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Kulturkonferenz Ruhr 2019

"Digitaler Wandel - Kulturelle Potenziale von Technologie"

Der digitale Wandel stellt nicht nur Kommunikations- und Produktionsprozesse vor neue Herausforderungen.

Auch Kultureinrichtungen und Kulturschaffende müssen Strategien, Antworten und Positionen zur Digitalisierung entwickeln.

Die mit 400 Teilnehmern ausgebuchte 8. Kulturkonferenz Ruhr im Dortmunder U bot am 13. September ein hochkarätig besetztes Forum zu dem Thema.

Gut zu wissen

Die Kulturkonferenz Ruhr ist Teil der Nachhaltigkeitsvereinbarung zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 und bietet der Kulturszene jährlich eine Bühne für den regionalen kulturpolitischen und künstlerischen Diskurs.

Die Veranstaltung von RVR und Land NRW hat das Ziel, die 2010 entstandenen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen zu fördern und weiter zu entwickeln.

weiße Schachtel

Statements

NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen betonte in ihrer Begrüßung: "Die Kulturkonferenz Ruhr ist für die Region eine wichtige Kommunikationsplattform geworden. Sie regt Dialog und Vernetzung zu Themen an, die wie der Digitale Wandel den Kulturbetrieb auf unterschiedlichen Ebenen betreffen."

Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ergänzte: "Die Digitalisierung stellt die Metropole Ruhr vor neue Herausforderungen. Unsere Aufgabe ist es, die Region als attraktiven Standort im digitalen Zeitalter zu profilieren. Auf der Kulturkonferenz wollen wir mit allen Akteuren der Region darüber diskutieren, wie wir digitale Potenziale im Ruhrgebiet heben können."

Videodokumentation - Langfassung

Videodokumentation - Langfassung

Beste Voraussetzungen, großes Potenzial: Bei der 8. Kulturkonferenz Ruhr wurde auf dem Podium und in vier Diskussionsrunden engagiert über die kulturelle Zukunft des Ruhrgebiets in digitalen Zeiten debattiert. Wandel der Kulturszene, Chancen und Risiken, Datensouveränität: Die Videodokumentation stellt verschiedene Standpunkte vor:

zum Konzept

zum Konzept

Mensch und Maschine: In einer gewachsenen Industrieregion wie dem Ruhrgebiet war diese Beziehung stets eine besondere und selten eine einfache.

Der digitale Wandel stellt dieses Verhältnis nun auf eine vollkommen neue, nie da gewesene Stufe. Fiktion ist vielfach längst Fakt; nichts scheint unmöglich, jede Idee technisch realisierbar.

Digitale Technologien verändern unsere Gesellschaft und unsere urbanen Strukturen in kaum überschaubaren Ausmaßen – und nehmen damit auch Einfluss auf die Rolle und das Selbstverständnis von Kunst und Kultur in der gesellschaftspolitischen Entwicklung.

Die andere Seite der Medaille: technische Überforderung, ein Überangebot an Informationen, die Dominanz einiger weniger kommerzieller Akteur*innen und neue globale (und oftmals ausgeblendete) Ausbeutungsverhältnisse.

Wie wird und bleibt man als Künstler*in hier relevant? Wie steht es um ethische Werte, eigene Rechte, Verantwortung, Datenhoheit und bestehende Machtverhältnisse? Wer profitiert – und wer nicht? Welche Bildungsmodelle braucht es? Welche Archive? Wie geht eigentlich digital? Und ist die Sehnsucht nach dem Analogen eigentlich noch legitim? Kurzum: Wie steht es um das moderne Verhältnis von Mensch und Maschine? Und was sagt die Maschine dazu?

Kultureinrichtungen und Kulturschaffende sind aufgefordert, eigene Strategien und Positionierungen in einem Wandlungsprozess zu entwickeln, der zeitliche und räumliche Grenzen aufhebt, der in Updates denkt und globalen Dimensionen. Digitalisierung erweitert unsere Welt um virtuelle Realitäten, eröffnet Märkte, ermöglicht neue künstlerische Freiräume und Ästhetiken. Sie macht Kunst und Kultur allgegenwärtig, jederzeit abrufbar und allgemein zugänglich.

Die 8. Kulturkonferenz Ruhr lud Kunst- und Kulturschaffende dazu ein, die Debatte um den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Sie wollte Impulse setzen, Potenziale sichtbar machen und stärken, neue Bündnisse zwischen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft ausloten und fördern.

Ziel war es, einen Diskurs darüber anzustoßen, welche Rolle Kunst und Kultur jetzt und in Zukunft in der Diskussion um Technologie und Gesellschaft einnehmen können, und welche Voraussetzungen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden sollten.

 

Programmgruppe

Das Programm der diesjährigen Kulturkonferenz wurde konzipiert von:

  • Dr. Inke Arns, Direktorin Hartware MedienKunstVerein e.V. (HMKV)
  • Alain Bieber, Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer NRW-Forum Düsseldorf
  • Stefan Hilterhaus, Künstlerische Leitung und Geschäftsführung PACT Zollverein
  • Stefanie Reichart, Referatsleitung Kultur Regionalverband Ruhr
  • Fabian Saavedra-Lara, Leitung medienwerk.nrw.

Kooperation

Die Kulturkonferenz 2019 entstand in Kooperation mit dem medienwerk.nrw. 

www.medienwerk-nrw.de 
Darüber hinaus flossen in das Programm die Inhalte des Themenforums „Künstler-Metropole Ruhr” der Ruhr-Konferenz der Landesregierung zum Thema „Digitale Künste” ein, die in zwei Veranstaltungen am 14. März 2019 und 16. Mai 2019 mit der Kulturszene erarbeitet wurden.

Dokumentation

Dokumentation

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Kontaktleister

Nicole Buron
Projektmanagement
Referat Kultur und Sport
Team Regionale Kultur
buron_n@rvr.ruhr
+49 201 2069-342