Zurück zur ÜbersichtStadtpark Hochheide

47198 Duisburg

Der geplante Stadtpark Hochheide befindet sich im Duisburger Quartier „Wohnpark Hochheide“. Dieser ist geprägt  von bis zu 20-geschossigen Hochhäusern aus den 70er Jahren. Nach  Erstellung  eines  Integrierten  Stadtentwicklungskonzeptes  im  Jahr  2013  wurde  unter  Einbeziehung  der Einwohnerschaft  eine  die  Planung  des  Stadtparks  Hochheide  erarbeitet,  welcher die  Grundlage  der  vorliegenden  Ausschreibung bildet. 

Der Park setzt sich aus drei Bereichen mit verschiedenen Themenschwerpunkten zusammen und umfasst insgesamt  eine Fläche von rund 8,5ha, wobei sich ein großer Teil der Planungsfläche auf der Rückbaufläche von drei Hochhäusern  und einer Tiefgarage befindet. 

Der  westliche  Abschnitt  besitzt  als  Aktivteil  des  Parks  einen  sportlichen  Schwerpunkt.  Verschiedenste  Sport-  und Bewegungsangebote  für  alle  Zielgruppen  sollen  Besucher  und  Anwohner  in den  Park  locken  und  zur  Bewegung  animieren.  Unteranderem  sind  zwei  Pumptracks,  ein Kletterfelsen, Calisthenics-Elemente,  ein  Trimm-Dich-Pfad,  Tischtennis und Streetball vorgesehen.

Der  mittlere  Teilbereich  des  Parks  stellt  den  „Gemeinschaftsbereich“  dar.  Hier  bieten  Urban-Gardening-Flächen,  Spielflächen, Sinnesgärten und ein Communitybereich mit Picknicktischen und grünem Klassenzimmer verschiedene  Orte zum Aufenthalt, Verabreden und Aneignen.
Der östliche Teil des Parks wird extensiv gestaltet und dient vorallem der Erholung. Kernelement bildet hier eine mit  Regenwasser bewirtschaftete Teichanlage, Wiesen- und Hügellandschaften sowie ein Waldspielplatz.

Teilbereichübergreifend sind vor allem die Themen Klimaschutz und -anpassung, Barrierefreiheit und Umweltbildung  relevant. Ein innovatives Energiekonzept sieht vor, dass die gesamte im Park verbrauchte Energie auch im Park aus  erneuerbaren Energien generiert wird.

Insgesamt stehen für das Gesamtprojekt rund 6 Millionen Euro aus verschiedenen Fördertöpfen zur Verfügung.  Entsprechend  der  Teilbereiche  des  Parks  sind  auch  die  Bauabschnitte  des  Projektes aufgeteilt.  Die  vorliegende  Ausschreibung umfasst Bauabschnitt 1 und damit den westlichen Aktivteil des Parks. Dieser besitzt eine Fläche von  rund 22.500m² und wird als erster Baustein realisiert.
 

Folgende Ziele stehen im Fokus, gemäß Strategie Grüne Infrastruktur:

Handlungsziel 1: Stadtquartiere mit klima- und gesundheitswirksamer Grüner Infrastruktur nachrüsten.
Handlungsziel 3: Blau- grüne Klimastraßenräume schaffen
Handlungsziel 4: Parkanlagen fit und attraktiv für die Zukunft machen
Handlungsziel 5: Grüne Infrastruktur zum Sport-, Spiel und Bewegungsraum entwickeln.
Handlungsziel 6: Dreifache Innenentwicklung in der Stadtentwicklung vorantreiben
Handlungsziel 9: Grüne Infrastruktur koproduzieren und soziale Teilhabe fördern
Handlungsziel 10: Ko-Habitation und Naturleben in der Stadt fördern
Handlungsziel 12: Mehr Naturerfahrungsräume schaffen
Handlungsziel 13: Regionale Grünzüge als zentrale Elemente der Grünen Infrastruktur in der Städtelandschaft Metropole Ruhr in Wert setzen und weiterentwickeln
Handlungsziel 24: Klimaangepasste Schwammstädte und Schwammlandschaften als zusammenhängendes System entwickeln

Der Stadtpark Hochheide ist ein zukunftsweisendes Projekt des Umweltamtes der Stadt Duisburg. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem durch Mittel aus der Städtebauförderung von Bund, Land und Stadt, die gezielt in die Aufwertung von Quartieren und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts investieren. „Dem neuen Stadtpark kommt künftig eine große Bedeutung zu, wenn es darum geht, mehr Lebensqualität in Hochheide zu schaffen. Mitten im Quartier entsteht ein Ort, der verbinden und den Stadtteil lebenswerter machen soll.

Auftraggeberin (AG)
AG ist die Stadt Duisburg vertreten durch das Umweltamt 31-21.  
Projektleitung:
Katharina Kroog
Friedrich-Wilhelm-Str. 96
47051 Duisburg

Herr Thomas Mielke
Landschaft planen + bauen NRW GmbH
Friedhof 4
44135 Dortmund

Herr Felix Lindemann
Knappmann Unternehmensgruppe
Heinz-Bäcker-Str. 31
45356 Essen 

Die siedlungsnahen Freiflächen sehen sich in den letzten Jahren einem zunehmenden Nutzungsdruck ausgesetzt. Neben dem noch immer anhaltenden Flächenverbrauch und einem damit verbundenen Verlust an urbanen Freiflächen, haben sich auch die Nutzungen gewandelt. Insbesondere durch eine veränderte Nachfrage im Bereich Sport und Bewegung werden diese Räume zunehmend durch aktive  Erholungsformen beansprucht. Die aktuellen Ansätze zur Planung von Sport und Bewegung greifen die urbanen  Freiflächen gar nicht oder nur am Rande auf. Damit fehlt es an praktikablen Konzepten für eine nachhaltige Entwicklung dieser Räume unter Berücksichtigung von  Sport und Bewegung. Beim vorliegenden Projekt wurde aus solcherlei Erkenntnissen gelernt, die beteiligten Akteure seitens der Stadt Duisburg, sowie auch die involvierten Planerinnen aus Umweltamt der Stadt Duisburg und flankierenden Landschaftsarchitekten von Landschaft planen + bauen, stellen unter Beweis aus vergangenen Erfahrungen gelernt zu haben und erreichen mit dieser Maßnahme eine naturnahe und bürgerfreundliche Projektrealisierung.