Umweltindikator // Emas-zertifizierte Unternehmen

EMAS-zertifizierte Unternehmen im Ruhrgebiet

Das europäische Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) hilft Unternehmen dabei, die Aspekte Wirtschaft und Umwelt möglichst in einen Einklang zu bringen. EMAS-Unternehmen sparen Ressourcen und Kosten ein und leisten dadurch einen Beitrag für den Umweltschutz. Es wird dabei sichergestellt, dass alle Umweltaspekte von Energieverbrauch und Emissionen bis hin zur Abfallentsorgung rechtssicher und transparent umgesetzt werden. EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, welches für sich beansprucht, das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem zu sein und für alle Branchen und Betriebsgrößen umsetzbar ist. 

Im Rahmen von EMAS werden systematisch Umweltauswirkungen erfasst, die Umweltleistung kontinuierlich verbessert sowie die Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert. Dies hilft Unternehmen, ihre Rechtskonformität im Umweltbereich nachzuweisen. Außerdem können teilnehmende Unternehmen bestimmte Erleichterungen in Anspruch nehmen. 

Interpretation

Das Diagramm stellt die Anzahl der Mitarbeiter in EMAS-Zertifizierten Unternehmen im Ruhrgebiet zum Ende der Jahre 2023, 2024 und 2025 dar. Von 2023 bis 2024 hat sich die Anzahl der Beschäftigten von ca. 11.500 auf 16.400 erhöht, dies entspricht einem Anstieg um etwa 43 %. Im Jahr 2025 waren bereits ca. 26.300 Personen in EMAS-Zertifizierten Unternehmen beschäftigt. 2023 verteilten sich die Mitarbeiter auf Standorte in 26 Ruhrgebietsstädten, im Jahr 2024 waren es 32 und zum Ende des Jahres 2025 waren es bereits 52 der insgesamt 53 Ruhrgebietsstädte. 

Um das Nachhaltigkeitsprofil der regionalen Wirtschaft zu stärken ist es wichtig, dass Unternehmen möglichst ressourceneffizient und umweltfreundlich arbeiten. Eine kontinuierliche Steigerung der Quote von EMAS-Unternehmen würde eine positive Entwicklung bei diesem Vorhaben mit Zahlen untermauern. Der starke Anstieg an Beschäftigten in EMAS-Unternehmen von 2023 bis 2025 ist ein deutlich positiver Trend in diese Richtung. Die ca. 26.000 Ende des Jahres 2025 in EMAS-Zertifizierten Unternehmen Beschäftigten machten allerdings nur etwa 1,5 % der zu diesem Zeitpunkt ca. 1,8 Mio. im Ruhrgebiet sozialversicherungspflichtig Beschäftigen aus. Dieser Anteil sollte in Zukunft deutlich ansteigen.

Hintergrundinformationen

EMAS bietet sowohl kleinen als auch großen Unternehmen und Organisationen Lösungen an. Die Basis für die Umweltschutzmaßnahmen bildet die EMAS-Verordnung, die Methoden für jedes Unternehmen werden jedoch individuell zusammengestellt. Die Wahl der Maßnahmen hängt hierbei sowohl von der Branche und den Produkten ab als auch von den bisherigen Erfahrungen des jeweiligen Unternehmens mit Umweltmanagementsystemen. 

In der Regel übernehmen Umweltmanagementbeauftragte oder ein EMAS-Team im Unternehmen die Steuerung der betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen. Validiert wird der Prozess durch einen EMAS-Umweltgutachter. Aufbau und Implementierung des Systems dauern von der ersten Ist-Aufnahme bis zur externen Prüfung etwa ein Jahr. Unternehmen, die sich für die EMAS-Registrierung entscheiden, müssen den Rahmen der EMAS-Verordnung einhalten. Für die Umsetzung der Verordnung erhalten Unternehmen daher viel Unterstützung aus Politik und Wirtschaft. So bietet die Europäische Kommission Informationen und Werkzeuge wie das EMAS-Nutzerhandbuch und den Logo-Generator an. In Deutschland ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) für die Förderung von EMAS zuständig. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von EMAS.

Das Icon für das Sustainable Development Goal 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur zeigt 3 gestapelte Würfel auf orangem Grund
Sustainable Development Goal Nr. 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur
Das Icon für das Sustainable Development Goal Nr 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden stellt vier unterschiedliche Häuserfassaden vor orangenem Hintergrund darf
Sustainable Development Goal Nr. 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden

Weitere Umweltindikatoren

Es liegen 3 Ergebnisse vor.

Foto eines LKWs auf der Autobahn A40

Stickstoffdioxid-Immissionskonzentration


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Einfahrende Regionalbahn

Feinstaubbelastung (PM 10)


Luftqualität
Blick auf eine Wohnhaus mit Fassadenbegrünung in Wanne-Eickel

Feinstaubbelastung (PM 2,5)


Luftqualität
Begrüntes Dach.

Ozonkonzentration


Luftqualität

Jakob Knipfer

Team 20-4 Umweltentwicklung und Monitoring
Referat 20 Klima und Umweltschutz

knipfer[at]rvr.ruhr
49 201 2069-393