Schattiges Plätzchen gesucht?
Das Projekt CATCH4D hat die Stadt Dortmund bei der Erreichung ihrer Klimaziele durch neuartige Technologien und Datenprodukte unterstützt. Dabei ist ein umfassendes dreidimensionale Thermografiemodell der gesamten Stadt entstanden, das Aufschluss über die Energieeffizienz von Gebäuden und Stadtgebieten gibt und mit dem sich städtische Hitzeinseln und kühle Orte (Schattenplätze) identifizieren lassen.
Die Ergebnisse der Datenanalysen wurden dazu genutzt, konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen in Dortmund zu unterstützen. Immobilieneigentümer*innen erhielten einen schnellen Einblick in die Thermografie ihrer Häuser und konnten sich zu Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beraten lassen. Mit der entstandenen Schattenkarten können sich Bürger*innen außerdem über die geeignetsten (kühlen) Orte für ihre täglichen Aktivitäten informieren: catch4d.de/schattenkarte/
Das Projekt wurde im Sommer 2024 von einem „Grünen Zimmer“ begleitet, das in der Dortmunder Nordstadt und im Gewerbegebiet Dorstfeld-West anschaulich über die Bedeutung von Stadtgrün und dringend notwendige Klimaanpassungen in Städten informierte. Passant*innen fanden dort einen Ort zum Verweilen, Ausruhen und Begegnen. Forschung, Praxis und die betroffenen Menschen vor Ort trafen bei verschiedensten Informations-- und Aktionstage aufeinander.
Ziele
Mit CATCH4D hat sich das Projektteam zur Aufgabe gemacht, die Stadt Dortmund bei der Erreichung ihrer Klimaziele durch neuartige Technologien und Datenprodukte zu unterstützen.
Aktivitäten & Meilensteine
Mai 2023: Start des Projekts
Februar 2024: Überfliegung der Stadt Dortmund zur Datengewinnung
Sommer 2024: "Grünes Zimmer"
August 2024: Onlinestellung der Schattenkarte
Herbst 2024: Energieberatung der Eigentümer*innen, Thermografiespaziergänge
Mai 2025: Abschluss des Projekts
Kooperation & Vernetzung
CATCH4D war ein Projekt der ILS Research gGmbH (Tochtergesellschaft des ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Kooperation mit der Stadt Dortmund. Das Projekt wurde gefördert innerhalb des Action Fund 2.0 des internationalen Netzwerks ICLEI – Local Governments for Sustainability.
Die zwei Standorte des "Grünen Zimmers" wären ohne lokale Kooperationen nicht so erfolgreich möglich gewesen. Am Standort in der Nordstadt kooperierte das Projektteam intensiv mit Akteur*innen aus dem Quartier wie der NachbarBude, dem Seniorenbüro, der AWO, der Verbraucherzentralr oder dem Verein Train of Hope. Im Gewerbegebiet konnte das Gelände eines Unternehmens genutzt werden.
Lessons Learned
Entscheidend für den Projekterfolg war vor allem die Einbettung der Forschung in konkrete Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen der städtischen Klimastrategien (u.a. Hitzeaktionsplanung), durch die sich der praktische Nutzen der Daten und Tools testen und demonstrieren ließ. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen von Fachämtern über lokale gemeinnützige Organisationen bis hin zu Bürger*innen förderte nicht nur den Wissenstransfer, sondern insbesondere auch die Einbindung relevanter Zielgruppen, auch wenn bestimmte Gruppen, wie etwa migrantische Communities, sicherlich immer noch unterrepräsentiert sind. Insgesamt zeigt das Projekt: Weder datenbasierte Innovation noch Partizipation allein reichen aus. Erst ihre Verknüpfung ermöglicht wirksame, gerechte und zukunftsfähige Klimastrategien. Es kommt auf die methodische Mischung und die kontinuierliche Vernetzung aller relevanten Akteur*innen an.
Lageplan
Anschrift
Klimaanpassung durch Thermografie und Heatmapping
Brüderweg 22
44135 Dortmund
Deutschland
Stand: August 2025
Übersicht
Projektleitung
Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS)
Akteur:innen
ILS Research; NachbarBude; AWO, Verbaucherzentrale, Train of Hope
Kosten
1 Mio. €
Finanzierung
Projektförderung durch ICLEI Europe / google.org
Laufzeit
05/2023 - 05/2025










