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Fünf besondere Halden

Von ganz groß bis ganz klein: Wir stellen fünf RVR-Halden vor, von denen jede auf ihre Art besonders ist.

Unser Koloss:

Diese Halde macht schon was her: Sie ist 111 Meter über Grund hoch und nimmt eine Fläche von 170 Hektar ein – etwa so viel wie 238 Fußballfelder (1 Fußballfeld = 0,714 ha). Die Halde Hoheward liegt an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald und ist immer einen Ausflug wert: Dort zu finden sind u. a. das RVR-Besucherzentrum, gut ausgebaute Wanderwege, eine offizielle MTB-Strecke und obendrauf das Himmelsobservatorium.

Der RVR hat die Halde 2004 erworben und im Anschluss ausgebaut.

Unser Zwerg:

Die Solbadhalde an der Stadtgrenze Mülheim/Oberhausen umfasst eine Fläche von niedlichen vier Hektar und wurde atemberaubende zwölf Meter hoch aufgeschüttet. Sie ist in der Umgebung als solche kaum zu erkennen. Spaziergänger*innen erleben einen beschaulichen Wald mit Laubgewächsen: Buchen, Eichen, Ahorn und viele Sträucher, die zum Teil angepflanzt wurden, sich zum Teil auch selbst entwickelt haben.

Der RVR hat die Halde bereits 1988 erworben. Von den aktuell 46 Halden in RVR-Besitz haben 13 weniger als zehn Hektar Grundfläche.

Unser Erstling:

Schon 1983 hat der RVR die Halde Gärtnerbecken in Dinslaken-Hiesfeld erworben. Heute ist sie ein wunderbar ruhiges, mit Wald bewachsenes kleines Erholungsgebiet für die Anwohner in der Nähe, die dort gerne mit und ohne Hund spazieren gehen. Die Halde erhebt sich bescheidene 37 Meter über ihre Umgebung.

Die erste Landmarke:

Die Sonnenuhr auf der Halde Schwerin macht seit 1993 aus der ehemaligen Bergehalde mehr als einen grünen Hügel. Die begehbare Installation auf der höchsten Erhebung der Stadt Castrop-Rauxel besteht aus 24 Edelstahlsäulen, die zusammen eine Sonnenuhr bilden. Sie ist über Pfade zu erreichen, die aus den vier Himmelsrichtungen auf den Haldengipfel zu laufen.

Der RVR hat die Halde 1989 erworben. Die Sonnenuhr war die erste Landmarke, die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park (1989 bis 1999) errichtet wurde.

Die mit der besten Aussicht:

Wer sich einen Halden-Überblick verschaffen will, ist hier richtig: Vom Gipfel der Halde Haniel im Norden von Bottrop geht der Blick bei gutem Wetter über die Städtelandschaft des Ruhrgebiets im Nordwesten zur Halde Lohberg-Nord in Dinslaken und zum Bergwerk Prosper-Haniel, das 2018 geschlossen wurde. Im Südosten ist ganz in der Nähe die Tetraeder-Halde zu sehen. Im Osten erhebt sich die Halde Hoheward an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen.

Die Halde Haniel gehört zu den größten und höchsten des Ruhrgebiets. Neben den 102 Totems des baskischen Künstlers Augustin Ibarrola gibt es auf der Halde ein Amphitheater und ein Gipfelkreuz, das Teil eines Kreuzweges ist.

Noch gehört die Halde nicht dem RVR. Er wird sie in den nächsten Jahren von der RAG übernehmen.

Unser Haldenportal im Netz, das laufend ergänzt und erweitert wird:

halden.rvr.ruhr

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