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6. August 2019 | NewsletterAusgabe 03/2019

Interview

Die Kultur-Netzwerkerin

Stefanie Reichart ist Leiterin des Referats Kultur und Sport beim RVR. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Nachhaltigkeit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 zu sichern – ein Ereignis, das sich im nächsten Jahr zum 10. Mal jährt.

Frau Reichart, haben Sie das Kulturhauptstadt-Jahr RUHR.2010 miterlebt? Was haben Sie in besonderer Erinnerung?

Stefanie Reichart: 2010 habe ich am Düsseldorfer Schauspielhaus gearbeitet, aber im Ruhrgebiet gewohnt. Daher konnte ich das Programm von RUHR.2010 aus nächster Nähe miterleben. Meine persönlichen Highlights waren das Stillleben auf der A40, die Odysee Europa der Theater und die Collection Tours der RuhrKunstMuseen.

Den Faden konnte ich dann ab Dezember 2011 bei der RVR-Tochter Ruhr Tourismus wieder aufnehmen, denn ich war als Leiterin der Abteilung Kultur u. a. für die RuhrKunstMuseen zuständig. Dieses Netzwerk der 20 Kunstmuseen im Ruhrgebiet hatte sich anlässlich von RUHR.2010 gegründet und hat seither viele regionale Projekte und Ausstellungen realisiert.

Netzwerke und Kooperationen sind ja für die Kulturmetropole Ruhr sehr wichtig. Aus Ihrer Sicht – warum?

Stefanie Reichart: Das Ruhrgebiet verfügt über eine vielfältige und spannende Kunst- und Kulturlandschaft. Durch die städteübergreifende Vernetzung wird diese Vielfalt und Qualität sichtbarer. Regionale Kooperationsprojekte tragen dazu bei, das Ruhrgebiet als wichtigen Kunst- und Kulturstandort stärker wahrzunehmen. Und nicht zuletzt sind die Netzwerke wichtige Bausteine für die Nachhaltigkeit von RUHR.2010.

Und in diesem Jahr? Auf welche regionalen Kulturereignisse können wir uns freuen?

Stefanie Reichart: Meine Liste ist lang: Die Ruhrtriennale eröffnet am 21. August, unser Kunstcamp zur Förderung junger Talente startet am 18. August in Bochum und die Kulturkonferenz Ruhr geht am 13. September in die nächste Runde – dieses Mal in Dortmund zum Thema „Digitaler Wandel – kulturelle Potenziale von Technologie“.

Und am 28. September wird der „Zauberlehrling“ am Emscherkunstweg in Oberhausen in der Nähe des RVR-Informationszentrum Haus Ripshorst mit einem öffentlichen Fest wiedereröffnet. Der ungewöhnliche, geschwungene Strommast vom Berliner Künstlerkollektiv Inges Idee musste aus statischen Gründen abgebaut werden.

Jetzt eröffnen wir den "Zauberlehrling" zusammen mit Urbane Künste Ruhr und der Emschergenossenschaft neu.

Kerstin Röhrich
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