Grüne Infrastruktur: Was gibt es Neues?

In einer Talkrunde stellte das Projektteam Grüne Infrastruktur des Regionalverband Ruhr die neuesten Entwicklungen im Rahmen der Umsetzung der 2024 beschlossenen Strategie Grüne Infrastruktur vor: Was kann der neue Atlas Grüne Infrastruktur Ruhrgebiet? Und wie viele Vorhaben sind in der Projektlandkarte abgebildet? Hier erfahren Sie es!

Vor zwei Jahren hat der Regionalverband Ruhr zusammen mit dem Netzwerk gefeiert, dass sie sich auf die 27 Ziele der Grünen Infrastruktur geeinigt haben. „Weil das kein Schubladen-Dokument geworden ist, sitzen wir heute wieder hier und geben einen Einblick, was wir seitdem gemacht haben“, sagte Dr. Hanna Schmitt, verantwortlich für Charta und Strategie im Referat Klima und Umweltschutz beim Regionalverband Ruhr (RVR). Das Ziel dabei ist klar: Die Region ist unglaublich grün und soll es auch bleiben. 

Alle Informationen auf einen Blick

Immer auf dem Laufenden bleiben – mit dem Portal Grüne Infrastruktur. Bis Ende des Jahres geht das neue Portal online. Es soll transparent machen, wie gut die Region darin ist, die Handlungsziele der Strategie zu erreichen. Nutzer*innen erhalten außerdem aktuelle News, Daten und Veranstaltungshinweise. Das Portal Grüne Infrastruktur bündelt erstmals alle Informationen zur Umsetzung der Strategie im Ruhrgebiet. Es zeigt Fortschritte, macht Entwicklungen sichtbar und vernetzt Akteur*innen. Wie klimaresilient ist das Ruhrgebiet? Wo stehen wir bei der Schwammstadt? Nutzer*innen können gezielt Themen verfolgen – von Schwammstadt bis Umweltbildung – und erhalten aktuelle Projekte, Daten und Veranstaltungen

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Zur aktuellen Website

Dr. Hanna Schmitt, zuständig für Charta und Strategie im Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität im Referat Klima und Umweltschutz des Regionalverbands Ruhr, sitzt auf der Bühne des Netzwerktags Grüne Infrastruktur und hält ein Mikrofon in der Hand.
© RVR/Leon Fülber
Laura Bellenberg, zuständig für Kommunikation und Veranstaltungen im Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität im Referat Klima und Umweltschutz des Regionalverbands Ruhr, sitzt auf der Bühne des Netzwerktags Grüne Infrastruktur und hält ein Mikrofon in der Hand.
© RVR/Leon Fülber
Mit dem Netzwerktag Grüne Infrastruktur haben wir auch in diesem Jahr wieder versucht, einen Ort zu schaffen, an dem wir Menschen zusammenbringen können, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit der Grünen Infrastruktur beschäftigen,

- Laura Bellenberg, Regionalverband Ruhr (RVR), Referat Klima und Umweltschutz, Kommunikation und Veranstaltungen -

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Atlas Grüne Infrastruktur: Flächen einfach analysieren

Ein ganz neues Angebot des RVR ist der Atlas Grüne Infrastruktur. Seit dem Netzwerktag ist die interaktive Karte online. Leonie Krelaus, zuständig für digitale Tools im  Referat Klima und Umweltschutz des RVR, erläuterte: „Wir haben den Begriff der Grünen Infrastruktur genommen und mit Geodaten hinterlegt. Der Atlas ist damit das Abbild der Grünen Infrastruktur der gesamten Region. Wir wollen aber noch mehr: Wir wollen auch sehen, wie die Grüne Infrastruktur wirkt. Deswegen haben wir zusätzlich Klima- und Umweltanalysedaten hinzugefügt.“ 

An einem Beispiel zeigte Leonie Krelaus, wie sich mit der Karte nachverfolgen lässt, dass die Oberflächentemperatur auf einer Halde in den letzten Jahren nachweislich gesunken ist. Alle Karten lassen sich herunterladen und für den Austausch mit Politik und Öffentlichkeit nutzen. Der Atlas wird laufend erweitert.

 

 

Leonie Krelaus, zuständig für digitale Tools  im Team Klimaanpassung im Referat Klima und Umweltschutz des Regionalverbands Ruhr, sitzt auf der Bühne des Netzwerktags Grüne Infrastruktur und hält ein Mikrofon in der Hand.
© RVR/Leon Fülber

Was ist mit dem Atlas alles möglich?

  • Mit Flächen im Ruhrgebiet vertraut machen
  • Grüne Infrastruktur in einem bestimmten Gebiet ermitteln
  • Grüne Infrastruktur im Zeitverlauf vergleichen
  • Oberflächentemperatur in einem bestimmten Gebiet ermitteln
  • Kaltluftproduktion in einem bestimmten Gebiet ermitteln
  • Potenzialflächen ausfindig machen
  • Und vieles mehr

Zum Atlas Grüne Infrastuktur

Laura Bellenberg, zuständig für Kommunikation und Veranstaltungen im Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität im Referat Klima und Umweltschutz des Regionalverbands Ruhr, sitzt auf der Bühne des Netzwerktags Grüne Infrastruktur und hält ein Mikrofon in der Hand.
© RVR/Leon Fülber

Die Projekte der Grünen Infrastruktur in einer Landkarte

Das Herzstück der Grünen Infrastruktur sind die vielen großen und kleinen Projekte. Aktuell 150 von ihnen sind in der digitalen Projektlandkarte verortet. Eine Filterfunktion macht sie einfach auffindbar. Die einzelnen Steckbriefe bieten zahlreiche Detailinformationen. 

Zur Projektlandkarte      Eigenes Projekt für die Landkarte vorschlagen

Ganz besonders ist, dass wir es geschafft haben, für jedes Projekt eine Ansprechperson zu hinterlegen. Die sind tatsächlich auch dafür gedacht, das direkte Gespräch zu suchen und voneinander profitieren zu können. Genauso wichtig ist es uns, die individuelle Umsetzungserfahrung aus dem Projekt aufzugreifen.“

- Lena Clermont, Regionalverband Ruhr (RVR), Referat Klima und Umweltschutz, Netzwerke und Kommunen -

Fünf Personen sitzen auf Papphockern auf einer Bühne, sie sind von hinten fotografiert, im Hintergrund der Saal mit dem Publikum.
© RVR/Leon Fülber

Von der Projektlandkarte auf die Bühne

Drei Projekten gaben Lena Clermont und die Moderatorin Sina Kuipers auch auf der Bühne des Netzwerktags ein Gesicht. Sie alle zeigen, was Engagement in der Praxis bewirken kann und teilen gerne ihr Wissen:

Wir arbeiten mit dem RVR an demselben Ziel der nachhaltigen Entwicklung im Ruhrgebiet. Wir arbeiten zum Wissen generieren, aber auch Wissen weitergeben und vernetzen. Und das auf vielfältige Art und Weise – unter anderem durch zwölf Transferprojekte an der Hochschule Bochum.

- Sabrina Hoffmann, Hochschule Bochum, Transfermanagerin THALESruhr -

Man muss Mut haben, an Dingen festzuhalten und sich nicht kaputtreden zu lassen. Und es kommt darauf an, Bürger*innen im richtigen Moment zu beteiligen, nicht zu früh oder zu spät.

- Jens Möller, Abteilungsleitung Stadtgrün, Stadt Gladbeck, SportPark Mottbruch -

Wir haben in Herne und Bochum sogenannte Naturerfahrungsräume eingerichtet. Die Idee ist, Grünflächen zu sichern, wo Kinder zum Naturerfahren hingehen können. Wir sind daran interessiert, dass auch in anderen Gegenden solche Naturerfahrungsräume gesichert werden. Wir sind von dem Konzept total überzeugt und helfen da gerne weiter.

- Bettina Strunk, Biologische Station Östliches Ruhrgebiet, Wildnis für Kinder -

Ansprechpersonen

Charta & Strategie GI

Dr. Hanna Schmitt

Referat Klima und Umweltschutz
Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität

schmitt[at]rvr.ruhr
+49 201 2069 427

Kommunikation & Veranstaltungen

Laura Bellenberg

Referat Klima und Umweltschutz
Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität

bellenberg[at]rvr.ruhr
+49 201 2069-211

Netzwerke & Kommunen

Lena Clermont

Referat Klima und Umweltschutz
Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität

clermont[at]rvr.ruhr
+49 201 2069-292

Öffentlichkeitsarbeit

Alina Brock

Referat Klima und Umweltschutz
Team Grüne Infrastruktur und Klimaneutralität

brock[at]rvr.ruhr
+49 201 2069 518

Digitale Tools

Leonie Krelaus

Referat Klima und Umweltschutz
Team Klimaanpassung

krelaus[at]rvr.ruhr
+49 201 2069-485