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Kulturkonferenz Ruhr 2021

ZUKUNFT DER ZENTREN - KULTURELLE PERSPEKTIVEN FÜR INNENSTÄDTE

In den Zentren der Städte kristallisieren sich auf engem Raum unsere aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Leerstände, freie Flächen und ungenutzte Architekturen bieten dabei Chancen, um in Reallaboren und Experimentierräumen sozial sensible, utopische und nachhaltige Zukunftsvisionen zu erproben: Welchen Beitrag leisten Kunst und Kultur aktuell in den Innenstädten? Welche Visionen und Ideen der zukünftigen Innenstadt haben sie? Und wie begleiten Kunst und Kultur die gesellschaftlichen Transformationsprozesse, die sich in unseren Innenstädten abbilden?

Diesen Themen widmete sich am Donnerstag, 23. September, die 9. Kulturkonferenz Ruhr, an der digital und vor Ort über 300 Gäste teilnahmen. Unter dem Titel „Zukunft der Zentren – Kulturelle Perspektiven für Innenstädte“ diskutierten Kulturschaffende zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Stadtplanung.

Gut zu wissen

Die Kulturkonferenz Ruhr ist Teil der Nachhaltigkeitsvereinbarung zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 und bietet der Kulturszene jährlich eine Bühne für den regionalen kulturpolitischen und künstlerischen Diskurs.

Die Veranstaltung von Regionalverband Ruhr (RVR) und Land NRW hat das Ziel, die 2010 entstandenen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen zu fördern und weiter zu entwickeln.

mitveranstalter

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9. KULTURKONFERENZ RUHR

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel unterstrich in ihrer Begrüßung:

„Während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie mussten wir erfahren, wie ein öffentliches Leben ohne kulturelle Angebote aussieht. Die heute präsentierten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie wir das verhindern und unsere Innenstädte stattdessen lebendig, kreativ und zukunftsorientiert gestalten können.“ 

Eindrücke von der Veranstaltung...

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Impuls 1

Die Revolutionen der Stadt

Niklas Maak ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt den Roman „Technophoria“, der zurzeit verfilmt wird. In seinen Beiträgen und Artikeln verschränkt er Entwicklungen in Architektur und Smart Technologies mit den Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten ihrer Bewohner*innen und Nutzer*innen.

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Impuls 2

(Re)Innovate the City

Josep Bohigas ist seit 2016 Generaldirektor der Stadtentwicklungsagentur Barcelona Regional. Dort kümmert er sich u.a. um die Weiterentwicklung der sogenannten Superblocks. Die vernetzten Wohnblöcke sind Barcelonas Modell für Verkehrsberuhigung, Flächenumnutzung und die Partizipation von Bürger*innen in der Stadtplanung.

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Programm

Vormittag

Tagesmoderation: Katty Salié

9.00   Anmeldung und Einlass

10.00   Grußwort

Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne und Vorsitzender des Ruhrparlaments

Grußworte UND ERÖFFNUNG DURCH DIE VERANSTALTER

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr

GRUSSWORT 

Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt

10.45  IMPULS 1 

Die Revolutionen der Stadt
Niklas Maak, Architekt, Journalist und Autor

11.30   INTERVIEW

Hedwig Fijen, Direktorin der International Foundation Manifesta

11.45  IMPULS 2 

(Re)Innovate the City
Josep Bohigas
Direktor der Stadtentwicklungsagentur Barcelona Regional

12.30   DISKUSSIONSRUNDE

Was braucht’s im Ruhrgebiet?

Nina Frense, Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur beim Regionalverband Ruhr
Britta Peters, Künstlerische Leitung von Urbane Künste Ruhr
Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne und Vorsitzender des Ruhrparlaments
Prof. Tim Rieniets, Professor für Stadt- und Raumentwicklung an der Leibniz Universität Hannover

13.15   Mittagspause

Nachmittag

14.15   PANEL - LIVE STREAM / 7 WORKSHOPS - VOR ORT

16.15   Kaffeepause

16.45  Abschlussrunde 

Die Zukunft der Zentren ist...
Beispiele, Empfehlungen und Ideen aus dem Panel und den Workshops

17.15   GESPRÄCH

Wie geht‘s weiter? – Ein Ausblick 

Stefanie Reichart, Leiterin des Referats Kultur, Sport und Industriekultur beim Regionalverband Ruhr 
Dr. Christian Esch, Direktor des NRW Kultursekretariats Wuppertal

19.30   LESUNG - Literaturhaus Herne Ruhr, Alte Druckerei

Technophoria
Niklas Maak, Autor
Teilnahme nur mit Anmeldung

Download

  • 9. Kulturkonferenz Ruhr - Zukunft der Zentren - Perspektiven für Innenstädte.

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LAST DAY SALE

Am Ende der Seidenstraße

Robin Hinschs fotografische Recherche „Last Day Sale“ ist eine topografische Momentaufnahme des Ruhrgebiets.
Anhand seiner 12-teiligen Bilderserie stellt er als Beobachter den Ist-Zustand der Innenstädte ins Verhältnis zu den darunterliegenden Schichten ihrer Geschichte. 

Fotoserie anschauen...

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Zukunft der Zentren - Kulturelle Perspektiven für Innenstädte

Eine gemeinsame Veranstaltung des Regionalverbands Ruhr und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Stadt Herne

Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie beschleunigen die Entwicklungen in den Innenstädten mit kontinuierlich rückläufigen Besucher*innen und Passant*innen. Einzelhandel, Gastronomie und Freizeitangebote sowie Bibliotheken, Volkshochschulen, Ämter und Bürogebäude in den Zentren der Städte teilen sich den gemeinsamen Raum in den städtischen Zentren.

Dabei werden die bisherigen Nutzungsweisen durch die aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht nur temporär, sondern auch langfristig hinterfragt: Der zunehmende Onlinehandel bedroht den Einzelhandel vor Ort, agile Arbeitskonzepte fördern HomeOffice und mobile Arbeitsmodelle, Smart City Technologien bieten technologische Lösungsansätze und Zukunftsversprechen aus den Datenmassen des öffentlichen Lebens.

In den Zentren der Städte kristallisieren sich somit auf engem Raum unsere aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Leerstände, freie Flächen und ungenutzte Architektur bieten dabei Chancen, um in Reallaboren und Experimentierräumen sozial sensible, utopische und nachhaltige Zukunftsvisionen zu erproben:

Welchen Beitrag leisten Kunst und Kultur aktuell in den Innenstädten? Welche Visionen und Ideen der zukünftigen Innenstadt haben sie? Wie kann eine kosmopolitische Gesellschaft öffentliche Erfahrungsräume schaffen? Wie begleiten Kunst und Kultur die gesellschaftlichen Transformationsprozesse, die sich in unseren Innenstädten abbilden? Wie werden städtische Entwicklungsprozesse partizipativ gestaltet?

Die Kulturkonferenz Ruhr 2021 verschränkt konkrete Beispiele und Projekte aus der kulturellen Arbeit mit aktuellen Entwicklungen in städtischer Verwaltung, Politik, Stadtplanung und bürgerlichem Engagement. Methoden, Ansätze und Projekte aus Kunst und Kultur werden auf die Entwicklungsprozesse der Innenstädte des Ruhrgebietes übertragen.

Ergänzt werden die regionalen Beispiele um ausgewählte thematische Impulse, welche die gesellschaftlichen Umbrüche und Herausforderungen in den urbanen Zentren auf nationaler und europäischer Ebene reflektieren.

Programmbeirat

Ein fachlicher Beirat begleitete den Prozess der Programmplanung zum Konferenzthema „Zukunft der Zentren“:

  • Alexandra Apfelbaum, Architektur- und Kunsthistorikerin, FH Dortmund / Initiative Ruhr Moderne
  • Stefan Hilterhaus, künstlerische Leitung und Geschäftsführung PACT Zollverein, Essen
  • Johanna-Yasirra Kluhs, freie Kuratorin, Dramaturgin und künstlerische Beraterin / Ko-Kuratorin Interkultur Ruhr
  • Kristin Schwierz, Programmschwerpunkt Politik und Gesellschaft Bahnhof Langendreer, Bochum / Initiative Recht auf Stadt Ruhr
  • Christian Weyers, Leitung Stabsstelle Kreativquartiere, Stadt Dortmund / Geschäftsführer ecce GmbH
  • Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark, Projektinitiatoren kitev (Kultur im Turm e.V.), Oberhausen
Dokumentationen

Dokumentationen

Kulturkonferenz Ruhr 2019

Ethische und praktische Herausforderungen der Digitalisierung 
Panel 1 
Visual Culture und digitale Produktion 
Panel 2 

Neue Allianzen im digitalen Zeitalter 
Panel 3

Digitale Souveränität und kulturelle Bildung 
Panel 4 

Videodokumentation

Beste Voraussetzungen, großes Potenzial: Bei der 8. Kulturkonferenz Ruhr wurde auf dem Podium und in vier Diskussionsrunden engagiert über die kulturelle Zukunft des Ruhrgebiets in digitalen Zeiten debattiert.

Wandel der Kulturszene, Chancen und Risiken, Datensouveränität: Die Videodokumentation stellt verschiedene Standpunkte vor.

Download Dokumentationen 2012 bis 2019

Kontaktleister

Jonas Leifert
Projektmanagement
Referat Kultur und Sport
Team Regionale Kultur
kulturkonferenz@rvr.ruhr
+49 201 2069-6375