibt, eigene Ideen eigenverantwortlich umzusetzen. So sind bereits Projekte wie das beliebte Open-Air-Kino oder kreative Workshops für Kinder entstanden.

All dies führt dazu, dass sie nie mit dem Gefühl nach Hause geht, ein verlorener Tag läge hinter ihr. Vielmehr freut sie sich täglich darüber, was sie wieder gestalten und bewegen konnte. Der RVR ist für Frau Wolter somit anders, weil er fordert, fördert und vielseitig ist.

 

Für Mensch und Natur: Wie Frau Bartkowiak als Landschaftsarchitektin beim RVR das Ruhrgebiet gestaltet ­ ­ ­ ­ ­

Foto: RVR/P. Bartkowiak

Wie sieht eigentlich das Ruhrgebiet von morgen aus? Genau diese Frage treibt Frau Bartkowiak, Landschaftsarchitektin beim RVR, jeden Tag um. Seit siebzehn Jahren engagiert sie sich dafür, die Region Schritt für Schritt grüner, widerstandsfähiger und lebenswerter zu machen.

Doch was genau macht eigentlich eine Landschaftsarchitektin? Für Frau Bartkowiak bedeutet dieser Beruf weit mehr als nur Grünflächen zu planen, es geht darum, Lebensräume zu schaffen, in denen Mensch und Natur gleichermaßen ihren Platz finden. Dabei verbindet die Landschaftsarchitektur Ökologie, Technik, Kreativität, Kommunikation und Nachhaltigkeit und genau das macht den Beruf so vielseitig. Gleichzeitig eröffnet diese Vielseitigkeit Raum für unterschiedliche Stärken: Ob man lieber kreativ entwirft und umsetzt, planerische Prozesse initiiert und begleitet oder Umweltwissen an andere weitergibt, in der Landschaftsarchitektur kann jede*r seine Talente einbringen und sich spezialisieren.

Frau Bartkowiak begeistert an ihrer Arbeit nicht nur die Vielseitigkeit der Landschaftsarchitektur, sondern auch die Vielfalt der Projekte beim RVR. Denn hier geht es selten nur um einzelne Grünflächen, sondern häufig um das große Ganze, Projekte, die das Ruhrgebiet in seiner Gesamtheit betreffen und über Stadtgrenzen hinaus gedacht werden. So war Frau Bartkowiak an der Initiierung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 beteiligt, die sie gemeinsam mit vielen Akteuren ins Ruhrgebiet holen konnte. Ebenso begleitete sie in den letzten Jahren als Projektleiterin den nachhaltigen Umbau der Revierparks im Ruhrgebiet, von der ersten Konzeptidee bis zur Eröffnung. Der Reiz ihrer Arbeit beim RVR liegt somit für sie darin, auf unterschiedlichen Maßstabsebenen tätig sein zu können: Mal strategisch und visionär, mal praktisch und greifbar und dabei immer spürbar sinnstiftend.

Für Frau Bartkowiak ist der RVR somit anders, denn er ist Impuls- und Ideengeber, Umsetzer und Kümmerer für das Ruhrgebiet.

Wie Frau Schmitt als Raumplanerin beim RVR Agilität lebt

Foto: RVR/H. Schmitt

Wie arbeitet man agil? Und wie lässt sich agile Zusammenarbeit mit dem klassischen Dienstweg verbinden? Frau Schmitt, Raumplanerin beim RVR, zeigt, dass beides möglich ist: Mit Mut und dem Willen, Zusammenarbeit immer wieder neu zu denken.
 
Doch was genau bedeutet Agilität? Es geht dabei nicht nur um Methoden, sondern vor allem um eine Haltung. Dabei besteht die Agilität aus zwei Ebenen: doing agile, also den sichtbaren agilen Techniken, und being agile, der dahinterliegenden agilen Haltung. Offene Kommunikation, Vertrauen, crossfunktionale Teams, Mut, Lernbereitschaft und Respekt bilden hier unter anderem die Basis. Anstatt starr an einem Plan festzuhalten, geht es bei der Agilität darum, offen auf Veränderungen zu reagieren, während das Projektziel dennoch klar definiert bleibt.

Für Frau Schmitt ist agiles Arbeiten längst Teil des Alltags beim RVR. Auch wenn ihre Aufgaben als Raumplanerin auf den ersten Blick nicht direkt damit zu tun haben, hat sie unter anderem als Projektleiterin der Strategie Grüne Infrastruktur agile Prinzipien für sich entdeckt. Diese helfen ihr, einen Arbeitsrahmen zu schaffen, der gleichzeitig flexibel bleibt. Und das funktioniert auch sehr gut in Verbindung mit dem klassischen Dienstweg: Bevor Vorgänge den klassischen Dienstweg nehmen, gestaltet sie die Projektarbeit gemeinsam mit ihren Kolleg*innen flexibel, transparent und effektiv. Es geht nicht darum, Strukturen zu verändern, sondern sie gezielt zu ergänzen, um das Beste aus Wissen, Zeit und Ideen herauszuholen.

Zu ihren liebsten agilen Werkzeugen zählt die Expert*innen-Ausleihe. Dabei zieht Frau Schmitt für einzelne Fragestellungen gezielt Kolleg*innen mit speziellem Fachwissen zur Beratung hinzu, auch wenn diese nicht direkt am Projekt beteiligt sind. So fließt Wissen ein und die bestmögliche Lösung kann gemeinsam erarbeitet werden. Für die Zusammenarbeit mit Projektteams oder auch für die Selbstorganisation nutzt Frau Schmitt zudem gerne Kanban-Boards mit Kategorien wie „To Do”, „In Progress”, „Done” und „Backlog”. Diese machen Aufgaben und Fortschritte sichtbar, helfen dabei, Prioritäten zu setzen, und schaffen Transparenz, sodass allen Beteiligten klar ist, woran gearbeitet wird. Abgerundet wird ihr agiles Repertoire durch regelmäßige Austauschformate wie das Lean Coffee. Dabei handelt es sich um selbstorganisierte Meetings, bei denen die Agenda erst zu Beginn durch die Teilnehmenden entsteht. Anstelle einer festen Tagesordnung werden Themen von den Teilnehmenden vorgeschlagen, priorisiert und in kurzen, klar getakteten Zeitblöcken besprochen. Das Format vermeidet ausufernde Diskussionen, da es auf kurze Zeitfenster fokussiert ist, alle einbindet und für alle Teilnehmer*innen relevante Themen sicherstellt.

Vielleicht motivieren Sie die agilen Tipps von Frau Schmitt, Ihren Arbeitsalltag auch ein Stück agiler zu gestalten. Kurzum ist der RVR für Frau Schmitt anders, weil er Raum für Gestaltungsmöglichkeiten und Zusammenarbeit bietet und weil man an zukunftsrelevanten Projekten arbeitet.

Wie Frau Paul als Revierleiterin beim RVR den Wald von morgen gestaltet

Foto: RVR/Pöhnert

Wie wird der Wald in vielen Jahren aussehen? Welche Entscheidungen sorgen dafür, dass er erhalten bleibt und der Bevölkerung als Erholungsraum dient? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Frau Paul täglich. Als Revierleiterin beim RVR gestaltet sie aktiv die Zukunft der Wälder im Ruhrgebiet und verbindet dabei Naturschutz mit den Bedürfnissen der Bevölkerung.

Viele assoziieren mit Frau Pauls Arbeit als Revierleiterin vor allem die klassische Holzernte. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil ihrer Tätigkeit. Ihr Fokus liegt ebenso darauf, den Wald zu schützen, zu entwickeln und gleichzeitig als Erholungsraum für die Bevölkerung zu erhalten. Dafür verbringt sie rund die Hälfte ihrer Arbeitszeit draußen im Revier. Dort analysiert sie die Waldflächen, identifiziert hochwertige, gesunde Bäume, die geschützt und gepflegt werden sollen, und entscheidet, welche starken Konkurrenten weichen müssen.

Diese Beobachtungen bilden die Grundlage für die andere Hälfte ihrer Arbeit im Büro. Dort entwickelt sie unter anderem Managementkonzepte, die festlegen, wie der Wald langfristig widerstandsfähiger wird, beispielsweise durch die gezielte Förderung der Vielfalt an Baumarten. Denn diese entsteht nicht immer von allein. Dabei achtet sie darauf, dass der Wald nicht nur ökologisch stabiler wird, sondern auch ein Ort bleibt, den die Menschen gerne besuchen. So wählt sie beispielsweise Baumarten, die blühen oder Früchte tragen, um das Naturerlebnis und die Erholungsmöglichkeiten zu stärken. Gerade diese Verbindung von Verantwortung für Natur und Gesellschaft, deren Wirkung sich über Jahrzehnte zeigt, ist für sie der Reiz ihres Berufs.

Und wie ist es, in einem männerdominierten Beruf zu arbeiten? Frau Paul merkt manchmal, dass sie sich stärker beweisen muss als ihre männlichen Kollegen. Letztendlich kommt es ihrer Erfahrung nach aber immer darauf an, wer mit Fachwissen überzeugt und Verantwortung übernimmt – ganz unabhängig vom Geschlecht. Daher sieht sie es eher als Vorteil, in einem männerdominierten Beruf zu arbeiten. Denn sie hat das Gefühl, frischen Wind in den Forstbereich zu bringen, indem sie als Frau neue Blickwinkel und andere Herangehensweisen einbringt. Und genau diese Vielfalt, so ist sie überzeugt, bereichert die Entwicklung des Waldes und führt zu den besten gemeinsamen Entscheidungen.
 
Der RVR ist für Frau Paul anders, weil er sehr mitarbeiterfreundlich ist und ihr in ihrer Arbeit viele Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume bietet. Wer gerne Verantwortung übernehmen möchte, ist daher bei uns genau richtig. 

RVR-Forstwirtin Katharina Lechtenfeld bei einer "Baumansprache" – Um den Baum mit der organe-farbenen Markierung fällen zu können, bestimmt sie zuvor u. a. die Fällrichtung, schaut nach abgestorbenen Ästen und legt eine Rückweiche fest, d. h. einen Fluchtweg für sich selbst, wenn der Baum fällt.

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Ausgezeichnet

Initiative Klischeefrei

Der RVR ist Teil der Initiative Klischeefrei. Ziel dieser bundesweiten Initiative ist es, jungen Menschen eine Orientierung zu ermöglichen, die sich an ihren individuellen Interessen und Stärken orientiert – und nicht an gesellschaftlichen Rollenbildern.

www.klischee-frei.de

Charta der Vielfalt

Der RVR hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet und versichert damit, die Diversität innerhalb der Organisation und der Belegschaft zu fördern.

www.charta-der-vielfalt.de

Beruf & Pflege

Der RVR ist Teil der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege. Damit verpflichtet sich der Verband dazu, die Pflegefreundlichkeit des Unternehmens zu verbessern, u.a. durch die stetige Überprüfung von Arbeitszeitmodellen.

www.berufundpflege-nrw.de

Unfallkasse NRW

Zum vierten Mal nach 2010, 2011 und 2016 hat die Unfallkasse NRW den RVR im Oktober 2021 für seinen vorbildlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz als "sicheres und gesundes Unternehmen“ ausgezeichnet.

www.unfallkasse-nrw.de

Total E-Quality

Der RVR gehört zu den bundesweit 50 Organisationen, die 2020 für ihr Engagement für Chancengleichheit mit dem Prädikat des Vereins Total E-Quality Deutschland ausgezeichnet wurden.

WWW.TOTAL-E-QUALITY.DE

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