Vernetzung und Impulse
Inspiration sammeln, ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen – genau dafür bot der Netzwerktag viele Möglichkeiten. Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentierten 18 Aussteller*innen ihre Projekte rund um das Thema Grüne Infrastruktur. Was dort alles los war, zeigen wir in Bildern. Pascal Faßbender und Davina Mikutta von IT.NRW gaben in Ihrem Input Tipps für ein Projektmanagement-Tool und Franziska Günther vom Regionalbüro Nordrhein-Westfalen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) stellte ein Förderprogramm vor.
Aktionsprogramm: Natürlicher Klimaschutz als Teil der Grünen Infrastruktur
Wie wird natürlicher Klimaschutz Teil der Grünen Infrastruktur? Dafür gibt es ein passendes Förderprogramm. Franziska Günther vom Regionalbüro Nordrhein-Westfalen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) stellte es vor.
Grüne Infrastruktur reicht von regionalen Grünzügen über Parkanlagen, Wälder und Flussauen bis zu bepflanzten Balkonkästen. Sie alle tragen zu unserem Wohlergehen bei – in Form von Ökosystemleistungen wie guter Wasser- und Luftqualität, der Produktion von Nahrungsmitteln oder Freizeiterlebnissen. Die Strategie Grüne Infrastruktur übersetzt das in konkrete Leitthemen und Handlungsziele für das Ruhrgebiet.
Was hat das mit natürlichem Klimaschutz zu tun?
Der natürliche Klimaschutz leistet zu einigen dieser Leitthemen und Handlungsziele einen besonderen Beitrag.
Was bedeutet das konkret in der Umsetzung?
Hier kommt das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz ins Spiel. „Es ist das Instrument der Bundesregierung, um die Klimaschutzziele im Bereich der Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft zu erreichen“, betonte Franziska Günther.
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz im Überblick
- Laufzeit: 2023 bis 2029
- Aktuelles Fördervolumen: 4,5 Milliarden Euro
- Handlungsfelder:
- Moore
- Flüsse, Seen und
- Auen
- Meere und KüstenWildnis
- Wald
- Böden
- Siedlungs- und Verkehrsflächen
- Forschung
- Datenerhebung
- Internationale Zusammenarbeit
Besonders spannend im Rahmen der Grünen Infrastruktur im Ruhrgebiet sei laut Franziska Günther die Förderrichtline „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“. Weitere Informationen zum Aktionsprogramm und zu den Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Website des Kompetenzzentrums Natürlicher Klimaschutz:
Sprung ins Jahr 2039: Projekte einfach machen
Pascal Faßbender und Davina Mikutta von IT.NRW nahmen uns auf dem Netzwerktag mit auf eine Zeitreise: Ein Projekt findet im Jahr 2039 seinen erfolgreichen Abschluss. Welche Rolle hat das Projektmanagement-Tool „Projekte einfach machen“ dabei gespielt?
Blick in die Zukunft
Seit gestern sind wir offiziell die grünste Industrieregion der Welt – ein großer Meilenstein. Beim Netzwerktag Grüne Infrastruktur im April 2026 stand „Chance.Natur.Ruhr“ noch am Anfang. Ziel war es, Artenvielfalt zu sichern, Wildnis zu stärken und Industrienatur weiterzuentwickeln. 13 Jahre später ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen und das mit zufriedenen Auftraggebern, starkem Netzwerk und einem Team von Projektmanagement-Expert*innen.
Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Ein entscheidender Erfolgsfaktor war dabei das Projektmanagement-Tool „Projekte einfach machen“ (PeM).
Was hat es mit der PeM-Methode auf sich?
Die Initiierungsphase nimmt in einem Projekt eine wichtige Rolle ein. Auf folgende Aspekte kommt es besonders an:
- Klare Vision: Im Beispiel-Projekt lautete diese: Das Ruhrgebiet als Beispielregion für urbane Diversität.
- Strategische Einbettung: Sie ist besonders wichtig, um für alle Orientierung zu bieten.
- Absicherung von Ressourcen: Durch sie können alle die Rahmenplanung zielführend gestalten.
- Evidenzbasierte Planung: Daten helfen, transparente Entscheidungen zu treffen.
- Integration von Stakeholdern: Sie tragen besonders zum guten Gelingen eines Projekts teil.
- Transparente Gouvernance: Es braucht klar definierte Zuständigkeiten.
Das klingt nach viel Arbeit. In unserem fiktiven Beispiel haben die Projektverantwortlichen aber lediglich vier Workshops gebraucht:
- Kick-off: Die Zusammenarbeit ist der relevanteste Faktor für den Erfolg. Im Kick-off war die Zeit Team und Stakeholder genau kennenzulernen, Orientierung zur Methode zu geben und Klarheit über die Rollen im Projekt zu schaffen. Die Beteiligten bauten ein gemeinsames Verständnis vom Vorhaben auf.
- Projektplanung: Im zweiten Workshop planten die Beteiligten das Gesamtprojekt. Alle Perspektiven wurden in einer Projektskizze zusammengeführt.
- Workshops zu Phasenwechseln: Nach einem bestimmten Zeitraum haben sich die Beteiligten in zwei weiteren Workshops angeschaut, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind und welche Schritte als nächstes anstehen. Im Fokus stand, Erkenntnisse zu sammeln und die Planung entsprechend anzupassen. Eine Retrospektive zeigte, wo das Team schon gut zusammengearbeitet hat und wo es noch besser werden kann, damit sich alle damit wohl fühlen.
Auf einen Blick: Worauf kommt es bei PeM an?
- Alle Menschen lernen die Methode, während sie diese durchführen.
- Im Zentrum steht das iterative, agile und dynamische Vorgehen. Alle Beteiligten lernen, wie sie schnell lernen können, um auf Dynamiken reagieren zu können.
- Das Projektteam strebt die direkte Umsetzung an, indem es besonders schnell konkrete Ergebnisse erarbeitet.
- Über Expert*innen und Stakeholder werden möglichst viele Fachexpertisen eingebunden, um alle wichtigen Punkte zu berücksichtigen.
Markt der Möglichkeiten – wo das Ruhrgebiet zusammenkommt
Inspiration sammeln, ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen – genau dafür bot der Markt der Möglichkeiten den passenden Rahmen. 18 Aussteller*innen präsentierten ihre Projekte rund um das Thema Grüne Infrastruktur. Was dort alles los war, zeigen wir in Bildern.
Kopfbereich
Wo war denn jetzt nochmal gleich? Eigentlich ganz einfach: Der Umriss des Ruhrgebiets auf dem Boden diente als Orientierung, wo die Stände der verschiedenen Projekte im Raum zu finden sind – nämlich dort, wo sie auch tatsächlich angesiedelt sind.
Am Stand des Regionalverbands Ruhr konnten die Besucher*innen den neuen Atlas Grüne Infrastruktur kennenlernen – eine umfassende Datensammlung mit zahlreichen Hintergrundinformationen. Der Atlas zeigt zum Beispiel: Wo gibt es noch Potenzial, die Entwicklung zur grünen Industrieregion weiter voranzutreiben? Und wie wirkt sich die Grüne Infrastruktur konkret in der Region aus?





