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Route Industrienatur

Schurenbachhalde | Industrienatur - Essen

Gute Aussichten für die Natur

Ein grüner Mantel aus Bäumen, Sträuchern, Wildkräutern und Gräsern umgibt das kahle Haupt Essens jüngster und größter Halde.

Mit 250.000 Bäumen und Setzlingen hat die Ruhrkohle AG das Projekt „Waldpark Schurenbach“ Ende der 1980er Jahre verwirklicht. Außerdem wurden Wiesen und Teiche angelegt, Ruhebänke aufgestellt und Wege ausgebaut.

Das angeschüttete Bergematerial besteht überwiegend aus basenarmen Sandsteinen und Tonschiefer. Solange diese nicht zu Böden verwittert und entwickelt sind, stehen für die Pflanzen kaum Nährstoffe zur Verfügung. Dort, wo das Wasser in dem groben Substrat schnell abfließen kann, fehlt es den Lebewesen.

Am Haldenfuß gibt es Nährstoffe und Wasser genug, wie die üppigen Brennnesselbestände und die vielen meist heimischen Baum- und Straucharten zeigen: Birken, Weiden, Pappeln, Stieleiche, Berg-, Spitz- und Feldahorn, Vogel- und Traubenkirsche, Schwarzerle sowie Schwarzer Holunder, Hasel, Brombeere, Weißdorn, Hartriegel usw. Sogar Walnussbaum und Esskastanie wachsen unterhalb der Treppe. Schon im zeitigen Frühjahr kann man hier zahlreiche Singvögel wie Rotkehlchen oder Zilpzalp hören.

Am Rand der offenen, warmen Haldenkuppe gibt es ein internationales Rendezvous: Der aus Nordostasien stammende Erbsenstrauch mit seinen langen Schoten, die silbrigweiß schimmernde Ölweide aus Nordamerika, der Sommerflieder aus China und das gelb blühende Schmalblättrige Greiskraut aus Südafrika sind dabei.

Im Frühjahr kommen viele Kröten und Grünfrösche zum Laichen an die Gewässer. Mit lautem Froschkonzert machen die Männchen auf sich aufmerksam. Schon bald tummeln sich unzählige Kaulquappen im Teich, von denen nur ein Bruchteil die Entwicklung zum Frosch erlebt.

Über der Wasserfläche führen verschiedene Libellenarten ihre unglaublichen Flugkünste vor. Wie ein Hubschrauber können einige in der Luft stehen und rückwärts fliegen, dann wieder blitzschnell davonjagen oder federleicht und lautlos dahinschweben. Für Menschen sind Libellen völlig ungefährlich – nur die vielen Insekten über dem Wasser müssen um ihr Leben fürchten.

Die Schurenbachhalde ist im Besitz des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und Standort der Route Industrienatur, einem RVR-Projekt.

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Zugang über 
Emscherstraße in Essen-Altenessen-Nord

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