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Digitale Abbilder der Straßen in der Metropole Ruhr:

Geonetzwerk.metropoleRuhr gibt Startschuss für Regionale Straßenbefahrung

Essen. Seit 100 Jahren lässt der Regionalverband Ruhr (RVR) zum Zweck der Raumbeobachtung die Region aus der Luft fotografieren. Dass für eine so große Region flächendeckend rund 150.000 zusammenhängende Bilder vorliegen, ist bundesweit einmalig. Möglich macht dies die interkommunale Zusammenarbeit im Geonetzwerk.metropoleRuhr. Nächster Schritt der Kooperation ist, den Straßenraum mit hochauflösenden 360°-Panoramabildern und mittels Laserscan zu dokumentieren und damit ein vollständig digitales Abbild des Straßenraumes zu erzeugen.

Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin sowie Ulf Meyer-Dietrich, Stadt Dortmund und derzeitiger Lenkungskreissprecher, und Carsten Müller, Stadt Gelsenkirchen, haben jetzt die gemeinsame Kooperationsvereinbarung zum Start der regionalen Straßenbefahrung für die Metropole Ruhr unterschrieben.

Die Geschäftsstelle des Geonetzwerk.metropoleRuhrim RVR koordiniert die Durchführung einer einheitlichen Straßenbefahrung von großen Teilen des Verbandsgebietes. Durch weitergehende Auswertungen des Datenbestandes kann beispielsweise der Straßenzustand digital erfasst oder der Aufbau eines Straßenschildkatasters und damit der Abbau von unnötigen Schildern ermöglicht werden. Die Unterstützung von Einsatzplanungen bei Polizei und Feuerwehr sind weitere Anwendungsfälle.

Das gemeinsame Vorgehen der Kooperationspartner ermöglicht eine zentrale Vergabe und Softwarebeschaffung sowie einheitliche Datenstrukturen. Das spart Kosten und schafft eine verlässliche Datengrundlage auf Basis einheitlicher Standards für die Verwaltungen in der Region. Ein regelmäßiges Monitoring des Straßenraums schont zudem die Ressourcen der kommunalen Fachämter, indem beispielsweise Ortstermine durch einen Blick in die Befahrungsdaten ersetzt werden.

Im Geonetzwerk.metropole Ruhr kooperieren seit 2013 die Städte und Kreise der Metropole Ruhr, um Geoinformationen zu veredeln, regional einheitlich bereitzustellen und in smarten Anwendungen zu veröffentlichen. So sind Bebauungspläne aller Kommunen der Metropole Ruhr mit einem "Klick" abrufbar. Eine aufwendige Suche auf 53 unterschiedlichen städtischen Internet-Seiten ist nicht mehr nötig.

Der RVR ist Sitz der Geschäftsstelle. Mitglieder der interkommunalen Kooperation sind neben dem RVR die Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie die Kreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel. Weitere Beteiligte sind das Ministerium des Innern des Landes NRW sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden in den Verbandsgrenzen des RVR.

Die Kooperation im Netz:
https://geonetzwerk.metropoleruhr.de/de

 

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