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im Naturschutzgebiet "Witte Berge und Deutener Moore"

46514 Schermbeck

Hintergrund
Im Naturschutzgebiet „Witte Berge und Deutener Moore“ in der Üfter Mark wurde 2024 ein herausragendes Naturschutzprojekt umgesetzt. Eine eiszeitliche Binnendüne wurde auf insgesamt 2 ha freigelegt und von Aufwuchs befreit. Die bereits hohe Be-deutung der Üfter Mark für stark gefährdete Lebensräume und Arten der atlantischen Sandlandschaft konnte so weiter gesteigert werden.

Zielsetzung
Die Üfter Mark stellt für den RVR das wichtigste Gebiet mit verbandseigenen Flächen für die auf lichte und trockene Verhältnisse angewiesenen Arten auf Sand dar. Die im Gebiet vorkommenden Binnendünenkomplexe sind in der Regel bewaldet. Untersuchungen haben ergeben, dass der Dünenkomplex im Osten der Üfter Mark wohl der einzige ist, der sich über eine großflächige Offenlage ökologisch optimieren lässt. Die Offenlage von Binnendünen ist ein probates Mittel zur Förderung typischer und stark gefährdeter Lebensraumtypen und Arten der Atlantischen Sandlandschaft. Hervorzuheben sind hier trockene Sandheiden und Dünen mit offenen Grasflächen. Als besonders von der Maßnahme profitierende Arten sind Zauneidechse, Heidelerche, Ziegenmelker, Baumpieper und den Ameisenlöwen zu nennen.

Umsetzung
Bereits im Herbst 2022 wurden 0,8 ha der Binnendüne abgezogen, also sowohl von Bewuchs als auch ihrer Rohhumusauflage befreit. Mit dem integrierten LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ ergab sich im Jahr 2024 die Gelegenheit, diese Fläche auf nun insgesamt 2 ha zu vergrößern. Die Dünenfläche war vor Maßnahmenbeginn nahezu vollständig mit dem invasiven Strauch Späte Traubenkirsche bewachsen und damit aus ökologischer Sicht wertlos. Um das vorhandene ökologische Potenzial der Binnendüne nutzen zu können, wurden die komplette Vegetationsschicht (mit Ausnahme der alten Kiefern) und rund 10–15 cm Rohhumusauflage bis zum mineralischen Sand entfernt. Die Düne liegt unmittelbar am Hohe Mark Steig; somit ist die Offenlage auch gut für Besucher*innen erlebbar und steigert die Attraktivität des Wanderwegs.

Förderung
Die Maßnahme wurde als Teil des Programms „Integriertes LIFE-Projekt Atlantische Sandlandschaften“ zu 100 Prozent von der EU und dem Land NRW gefördert. Das integrierte Life-Projekt dient der Förderung der nährstoffarmen Lebensräume auf Sand in der Atlantischen Region.
 

Förderung typischer und stark gefährdeter Lebensraumtypen und Arten der Atlantischen Sandlandschaft. Hervorzuheben sind hier trockene Sandheiden und Dünen mit offenen Grasflächen. Als besonders von der Maßnahme profitierende Arten sind Zauneidechse, Heidelerche, Ziegenmelker, Baumpieper und der Ameisenlöwe zu nennen.

Die Umsetzung erfolgte durch Ruhr Grün, die Finanzierung der Maßnahme lief über das integrierte Life-Projekt "Atlantische Sandlandschaften", dessen Koordination bei der Bezirksregierung Münster angesiedelt ist. Im Vorfeld der Maßnahmenumsetzung fanden Abstimmungen mit dem Kreis Recklinghausen sowie dem Regionalforstamt Ruhrgebiet statt. 

Anschrift

Erweiterung der offenen Sanddünen

46514 Schermbeck
Deutschland

Interview mit Oliver König
 

Stand: August 2025