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Kulturkonferenz Ruhr 2019

"Digitaler Wandel - Kulturelle Potenziale von Technologie"

Das Dortmunder U ist Schauplatz der 8. Kulturkonferenz Ruhr am 13. September 2019 von 10 bis 17 Uhr (Einlass und Begrüßungsfrühstück ab 9 Uhr).

In einer gewachsenen Industrieregion wie dem Ruhrgebiet war die Beziehung "Mensch und Maschine" stets eine besondere und selten eine einfache. Der digitale Wandel definiert dieses Verhältnis völlig neu.

Die 8. Kulturkonferenz Ruhr lädt Kunst- und Kulturschaffende dazu ein, die Debatte um diesen digitalen Wandel aktiv mitzugestalten.

Das Programmkonzept finden Sie weiter unten zum Nachlesen.

Gut zu wissen

Die Kulturkonferenz Ruhr ist Teil der Nachhaltigkeitsvereinbarung zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 und bietet der Kulturszene jährlich eine Bühne für den regionalen kulturpolitischen und künstlerischen Diskurs.

Die Veranstaltung von RVR und Land NRW hat das Ziel, die 2010 entstandenen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen zu fördern und weiter zu entwickeln.

graue Schachtel

Dirk von Gehlen, Journalist und Autor, setzt Impulse zu Beginn der Kulturkonferenz Ruhr 2019.

Mehr Infos zu ihm finden Sie unter "Impulsvorträge" weiter unten.

Francesca Bria, Founder of DECODE project, former CTO Barcelona City Council, unterstützt die Kulturkonferenz Ruhr 2019 mit einem weiteren Impulsvortrag.

Mehr Infos zu ihr finden Sie unter "Impulsvorträge" weiter unten.

Infokasten

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Programm

Programm

Vormittag

09:00 Kleines Begrüßungsfrühstück und Anmeldung

10.00 Tagesmoderation: Prasanna Oommen

Grußwort

Jörg Stüdemann, Kulturdezernent Stadt Dortmund

Grußwort und Eröffnung durch die Veranstalter

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kulturministerin NRW; Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin RVR

10:40 Impuls 1

Dirk von Gehlen, Journalist und Autor

11:10 Impuls 2

Francesca Bria, Founder of DECODE project, former CTO Barcelona, City Council

11:40 Podiumsdiskussion

Die Podiumsdiskussion lenkt den Blick auf die Bedeutung des digitalen Wandels für das Ruhrgebiet. Regionale Akteure diskutieren die kulturellen Potenziale von Technologie sowie die Chancen und Herausforderungen, die sich dadurch für die Region ergeben.

Dr. Inke Arns, Direktorin HMKV (Hartware MedienKunstVerein); Stefan Hilterhaus, Künstl. Leitung und Geschäftsführung PACT Zollverein; Dr. Hildegard Kaluza, Abteilungsleitung Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW), Jörg Stüdemann, Kulturdezernent Stadt Dortmund

12:45 Mittagspause

Nachmittag

14:15 Gespräche und Arbeitsgruppen

Panel 1: Ethische und praktische Herausforderungen der Digitalisierung

Panel 2: Visual Culture und digitale Produktion

Panel 3: Neue Allianzen im digitalen Zeitalter

Panel 4: Digitale Souveränität und kulturelle Bildung

16:00 Kaffeepause

16:30 Zusammenfassung des Tages durch Peter Grabowski

17:15 Get Together im HMKV

Ausstellung: Der Alt-Right-Komplex

Download - Das Konferenzprogramm

Impulsvorträge

Impulsvorträge

Dirk von Gehlen ist Journalist und Autor. Bei der Süddeutschen Zeitung leitet er die Abteilung Social Media/Innovation, in der er u.a. das Longreads-Magazin Süddeutsche Zeitung Langstrecke entwickelt hat. Der Diplom-Journalist plädiert für einen kulturpragmatischen Umgang mit dem Neuen – und hat im Shruggie ¯\_(ツ)_/¯ dafür das perfekte Symbol gefunden ("Das Pragmatismus-Prinzip"). Er zählt zu den Crowdfunding-Pionieren in Deutschland ("Eine neue Version ist verfügbar") und befasst sich seit Jahren mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung ("Mashup – Lob der Kopie" und "Meta – Das Ende des Durchschnitts").

Francesca Bria ist Gastprofessorin für Innovation am UCL Institute for Innovation and Public Purpose sowie Beraterin der Europäischen Kommission für zukünftige Internet- und Innovations-Politiken. Sie hat einen hat einen Doktor in Innovationsökonomie vom Imperial College in London und einen Master in Digitaler Wirtschaft vom Birkbeck College der University of London. Sie ist die aktuelle Beauftragte für Digitale Technologie und Innovation für die spanische Stadt Barcelona und leitet das DECODE project für Daten-Souveränität in Europa. Bei ihrer Arbeit dreht sich alles um das Wiedererlangen von Kontrolle: nicht nur über digitale Technologie, Daten und Infrastruktur, sondern auch über Dienstleistungen, die durch intelligente Technologie vermittelt werden.

DECODE project

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Dr. Hildegard Kaluza ist seit Januar 2015 Abteilungsleiterin für Kultur im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Zuvor langjährige Leitung verschiedener Bereiche innerhalb der Landesregierung NRW und der Landesverwaltung Bremen, z.B. Familie, Bürgerschaftliches Engagement und Arbeitsmarktpolitik sowie Leitung eines Gemeinschaftsunternehmens der Stahlindustrie. Vor dem Hintergrund meines wirtschaftswissenschaftlichen Studiums interessierten mich während meines gesamten Berufslebens vor allem soziale, gesellschaftspolitische und kulturpolitische Fragestellungen.

Jörg Stüdemann, Jahrgang 1956, studierte von 1977 bis 1984 Germanistik und Sozialwissenschaften an der Ruhruniversität Bochum und schloss das Studium mit dem Staatsexamen für das Lehramt Sekundarstufen I und II ab. Anschließend  war er bis 1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Ruhr Universität Bochum. Eine Tätigkeit als Angestellter bei der Initiative Zentrum Zeche Carl. e. V. in Essen schloss sich an. Im Mai 1992 übernahm er die Leitung des Film- und Kulturzentrums Pentacon Dresden und koordinierte den Aufbau  eines Medienkulturzentrums für die sächsische Film- und Medienwirtschaft. 1994 wurde er zum  Beigeordneten und Bürgermeister für Kultur, Jugend und Sport der Stadt Dresden berufen. Sechs Jahre später ging er als Beigeordneter für Kultur, Sport und Freizeit nach Dortmund. Seit 2009 ist er zudem Kämmerer und Kulturdezernent, seit 2009 Stadtdirektor der Stadt Dortmund.

Dr. Inke Arns, Direktorin des HMKV (Hartware MedienKunstVerein). Seit 1993 freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und -theorie, Netzkulturen, Osteuropa. Nach einem Aufenthalt in Paris (1982-1986) Studium der Slawistik, Osteuropastudien, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin und Amsterdam (1988-1996), 2004 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland; Veröffentlichungen zur Medienkunst und Netzkultur. 

Stefan Hilterhaus ist seit 2002 Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer von PACT Zollverein, das er mit gründete. Als experimenteller Produktions-, Austausch-, Entwicklungs- und Reflektionsort konzipiert, werden hier disziplinenübergreifend verschiedene künstlerische Formate, Wissensformen und Praxen mit den thematischen Schwerpunkten Körper, Stadtraum und Technologie verwoben, erprobt und entwickelt. Nach einer Ausbildung zum Bootsbauer studierte Hilterhaus Romanistik und Geschichte. Er wurde an der interdisziplinären Folkwang Universität der Künste in Tanz und Choreographie diplomiert und arbeitete anschließend u.a. als Regisseur, Performer, Projektentwickler und Kurator., Künstlerische Leitung und Geschäftsführung PACT Zollverein.

Panels

Panels

Panel 1:

Ethische und praktische Herausforderungen der Digitalisierung

Digitalisierung zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit: Welche ethischen, ökologischen und gesellschaftlichen Fragen ergeben sich? Wie können Kultur und Kulturpolitik aktiv in diesen Feldern agieren? Welche politischen, kulturellen, technologischen und wirtschaftlichen Annahmen gilt es zu überdenken? Brauchen wir gänzlich andere Regeln für die Kommunikation in Netzwerken? Wie nutzen wir die Chancen der Vernetzung und gestalten den dezentralen Wissensaustausch so, dass möglichst viele am Wandel beteiligt sind?

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Panel 2:

Visual Culture und digitale Produktion

Die Verbindung von Kunst und Technik ist nicht neu. Nie zuvor jedoch waren die Möglichkeiten so vielfältig: Vernetzte Medientechnologien bieten die Chance auf künstlerische Experimentierräume, auf neue Produktions- und Ausdrucksformen. Doch was bedeutet das für Kulturschaffende und Rezipient*innen? Wie verändern sich Bilderwelten, Kunstbetrachtung und Archivierung? Was bedeutet Digitalisierung für Bildende und Darstellende Kunst? Überhaupt: Ist digital ein Muss?

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Panel 3:

Neue Allianzen im digitalen Zeitalter

Technisches Potenzial birgt künstlerisches Potenzial – und andersherum. Digitaler Wandel setzt deshalb unbedingt interdisziplinäres Denken und Handeln voraus. Welche neuen Allianzen und Netzwerke werden benötigt? Wie kann ein nachhaltiger Austausch zwischen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gelingen? Welche Strukturen werden benötigt? Welche Netzwerke sind vorhanden? Und wie steht es eigentlich um den gleichberechtigten Zugang zu Technologien?

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Panel 4:

Digitale Souveränität und kulturelle Bildung

Die unbegrenzten Möglichkeiten moderner Technologien führen nicht allzu weit, wenn man sie nicht versteht. Wie jedoch erlangt man digitale Kompetenz und damit die Fähigkeit zur aktiven Mitnutzung und Mitgestaltung digitaler Räume? Welche Anforderungen ergeben sich für die kulturelle Bildung? Was bedeutet der digitale Wandel für bestehende Strukturen? Und wie bleibt man bei all dem auch digital dem Anspruch treu, Prozesse kritisch zu reflektieren?

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zum Konzept

zum Konzept

Mensch und Maschine: In einer gewachsenen Industrieregion wie dem Ruhrgebiet war diese Beziehung stets eine besondere und selten eine einfache.

Der digitale Wandel stellt dieses Verhältnis nun auf eine vollkommen neue, nie da gewesene Stufe. Fiktion ist vielfach längst Fakt; nichts scheint unmöglich, jede Idee technisch realisierbar.

Digitale Technologien verändern unsere Gesellschaft und unsere urbanen Strukturen in kaum überschaubaren Ausmaßen – und nehmen damit auch Einfluss auf die Rolle und das Selbstverständnis von Kunst und Kultur in der gesellschaftspolitischen Entwicklung.

Die andere Seite der Medaille: technische Überforderung, ein Überangebot an Informationen, die Dominanz einiger weniger kommerzieller Akteur*innen und neue globale (und oftmals ausgeblendete) Ausbeutungsverhältnisse.

Wie wird und bleibt man als Künstler*in hier relevant? Wie steht es um ethische Werte, eigene Rechte, Verantwortung, Datenhoheit und bestehende Machtverhältnisse? Wer profitiert – und wer nicht? Welche Bildungsmodelle braucht es? Welche Archive? Wie geht eigentlich digital? Und ist die Sehnsucht nach dem Analogen eigentlich noch legitim? Kurzum: Wie steht es um das moderne Verhältnis von Mensch und Maschine? Und was sagt die Maschine dazu?

Kultureinrichtungen und Kulturschaffende sind aufgefordert, eigene Strategien und Positionierungen in einem Wandlungsprozess zu entwickeln, der zeitliche und räumliche Grenzen aufhebt, der in Updates denkt und globalen Dimensionen. Digitalisierung erweitert unsere Welt um virtuelle Realitäten, eröffnet Märkte, ermöglicht neue künstlerische Freiräume und Ästhetiken. Sie macht Kunst und Kultur allgegenwärtig, jederzeit abrufbar und allgemein zugänglich.

Die 8. Kulturkonferenz Ruhr lädt Kunst- und Kulturschaffende dazu ein, die Debatte um den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Sie will Impulse setzen, Potenziale sichtbar machen und stärken, neue Bündnisse zwischen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft ausloten und fördern.

Ziel ist es, einen Diskurs darüber anzustoßen, welche Rolle Kunst und Kultur jetzt und in Zukunft in der Diskussion um Technologie und Gesellschaft einnehmen können, und welche Voraussetzungen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden sollten.

 

Programmgruppe

Das Programm der diesjährigen Kulturkonferenz wird konzipiert von:

  • Dr. Inke Arns, Direktorin Hartware MedienKunstVerein e.V. (HMKV)
  • Alain Bieber, Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer NRW-Forum Düsseldorf
  • Stefan Hilterhaus, Künstlerische Leitung und Geschäftsführung PACT Zollverein
  • Stefanie Reichart, Referatsleitung Kultur Regionalverband Ruhr
  • Fabian Saavedra-Lara, Leitung medienwerk.nrw.

Kooperation

Die diesjährige Kulturkonferenz entsteht in Kooperation mit dem medienwerk.nrw. 

www.medienwerk-nrw.de 
Darüber hinaus fließen in das Programm die Inhalte des Themenforums „Künstler-Metropole Ruhr” der Ruhr-Konferenz der Landesregierung zum Thema „Digitale Künste” ein, die in zwei Veranstaltungen am 14. März 2019 und 16. Mai 2019 mit der Kulturszene erarbeitet wurden.

Dokumentation

Dokumentation

Download

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Kontaktleister

Nicole Buron
Projektmanagement
Referat Kultur und Sport
Team Regionale Kultur
buron_n@rvr.ruhr
+49 201 2069-342