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Frühlingserwachen in Wald und Flur

3. März | Newsletter Ausgabe 04/2020

Endlich wieder raus aus dem Haus und erste Frühlingsboten beobachten – wo ginge das besser als in den RVR-Wäldern vor unserer Haustür.

RVR-Förster Christoph Beemelmans öffnet uns Augen und Ohren fürs Naturerlebnis.

Den Frühling hören

Ab morgens, wenn es hell wird, sind jetzt Kohlmeisen, Blaumeisen, Kleiber, Sperlinge, Drosseln, Dompfaff, Bachstelzen unüberhörbar. Mitten in ihrem Gesang hört man die Spechte. Schon Ende März, wenn an drei aufeinanderfolgenden  Tagen 22 Grad Celsius erreicht werden, hört man das Klipsen der Kiefernzapfen. Das Geräusch entsteht, wenn die Zapfen aufplatzen und die Samen herabfliegen.

Auch auf dem Waldboden tut sich was

Der Blick nach unten lohnt sich: Als erstes kann man die Buschwindröschen entdecken, die Blätter und später Blüten ins Licht recken. Bald folgen je nach Witterung Schneeglöckchen, Scharbockskraut, Lerchensporn, Kleine Immergrün, Aronstab, Buschwindröschen, Huflattich.

Diese krautigen Pflanzen findet man in den RVR-Wäldern häufig în der Nähe von Wegen, in lichten Altholzbeständen oder in der Nähe von offenen Flächen. 

Bäume und Sträucher bereiten sich vor

Ganz früh dran sind Hasel, Erle und Weide sowie die Birken. Die Pollenallergiker wissen davon ein Lied zu singen. Zu den Erstblühern gehören auch Weißdorn, Kornelkirsche und Schlehe.

Schäden haben die letzten Stürme Sabine, Viktoria und Julia Gott sei Dank nur wenig hinterlassen. Diese konnten wir recht schnell beseitigen. Länger hingegen werden uns von die Fichtenbestände beschäftigen, die durch die Borkenkäfer gefällt wurden.

Allein in den Waldflächen und Flüren um Schermbeck bei Dorsten werden wir in diesem Frühjahr fast 120.000 junge Eichen und Buchen in den Waldboden setzen.

Winterschlaf beendet

Igel und Eichhörnchen sind wieder unterwegs, genauso wie Siebenschläfer und Haselmäuse. Bei den Amphibien rühren sich die ersten Kröten und Molche. Wer aufmerksam ist, kann den Igel oder das Eichhörnchen bei den ersten Spaziergängen beobachten.

Der Appell des Försters

Frühjahrsblüher aus dem Wald als Blumenstrauß mit nach Hause zu nehmen, ist keine gute Idee. Hummeln und Insekten sind dringend auf die Blüten angewiesen.

Auch das Ausgraben von Pflanzen, um sie im heimischen Garten einzubringen, führt zum Frust. Die „Mitbringsel“ gehen jämmerlich ein, da in Gärten nicht die speziellen Lebensraumbedingungen (Wasser, Nährstoffe, Kleinklima) des Waldes vorhanden sind.

Generell ist mein Appell:
Genießen Sie die Natur leise und mit angeleintem Hund. Biker und Reiter nehmen bitte Rücksicht auf andere Waldbesucherinnen und Waldbesucher. Naturliebhaber bewegen sich im Wald mit dem erforderlichen Respekt vor all den genannten „Frühjahrsgeschenken“.

Dann haben alle was davon – Mensch und Natur.

Eine Übersicht und eine Karte zu den schönsten RVR-Wäldern finden Sie hier:

RVR-Wälder 

Kerstin Röhrich
Team Redaktion, Fachinformation
Referat Strategische Entwicklung und Kommunikation
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Martina Kötters
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Referat Strategische Entwicklung und Kommunikation
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