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Hamm

erst Bergwerksstandort, jetzt Innovationszentrum

An ihm kommt niemand vorbei. 35 Meter hoch, 53 Meter lang mit Stoßzähnen von sieben Metern Länge: In Hamm steht der größte Elefant der Welt ‒ und stiehlt allen die Schau. Dabei hat die Stadt zwischen Ruhrgebiet und Münsterland weit mehr zu bieten, als das gläserne Rüsseltier aus dem Maximilianpark.

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Wissenschaft und Kultur

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Bedeutung erlangte Hamm als Hansestadt schon im ausgehenden Mittelalter. Sehenswerte Bauwerke wie Schloss Heessen oder das Wasserschloss Oberwerries zeugen von der reichen Geschichte. Bergbau und Eisenbahn machten die Stadt später zu einem wichtigen Industriestandort.

Einer der größten Rangierbahnhöfe Europas befand sich lange Zeit in Hamm, und noch heute sind Logistik, Energie und Chemie starke Branchen in der Stadt. Daneben hat sich Hamm mit drei Hochschulen zum Studienstandort entwickelt und verfügt über eine ausgeprägte medizinische Infrastruktur.

Die Fraunhofer Gesellschaft ist in Hamm seit 2013 durch das Anwendungszentrum SYMILA vertreten. Datenmanagement, Gesundheitstechnik, Landwirtschaft: Neuartige Anwendung können hier erarbeitet und erprobt werden.

Das Innovationszentrum nahe der Innenstadt unterstreicht die Transformationsambitionen der Stadt.

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Auf den ehemaligen Bergwerksstandorten wird indessen auf Kreativität gesetzt. Die Alfred-Fischer-Halle, der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche Sachsen, bereichert das Kulturprogramm der Stadt mit hochkarätigen Events. Zeche Heinrich Robert wird zum CreativRevier und setzt auf die Kombination mit Wohnen im direkten Umfeld des denkmalgeschützten Hammerkopfturms. Ein eigenes Jazz-Festival und der jährliche Klassik-Sommer sind weitere Highlights im Kulturkalender.

Eine Sonderstellung genießt das zentral gelegene Gustav-Lübcke-Museum. Es verfügt nicht nur ruhrgebietsweit über die umfangreichste Sammlung an ägyptischer Kunst, sondern zeigt auch Malerei des 20. Jahrhunderts und ist damit Standort der RuhrKunstMuseen, einem Netzwerkprojekt des RVR-Tochterunternehmens Ruhr Tourismus GmbH. Und sogar Pilgerstatt ist Hamm. Der Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel in Uentrop ist einer der beiden größten Hindu-Tempel in Europa. 15 000 Pilger reisen jährlich zu hohen Feiertagen dorthin, und nicht nur gläubige Hindus zeigen sich seit 2002 beeindruckt von der prachtvollen Architektur.

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Der RVR in Hamm

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Seit 1984 ist der Glaselefant aus Hamm nicht mehr weg zu denken. Die umgebaute ehemalige Kohlenwäsche der Zeche Maximilian krönte damals die erste Landessgartenschau in NRW ‒ ein erfolgreiches Beispiel für viele, die seitdem folgten. Im damals gestalteten Maximilianpark finden sich heute nicht nur Reste der alten Zeche. Werke renommierte Künstlerinnen und Künstler sind über die 22 Hektar verteilt. Eine richtungweisende Bepflanzung und ein Tropenparadies mit 80 verschiedenen Schmetterlingsarten sowie Spieldünen, Kletternetze und Wasserspielplätze machen den „Maxipark“ zum Paradies für Familien und Erholungssuchende. Der Regionalverband Ruhr (RVR) trägt den Park gemeinsam mit der Stadt Hamm.

Auch Radler kommen in großer Zahl vorbei: Der Park ist Wegepunkt der Römer-Lippe-Route, des auch vom RVR getragenen Radfernwanderweges.

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Läufer, Radler und Wanderer finden im Westen der Stadt ein ausgedehntes Revier. Höhepunkt ist die Halde Kissinger Höhe, wo der RVR rund 500 000 Bäume neu pflanzte und 17 Kilometer Strecke für Nordic Walker ausbaute. Auf dem angrenzenden Schacht-Franz-Gelände ist unter Beteiligung der Bürger der Lippepark Hamm entstanden, der mit Spielplätzen, einem Fun-Sport-Areal, einer Liegewiese mit Grillplätzen, Wiese und Wald viele Freizeitmöglichkeiten bietet. Mit orangefarbenen Haldenzeichen setzt der RVR auch optisch die insgesamt fünf beteiligten Halden zu einander in Beziehung.

Nicht zu finden sind diese Zeichen hingegen auf den drei Gipfeln der Halde Sachsen im Norden von Hamm. Hier verbinden sich künstlerische Landschaftsarchitektur, Industrienatur und Kunst. Aufgrund ihres Artenreichtums ist die Halde Teil der RVR-Route Industrienatur.

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GUT ZU WISSEN

Sole statt Kohle: Was die Probebohrungen 1875 nahe der Lippe zu Tage förderten, war nicht die erhoffte schwarze Gold, sondern: Wasser. Zunächst zögerlich begann damit eine kleine Erfolgsgeschichte, die Hamm zwischenzeitlich zum Kurort machte: Bad Hamm. Mitte der 1950er Jahre war es damit zwar schon wieder vorbei. Aber die knapp 180 000 Einwohner der Stadt genießen immer noch den Kurpark und freuen sich über ein mittlerweile denkmalgeschützes Kurhaus.

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