Kopfbereich

Energie- und Treibhausgas (THG)-Bilanzen

Unterstützung für Kommunen und Kreise

Der Regionalverband Ruhr (RVR) sammelt kontinuierlich und flächendeckend Daten zu Energieverbräuchen und Treibhausgas (THG)-Emissionen in der Metropole Ruhr und unterstützt seine Mitgliedskommunen und Kreise bei der Erarbeitung von Energie- und THG-Bilanzen.

Um Klimaschutzziele zu erreichen ist es notwendig zu wissen, wo man steht. Die Energie- und THG-Bilanzen dienen allen Gebietskörperschaften als wichtige Grundlage, um Klimaschutzmaßnahmen zielgerichtet zu planen, zu bewerten und voran zu treiben.

Die Bilanzen werden vom RVR im regelmäßigem Turnus von zwei Jahren aktualisiert und zentral für jede Mitgliedskommune und jeden Kreis in der Metropole Ruhr fortgeschrieben.

 

Zu sehen sind Diagramme zur Treibhausgasbilanz.
Ausriss Titelblatt Treibhausgas-Bilanz. © RVR

Gut zu wissen

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrieregion müssen alle Akteure im Ruhrgebiet (wie Kommunen, Gewerbe- und Industriebetriebe, Verkehrsbetriebe etc.) ihre Anstrengungen weiter verstärken. Aber auch jede(r) Einzelne kann dazu beitragen, die Treibhausgase in der Metropole Ruhr zu reduzieren. Mit Onlinetools, wie dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes, ist es für Jedermann auf einfache Weise möglich, eine individuelle, personenspezifische CO2-Bilanz zu berechnen und diese für die Zukunft zu optimieren.

uba.co2-rechner.de

25-50-25 grau

Zu sehen ist ein Balkendiagramm mit den THG-Emissionswerten.
Entwicklung der THG-Emissionen in der Metropole Ruhr (differenziert nach Energieträgern). © RVR

Reduktion - aber noch keine Trendwende

In der Metropole Ruhr wurden im Jahr 2020 rund 71 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt – neunzehn Prozent weniger als im Jahr 2012. Der Rückgang der THG-Emissionen ist größtenteils auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Von einer merklichen Trendwende kann jedoch noch nicht gesprochen werden. In der Prognose für 2021/2022 werden die Emissionen zunächst wieder etwas ansteigen. Die Treibhausgas-Emissionen pro Kopf liegen mit 13,9 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2020 noch deutlich über den Vergleichswerten von Land NRW und Bund.

Die Industrie, insbesondere die Stahl- und Chemieindustrie, hat den mit Abstand größten Anteil an den Emissionen im Ruhrgebiet. Aufgrund der hohen Nachfrage an Energie, welche momentan zu großen Teilen aus fossilen Quellen stammt, bietet zukünftig der Einsatz von grünem Wasserstoff die Chance, allein im Bereich der Industrie einen deutlichen Teil der Gesamtemissionen einzusparen.

25-50-25 weiß

Grafische Darstellung der linearen Pfade.
Mögliche (lineare) Pfade zum Erreichen der THG-Neutralität in der Metropole Ruhr. © RVR

Download

DERZEITIGER PFAD ZUM ERREICHEN DER KLIMAZIELE NOCH NICHT AUSREICHEND

Die Metropole Ruhr hat sich als Ziel gesetzt, bis spätestens zum Jahr 2045 eine Treibhausgas-Neutralität zu erreichen. Um diesem Klimaziel gerecht zu werden, sind in allen Sektoren sukzessive Anwendungen, bei denen klimaschädliche Gase freigesetzt werden, durch nahezu emissionsfreie Technologien oder Prozesse zu ersetzen (z. B. mittels erneuerbarer Energien).

Im Jahr 2020 konnten die im Ruhrgebiet installierten erneuerbaren Energien rund neun Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Metropole Ruhr decken. Der Ausbau der erneuerbaren Energien entwickelt sich insgesamt zwar positiv, angesichts des großen Potenzials für Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Metropole Ruhr könnte diese Entwicklung jedoch stärker sein. Gemäß RVR-Solardachkataster sind über eine Millionen Dächer für Photovoltaik geeignet. Wenn diese genutzt würden, könnten jährlich etwa fünf Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Begleitet werden muss dies durch Maßnahmen, die eine absolute Verringerung des Energieverbrauchs sowie Effizienzsteigerungen bewirken.

Kontaktbox(en)

Marc-André Täuber

Referat Klima und Umweltschutz
Team Klimaschutz

+49 201 2069-435
taeuber@rvr.ruhr