Erholungsraum für Mensch und Tier

Mit einer Fläche von 140 Hektar ist Großes Holz eine der größten Halden der Region. Zugleich ist sie einer der besten Aussichtspunkte im östlichen Ruhrgebiet und bietet Ausblicke bis nach Dortmund, in die Lippe-Niederung und ins Sauerland. Sie war die erste in einer Reihe von Berglandschaften im Ruhrgebiet, die bewusst als Naherholungsgebiet für die Menschen und Lebensraum für Tiere und Pflanzen geplant wurde. Der Regionalverband Ruhr (RVR) übernahm die Halde 2006.

Seit 1962 diente die Halde Großes Holz zur Entsorgung des Bergematerials der Zechen Monopol und Haus Aden. Der Name der Halde leitet sich aus einem bis in die 1970er-Jahre existierenden Buchenwald ab. Einem Konzept der Ruhkohle AG folgend wurden bereits bei ihrer Aufschüttung Umweltbelange und Landschaftsgestaltung in die Planung einbezogen. Zunächst wurde nur der südliche Teil der Halde rekultiviert – die Adener Höhe, der mit 148 Metern über NN höchste Punkt des Haldenkomplexes. Der Blick geht von dort aus weit über die Region.

Daten & Fakten

Höhe über NN: 148 Meter

Höhe der Aufschüttung: 92 Meter

Fläche: 140 Hektar

Bergehalde mit blauem Band

Leuchttürme und blaue Stauden im Korridorpark

Die dominierende Farbe auf der Halde ist Blau. Blau blühende Stauden und Sträucher wie Lavendel, Lupine und Sommerflieder formen ein blaues Parkband. Neun blau schimmernde „Leuchttürme“ aus Stahl und Plexiglas, die an das Fördergerüst der Zeche Monopol erinnern, säumen den Weg.

Mit blauem Glas gefüllte Gabionen komplettieren das Bild. Insgesamt finden Besucherinnen und Besucher genügen Platz, um sich ausgiebig zu bewegen. Und auch für Tiere wie die schützenswerte Kreuzkröte oder den Kiebitz, bieten die weiten Flächen einen wichtigen Lebensraum.

Die EU und das Land NRW investierten im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-Lippe rund zwei Millionen Euro in den Ausbau. Zehn Prozent der Investitionssumme stammten aus Eigenmitteln des RVR.

Zum Konzept gehören außerdem ein Gräserfeld sowie das mit Kiefern und Koniferen gestaltete Baumplateau.

Der nordwestliche Teil der Halde direkt am Datteln-Hamm-Kanal, das sogenannte Kanalband, ist noch in Arbeit: Zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 soll hier eine Naturarena entstehen.

Ein „Impuls“ für die Region

Weit mehr als eine reine Landmarke ist die Lichtskulptur „Impuls“ der Kölner Künstler Dirk und Maik und Löbbert. Die 30 Meter hohe Lichtsäule krönt seit 2010 die Adener Höhe.
Vom höchsten Punkt der Halde aus leuchtet sie mit der Kraft von rund 15.000 LED-Lichtern pulsierend in den Himmel.

Vier Jahre nach der Installation der Landmarke wurde das Haldenplateau mit einer ellipsenförmigen Betonfläche und einer Treppe neu gestaltet.

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Beste Aussichten

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Aktuelle Impressionen sowie Einblicke in die wechselnden Tages- und Jahreszeiten auf der Halde bietet das Kameraauge der Webcam in 120 Metern Höhe.

Vom Haldengipfel

Die Halde Großes Holz bietet eine schöne Aussicht über das Land an der Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal sowie über die stillgelegten Bergwerke Haus Aden und Monopol mit ihren Schachtanlagen.

Wer sich für die Weiterentwicklung der Haldenlandschaft am Kanal interessiert, hat von hier einen guten Überblick über die Arbeiten an der Wasserstadt Aden und die Umwandlung der Kanal-Uferzone in ein Freizeitband.

360-Grad-Panorama-Ansicht

Genießen Sie einen Rundumblick vom Gipfel der Halde Großes Holz aus. Dazu einfach den Pfeil bei gedrückter Maustaste über das Bild bewegen.

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Besucherinfos

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Lageplan

Adresse

Erich-Ollenhauer-Straße oder Parkplatz Waldstraße,
59192 Bergkamen

Anfahrt

ÖPNV
Haltestelle „Erich-Ollenhauer-Straße“

Rad
Knotenpunkt 19 (Bergkamen)

Hintergrundwissen

Die Halde Großes Holz bildet gemeinsam mit den Halden Haus Aden 1 und 2 sowie der Halde Monopol die Haldenlandschaft „Bergkamener Alpen“. Zwei weitere Halden in unmittelbarer Nähe – die Halden Grimberg I/II und Grimberg III/IV (Halde Kuckuck) – wurden abgetragen und existieren heute nicht mehr.

Nach Stilllegung der beiden Bergwerke Monopol und Haus Aden begann die Rekultivierung des zentralen und nördlichen Haldenbereichs: 2006 erwarb der RVR die Bergehalde, zwei Jahre später war der sogenannte Korridorpark fertig, der als West-Ost-Achse alle öffentlichen Haldenbereiche verbindet.

In die Zukunft geblickt

Der RVR erarbeitet zurzeit ein gesamtregionales Konzept für die Halden der Metropole Ruhr. 58 Halden, die sich bereits im Eigentum des Verbandes befinden oder bis 2035 übernommen werden, stehen im Fokus. Die von Menschen geschaffenen Berge der Region sollen künftig noch stärker für Tourismus und Naherholung genutzt werden.

Ziel ist es, Themenschwerpunkte zu schaffen und jeder Halde eine eigene Identität zu geben. Parallel dazu werden aktuell einzelne Haldenstandorte auf ihr Potenzial zur Nutzung von Windkraft und Solarenergie untersucht.

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Regionalverband Ruhr
info@rvr.ruhr
+49 201 2069-0