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Energie- und Treibhausgas (THG)-Bilanzen

Unterstützung für Kommunen und Kreise

Der Regionalverband Ruhr (RVR) sammelt kontinuierlich und flächendeckend Daten zu Energieverbräuchen und Treibhausgas (THG)-Emissionen in der Metropole Ruhr und unterstützt seine Mitgliedskommunen und Kreise bei der Erarbeitung von Energie- und THG-Bilanzen.

Um Klimaschutzziele zu erreichen ist es notwendig zu wissen, wo man steht. Die Energie- und THG-Bilanzen dienen allen Gebietskörperschaften als wichtige Grundlage, um Klimaschutzmaßnahmen zielgerichtet zu planen, zu bewerten und voran zu treiben.

Die Bilanzen werden vom RVR im regelmäßigem Turnus von zwei Jahren aktualisiert und zentral für jede Mitgliedskommune und jeden Kreis in der Metropole Ruhr fortgeschrieben.

 

Gut zu wissen

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrieregion müssen alle Akteure im Ruhrgebiet (wie Kommunen, Gewerbe- und Industriebetriebe, Verkehrsbetriebe etc.) ihre Anstrengungen weiter verstärken. Aber auch jede(r) Einzelne kann dazu beitragen, die Treibhausgase in der Metropole Ruhr zu reduzieren. Mit Onlinetools, wie dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes, ist es für Jedermann auf einfache Weise möglich, eine individuelle, personenspezifische CO2-Bilanz zu berechnen und diese für die Zukunft zu optimieren.

uba.co2-rechner.de

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Reduktion - aber noch keine Trendwende

Die Emissionen in der Metropole Ruhr sind in den vergangenen Jahren gesunken. Zwischen den Jahren 2012 und 2017 konnten diese um ca. 5 Prozent reduziert werden und betrugen im Jahr 2017 rund 83 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Dieser Rückgang der Emissionen ist größtenteils auf den fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien zurückzuführen.

Dennoch kann von einer merklichen Trendwende noch nicht gesprochen werden, insbesondere da der den THG-Emissionen zu Grunde liegende Endenergieverbrauch seit Jahren nahezu konstant geblieben ist und im Jahr 2017 ca. 222 Terawattstunden betrug.

Die THG-Emissionen pro Kopf lagen im Jahr 2017 mit 16,2 Tonnen CO2-Äquivalenten deutlich über den Vergleichswerten vom Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie der Bundesrepublik Deutschland – wenngleich ein entscheidender Faktor hierfür die im Ruhrgebiet ansässige Schwerindustrie (insb. zur Eisen- und Stahlproduktion) ist. Bei den derzeit angewendeten Produktionsverfahren finden naturgemäß hohe Energieverbräuche statt und es entsteht eine große Menge an THG-Emissionen.

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private Haushalte reduzieren am deutlichsten

Am deutlichsten reduziert werden konnten die THG-Emissionen im Bereich der privaten Haushalte – trotz Bevölkerungszuwachs in der Metropole Ruhr. Gebäudeeffizienzmaßnahmen und Verhaltensänderungen der Menschen spielen hierbei eine große Rolle und sollten von jedem weiter verstärkt werden.

Um ein verbleibendes, an das Pariser Klimaschutzabkommen angelehnte CO2-Budget einzuhalten, müssen die THG-Emissionen in der Metropole Ruhr sehr zügig gesenkt werden. Eine frühzeitige, überproportionale Reduktion erlaubt langfristig noch Spielraum, erfordert zugleich aber auch, dass erhebliche Maßnahmen zeitnah angestoßen werden.

Sukzessive sind Anwendungen, bei denen klimaschädliche Gase freigesetzt werden, durch nahezu emissionsfreie Technologien oder Prozesse zu ersetzen (z. B. mittels erneuerbarer Energien). Begleitet werden muss dies durch Maßnahmen, die eine absolute Verringerung des Energieverbrauchs sowie Effizienzsteigerungen bestehender Anwendungen bewirken.

Kontaktbox(en)

Marc-André Täuber
Referat Klima und Umweltschutz
Team Klimaschutz
+49 201 2069-435
taeuber@rvr.ruhr