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Daten und Fakten – Treibhausgas-Emissionen im Ruhrgebiet

In der Metropole Ruhr wurden 2017 rund 83 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen freigesetzt – fünf Prozent weniger als 2012. Das zeigt die regionale Treibhausgas-Bilanz des RVR, die er Ende 2020 zum ersten Mal vorgelegt hat.

Der Rückgang ist größtenteils auf den Einsatz erneuerbarer Energien zurückzuführen. Insgesamt betrug der Endenergieverbrauch 2017 in der Metropole Ruhr etwa 222 Terawattstunden. Dieser Wert ist trotz gestiegener Einwohnerzahl im Vergleich zu 2012 nahezu konstant geblieben.

Die Treibhausgas-Emissionen pro Kopf liegen mit 16,2 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2017 deutlich über den Vergleichswerten von NRW und Deutschland. Ein Grund dafür ist die Großindustrie im Ruhrgebiet, vor allem die Eisen- und Stahlproduktion. Deren Endenergieverbrauch ist zwischen 2012 und 2017 um vier Prozent angestiegen.

Auch im Bereich Verkehr verzeichnet die Metropole Ruhr einen Anstieg um drei Prozent, während im Bereich der Wirtschaft eine Senkung des Verbrauchs um sechs Prozent festgestellt werden konnte. Um sieben Prozent sank der Energieverbrauch bei den privaten Haushalten für Strom und Wärme.

Rund sieben Prozent des verbrauchten Stroms im Ruhrgebiet kam 2017 aus vor Ort installierten Anlagen an erneuerbaren Energien. Das ist wenig angesichts des Potentials für Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Metropole Ruhr. Gemäß RVR-Solardachkataster sind über eine Millionen Dächer für Photovoltaik geeignet. Wenn diese genutzt würden, könnten jährlich etwa fünf Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Mit der regelmäßigen Erhebung zu den Treibhausgas-Emissionen in der Metropole Ruhr legt der RVR jetzt alle zwei Jahre aktuelle, valide und vergleichbare Daten vor und unterstützt die Kreise und Kommunen im Ruhrgebiet bei der Erstellung von kommunalen bzw. kreisweiten Treibhausgas-Bilanzen.

RVR - Treibhausgas-Bilanz

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