Auf rund 7 Hektar Fläche entstand ein moderner, multifunktionaler Park, der Sport, Naherholung und soziale Treffpunkte miteinander verbindet. Die ursprüngliche Idee wurde durch die Notwendigkeit angestoßen, den alten Tennenplatz in einen zeitgemäßen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Durch die Einbeziehung angrenzender städtischer Flächen konnte ein vielseitiges Angebot geschaffen werden, das die Lebensqualität im Stadtteil deutlich verbessert.
Durch die parkartige Gestaltung der Flächen ist genügend Raum für sportliche Aktivitäten und Erholung vorhanden. Die bisher angelegten Pflanzflächen und Baumpflanzung liefern ein Grundgerüst an Parkgrün, das zukünftig ergänzt und nach klimatischen und ökologischen Anforderungen stetig angepasst werden kann.
Die Gestaltung orientierte sich an Kriterien wie Transparenz, gute Einsehbarkeit und Beleuchtung, um Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen und Angsträume zu vermeiden. Rund 70 adaptive LED-Leuchten sorgen bis heute für eine gute Beleuchtung bei Dunkelheit.
Der Park wurde so konzipiert, dass er eine breite Zielgruppe anspricht. Zu den modernen Trendsportflächen zählen: Calisthenics, ein Pumptrack, Tecball, eine überdachte Beachhall, ein asphaltiertes Rollsportfeld und eine Bouleanlage, die flexibel genutzt werden und bei Bedarf auch für neue Trends schnell angepasst werden können. Im Zentrum des Parks liegt ein großer Stadtteilspielplatz für Kinder sowie vielfältige Bewegungsangebote für Erwachsene, die auch ohne Vereinsbindung nutzbar sind.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist das neue Integrations- und Gesundheitshaus am Eingang des Parks. Das offene, transparente Gebäude bietet Umkleidemöglichkeiten, Sanitäranlagen und ein Café mit Außenbereich. Es dient als Treffpunkt und Stadtteilzentrum, das die soziale Infrastruktur stärkt und die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen fördert. Das Gebäude und der Park sind durch den neu gestalteten Platz am Kreisverkehr Horster Straße und die umliegenden Quartiere miteinander verbunden, um eine lebendige, zentrale Stadtteilmitte zu schaffen.
Ziele
- Stadtquartiere mit klima- und gesundheitswirksamer Grüner Infrastruktur nachrüsten
- Parkanlagen fit und attraktiv für die Zukunft machen
- Grüne Infrastruktur zum Sport-, Spiel und Bewegungsraum entwickeln
- Industrienatur integriert entwickeln und identitätsstiftenden Charakter stärken
- Grüne Infrastruktur koproduzieren und soziale Teilhabe fördern
- Zusammenwirken von Grüner Infrastruktur und regenerativen Energien aktiv gestalten
Aktivitäten & Meilensteine
Der Weg von der Idee bis zur Umsetzung des Sportparks Mottbruch verlief in mehreren wichtigen Phasen. Zunächst gab es den Auftrag, den bestehenden Tennenplatz in einen Kunststoffrasenplatz umzubauen. In der Planungsphase wurden verschiedene Dokumente und Konzepte einbezogen, darunter das Handbuch Grüne Infrastruktur Gladbeck, die Sportverhaltensanalyse Gladbeck, das Integrationskonzept Brauck sowie der Spielraumleitplan. Zudem wurde ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die Haldenwelt erstellt, das die Grundlage für den weiteren Verlauf bildete. Anschließend wurde der Förderantrag gestellt, um die notwendigen finanziellen Mittel zu sichern. Während der gesamten Projektlaufzeit wurde die Bürgerbeteiligung aktiv gestaltet, um die Akzeptanz zu fördern und die Bedürfnisse der Gemeinschaft bestmöglich zu berücksichtigen.
Ein entscheidender Meilenstein war der Bau des Kunstrasenplatzes sowie der Abriss des alten Vereinsheims und der Bau des neuen Integrationshauses, das im Rahmen eines Richtfestes gefeiert wurde. Weitere wichtige Schritte waren der Bau der Teststrecke Sandlaufbahn, der beheizbaren Beachvolleyballanlage sowie die Gestaltung der Freiflächen. Die offizielle, feierliche Eröffnung des Sportparks am 10. Mai 2025 markierte einen bedeutenden Meilenstein in der Umsetzung. Nach der Eröffnung erfolgte eine Evaluation, um die Nutzung und die Wirksamkeit des Projekts zu überprüfen und ggf. Optimierungen vorzunehmen. Das Projekt wird zudem im Zuge der Weiterentwicklung im Rahmen der IGA 2027 fortgeführt.
Kooperation & Vernetzung
- Die Stadt Gladbeck als Projektträger und Koordinator.
- Lokale Vereine, soziale Organisationen, Initiativen und Bürgerinnen und Bürger für die Bedarfsermittlung und Nutzung.
- Bauunternehmen, Architekten und Fördermittelgeber für die fachliche Umsetzung.
- Kooperationen wurden durch regelmäßige Abstimmungen, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Planungsrunden aktiviert.
Transparente Kommunikation, Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Bürgerbeteiligung und
Evaluation des Projekts wurde durch ein externes Büro begleitet.
Lessons Learned
Zentrale Erkenntnisse, die auch für die Umsetzung anderer Projekte von Nutzen sein können, sind vor allem die Bedeutung der frühzeitigen Bürgerbeteiligung und der transparenten Kommunikation. Die Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner sowie lokaler Akteure sorgt für eine höhere Akzeptanz und ermöglicht eine bedarfsgerechte Planung. Zudem hat sich gezeigt, dass eine ganzheitliche Herangehensweise, die ökologische, soziale und funktionale Aspekte miteinander verbindet, nachhaltige und vielfältige Nutzungsangebote schafft. Während des Projektverlaufs war es wichtig, flexibel zu bleiben und auf unvorhergesehene Herausforderungen, wie Bauzeiten oder Genehmigungen, schnell reagieren zu können. Die enge Zusammenarbeit mit Fördermittelgebern, Fachbüros, Vereinen und der Bürgerschaft hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nachhaltigkeit, die durch umweltgerechte Bauweisen, Begrünung und den Einsatz nachhaltiger Materialien umgesetzt wurde.
Aufgrund der hohen Komplexität der Aufgabe wäre es sicherlich sinnvoll gewesen, eine Projektsteuerung für die Planungs- & Bauprozesse zu implementieren.
Lageplan
Anschrift
SportPark Mottbruch
Roßheidestraße 4
45968 Gladbeck
Deutschland
Übersicht
Projektleitung
Stadt Gladbeck
Akteur:innen
Lokale Sportvereine, soziale Organisationen, Initiativen und Bürgerschaft
Kosten
Einmalig: 15,5 Mio € (Bausumme: 9.440.000,00€ Park, 6.100.000,00€ Gebäude)
Laufend: Der Unterhaltungsbedarf für das Gebäude sowie für den Park wird inkl. aller Wartungen und sicherheitstechnisch Überprüfungen auf rund 300.000 €/Jahr geschätzt.
Finanzierung
Städtebauförderung: Zukunft Stadtgrün
Projektgröße
ca. 7 ha, davon 2,5 ha Sportflächen
Laufzeit
2017 wurde der Förderantrag eingereicht. Die Eröffnung fand im Mai 2025 statt. Die Verstetigung des Projekts wird kontinuierlich weiterentwickelt, insbesondere im Rahmen der IGA 2027.





























