Zurück zur ÜbersichtQuerbeet Dortmund

Ernte deine Stadt!

44122 Dortmund, Kampstraße 47

In den letzten Jahren sind in Dortmund viele neue Gemeinschaftsgärten und Projekte rund um urbane Landwirtschaft und die "Essbare Stadt" entstanden. In diesen Gärten kommen Menschen zusammen und probieren gemeinsam aus, wie ein gutes Leben in der Stadt aussehen kann. Sie treffen dort ihre Nachbar:innen - Menschen aus anderen Kulturen, Generationen und Lebensbereichen. Beim Gärtnern erleben sie Natur aus nächster Nähe und helfen gleichzeitig, die Artenvielfalt in der Stadt zu stärken. Die Gemeinschaftsgärten entstehen durch gemeinsames Planen, Anlegen und Pflegen. Alle können mitmachen. Das Programm Querbeet Dortmund will, dass möglichst viele solcher Gärten entstehen.

Die Stadt Dortmund fördert Gemeinschaftsgartenprojekte und gemeinschaftliche Projekte der urbanen Landwirtschaft und der "Essbaren Stadt" in Dortmund. Vereine, Gruppen, gemeinnützige Organisationen, Schulen und Kitas erhalten auf Antrag einen Zuschuss zu ihren Sachkosten. Gefördert werden Gartengeräte, Materialien für den Selberbau, Pflanzgefäße, torffreie Erde, Saatgut usw.

  • Foto: Andreas Buck
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  • Querbeet Dortmund
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    Foto: Andreas Buck
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    Querbeet Dortmund
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Mit dem Handlungsprogramm Klima-Luft 2030 will die Stadt Dortmund den CO2-Ausstoß bis 2035 um 55% reduzieren und bis 2050 Klimaneutralität erreichen. Dafür will die Stadt die lokale Erzeugung von Nahrungsmitteln stärken und für Menschen ohne Grundstückseigentum im dicht besiedelten urbanen Raum ermöglichen. So werden auch das Wissen und die Wertschätzung über den Anbau von Nahrungsmitteln gefördert.

Die Stadt Dortmund folgt den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030). Dazu gehören "Ernährung sichern", "Gesundes Leben für alle", "Bildung für alle", "nachhaltige Städte und Siedlungen" sowie "nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen".
Als Gründungsmitglied des Bündnisses "Kommunen für biologische Vielfalt e. V." fördert die Stadt Dortmund die Biodiversität.

Das Projekt Querbeet Hörde probierte in zwei Phasen von 2013 bis 2014 und von 2015 bis 2019 im Stadterneuerungsgebiet "Soziale Stadt Hörde" viele verschiedene Formen und Methoden des gemeinschaftlichen Gärtnerns und der urbanen Landwirtschaft aus. Daraus entstanden u. a. 30 Hochbeete im öffentlichen Straßenraum, der Gemeinschaftsgarten Schallacker in einem ehemaligen Freibad und die Gärtnerei Grünfrau, in der langzeitarbeitslose Frauen Gemüse anbauen. Die Erfahrungen aus diesem Projekt stehen hier: dortmund.de/querbeet

Aus den Erfahrungen von Querbeet Hörde entstand das Konzept zur Förderung der Gemeinschaftsgärten im gesamten Stadtgebiet, das der Rat der Stadt im Juni 2021 beschloss.

Im März 2022 beschloss der Rat die Förderrichtlinien; im Juni 2022 wurde die erste Fördervereinbarung mit einem Gartenprojekt geschlossen.

Im September 2022 erschien der erste Newsletter. Im Juli 2025 sind 250 Adressen im Verteiler.

Die digitale Gartenkarte unter dortmund.de/querbeet ging im März 2024 online und stellte mittlerweile 58 Gemeinschaftsgärten in Wort und Bild vor (Stand Juli 2025). 

Das Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund entwickelte das Projekt, finanziert es und führt es durch. Umweltamt, Grünflächenamt, Geschäftsbereich Parkanlagen, Schulamt und Fabido (der Träger der städtischen Kitas) wirken am Projekt mit. Perspektivisch sind auch die kommunalen Friedhöfe Dortmund dabei.

Querbeet sind über 100 Gemeinschaftsgärten in Dortmund bekannt. Die Initiative jedes Gartens entstand aus der jeweiligen Gartengruppe heraus. Die Gruppen legen ihre Gärten selbst an und bewirtschaften sie. Häufig jedoch fehlt der Gartengruppe das Geld. Bei etwa 60 Gärten förderte Querbeet Dortmund die Einrichtung des Gartens mit 90 Prozent der Sachkosten.

Querbeet Dortmund bietet Vernetzungstreffen zum Erfahrungsaustausch der Gärten untereinander an, organisiert Besuchstouren und Fortbildungen zu Gartenthemen.

Wer andere Menschen in seiner Nachbarschaft sucht, die auch gärtnern wollen, dem hilft die Garten-Kontaktbörse weiter.

Für einzelne Projekte und Veranstaltungen kooperiert Querbeet Dortmund mit Beschäftigungsträgern, Naturschutzverbänden und Vereinen, mit anderen städtischen Einrichtungen sowie mit vielen engagierten Einzelpersonen und Gartengruppen in der Stadt. 

Wichtig für die Förderung der Gemeinschaftsgärten sind einfache und verständliche Förderrichtlinien, formell einfache Antragswege und eine unkomplizierte Abrechnung.

Gemeinschaftsgärten sind in erster Linie soziale Projekte. Die Kooperation in der Gartengruppe ist eine zarte Pflanze, die bei guter Pflege die schönsten Früchte des Gartens hervorbringt.

Gemeinschaftsgärten sind Bildungsprojekte. Hier gibt es mehr (gegenseitige) Bildung und gemeinsames Lernen als in anderen Gartenformen.

Die beliebten Hochbeete von 60 bis 80 Zentimeter Höhe sind eine wenig nachhaltige Anbaumethode. Die Anschaffungskosten sind hoch und das Material hält zumeist nur wenige  Jahre. Die Beete müssen regelmäßig, am besten jährlich neu geschichtet werden, weil der Unterbau zusammensackt. Dabei bieten sie nur sehr wenig Anbaufläche und müssen mehr gegossen werden. Denn der Boden trocknet schneller aus, weil die Sonne das Beet auch von der Seite erhitzt, und das Gießwasser fließt schnell nach unten ab. Der Boden vor Ort dagegen ist kostenlos vorhanden und bietet mehr Fläche als Hochbeete. Er ernährt die Menschen seit der letzten Eiszeit und muss sie auch dauerhaft weiter ernähren. Wegen der industriellen Vergangenheit Dortmunds organisiert und finanziert Querbeet Dortmund aus Vorsorgegründen Bodenuntersuchungen für Gemeinschaftsgärten. Hochbeete sind nur da sinnvoll, wo der Boden belastet oder versiegelt ist. Für die meisten Pflanzen reichen dann 30 Zentimeter hohe Beete. 

Anschrift

Querbeet Dortmund

Kampstraße 47
44122 Dortmund
Deutschland

Dortmund Querbeet

 

Stand: August 2025