Der höchste Berg am Niederrhein

Das „Hallenhaus“ der Künstlergruppe „Observatorium“ ist schon von weitem zu sehen, vor allem, wenn es nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet ist. Darüber hinaus entwickelt der Regionalverband Ruhr (RVR) seit dem Ankauf der Halde 2002 Möglichkeiten der sportlichen Freizeitnutzung: Wander-, Walking- und Mountainbike-Strecken werden ergänzt durch einen Startplatz für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Sportlich ist schon der Aufstieg über die „Himmelstreppe“: 359 Stufen führen über 52 Höhenmeter auf kurzem Weg zum Haldentop. Die im Handlauf der Treppe angebrachten LED-Leuchten weisen bei Dunkelheit den direkten Weg nach oben. Die Stahltreppe ist auf Stützen gelagert und wächst langsam in den Berg. Nach dem vom Haldenfuß aus gesehenen ersten Treppenabschnitt werden Besucherinnen und Besucher über eine Steganlage durch das vorhandene Feuchtbiotop geführt, einen Schilfgürtel.

Zahlen & Fakten

Höhe über NN:  86 Meter
Höhe der Aufschüttung: 49 Meter
Fläche: 48 Hektar

Aufstieg in den Himmel

„Hallenhaus“ erinnert an vorindustrielle Zeit

Die Hektik des Alltags ist auf der Halde Norddeutschland schnell vergessen, denn man ist dem Himmel nahe. Die Weite des Haldenplateaus mit „Hallenhaus“ und „Bergarena“ am „Thingplatz“ strahlen Ruhe aus. Thingplätze hießen die Versammlungsorte der Germanen für Rechts- und Stammesangelegenheiten. Das als Stahlgerüst errichtete Kunstwerk „Hallenhaus“ der Künstlergruppe „Observatorium“ besteht aus den Modulen unterschiedlich geformter Stahlgerüste und thront an exponierter Stelle.

Zusammengesetzt und aneinandergereiht ergibt das Hallenhaus die Abmessungen von 15 mal 18 Metern bei einer Firsthöhe von 10 Metern über dem Boden. Zwei Module sind herausgenommen und symbolisieren damit die Veränderbarkeit des Gesamtraumes.

Aktive Freizeitnutzung

In den zurückliegenden Jahren wurde die Halde Norddeutschland mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des RVR für die aktive Freizeitnutzung entwickelt. Am Haldenfuß wurden 150 Besucherparkplätze eingerichtet. Aktuelle Info-Tafeln erleichtern die Orientierung vor Ort. Ein beleuchteter Panoramaweg mit Aussichtsplätzen und eine Rasenarena mit Betonblockstufen zum Ausruhen locken Erholungssuchende und Freizeitsportler gleichermaßen an.

Zudem wird die Halde gern für Open-Air-Veranstaltungen genutzt. An der Westflanke existieren Möglichkeiten für Drachen- und Modellsegelfliegen, Paragliding und Nordic Walking. Auf der Kuppe gibt es einen 30 x 30 Meter großen Startplatz für Gleitschirmflieger. Gelandet wird auf einem 150 x 150 Meter großen Feld am Fuß der Halde.

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Beste Aussichten

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Vom Haldengipfel

Von der Halde Norddeutschland aus bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die niederrheinische Landschaft.

Barrierefrei zugänglich

Um auch Menschen mit Handicap den Ausblick vom Haldentop anzubieten, gibt es die Möglichkeit, mit dem eigenen Pkw bis ganz nach oben zu fahren.

Interessierte erhalten die Zufahrtsberechtigung sowie den Schlüssel für die Schranken beim Stadtmarketing der Stadt Neukirchen-Vluyn.

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Besucherinfos

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Lageplan

Adresse

Geldernsche Straße
47506 Neukirchen-Vluyn

Anfahrt

ÖPNV
Haltestelle „Gewerbegebiet Nord“, etwa 1,7 Kilometer Fußweg bis zum Fuß der Halde

Rad
Knotenpunkt 47 (Neukirchen-Vluyn)

Hintergrundwissen

Die Halde Norddeutschland entstand aus Abraum des ehemaligen Bergwerks Niederberg, ihre Schüttung wurde im März 2001 abgeschlossen. Über 80 Millionen Tonnen nicht kohleführendes Gestein wurden zu dieser 102 Meter hohen Bergkulissen im ansonsten „platten Land“ aufgetürmt.

Die Halde Norddeutschland ist seit 2002 im Besitz des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und das Leitprojekt des Landschaftsparks NiederRhein, einem Projekt der Städte Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg.

In die Zukunft geblickt

Der RVR erarbeitet zurzeit ein gesamtregionales Konzept für die Halden der Metropole Ruhr. 58 Halden, die sich bereits im Eigentum des Verbandes befinden oder bis 2035 übernommen werden, stehen im Fokus. Die von Menschen geschaffenen Berge der Region sollen künftig noch stärker für Tourismus und Naherholung genutzt werden.

Ziel ist es, Themenschwerpunkte zu schaffen und jeder Halde eine eigene Identität zu geben. Parallel dazu werden aktuell einzelne Haldenstandorte auf ihr Potenzial zur Nutzung von Windkraft und Solarenergie untersucht.

mehr dazu

Regionalverband Ruhr
info@rvr.ruhr
+49 201 2069-0