Zurück zur ÜbersichtWild ist das neue Schön

Ökologische und optische Aufwertung durch Wildwiesen

45279 Essen, Hellweg 95

Wild ist das neue Schön lautet das Motto der Kooperation zwischen Grün und Gruga und der BUND-Kreisgruppe Essen. Ziel ist es, die Strukturvielfalt im Essener Stadtgebiet zu erhöhen und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität umzusetzen. Ausgewiesen werden diese durch einheitliche Informationstafeln.

Initiativprojekt “Biodiversität auf Flächen des Friedhofes Am Hellweg”

Der Friedhof Am Hellweg befindet sich im Essener Stadtteil Freisenbruch. Dort wurde 2020/2021 das erste Wildwiesenprojekt in Kooperation mit dem Arbeitsmarktprojekt ESSEN.Neue Wege zum Wasser und der BUND-Kreisgruppe Essen umgesetzt. Dort wurden auf insgesamt etwa 10.000 m² artenreiche Wiesen entwickelt. Bei der Anlage der Wiesen wurden verschiedene Vorgehensweisen (z. B. Art der Bodenaufbereitung) getestet, um festzustellen, welches Verfahren für kommende Maßnahmen des Projektes angewendet werden soll. Eine ähnliche Herangehensweise wurde zeitgleich durch den BUND auf einer Fläche von 1.500 m² auf dem Terrassenfriedhof durchgeführt.  Für die Einsaat am Hellwegfriedhof wurde im Anschluss an die Bodenaufbereitung Regiosaatgut verwendet, das sich zu 70 % aus Gräsern und zu 30 % aus Kräutern und Leguminosen zusammensetzt. Gepflegt werden die Wiesen durch eine zweimalige Mahd pro Jahr. Wichtig ist hierbei, dass das Schnittgut (Heu) abgefahren wird.

Als Ergänzung des Lebensraums Wiese wurde auch die Geländeoberfläche kleinräumig neu modelliert. So sind Mulden entstanden, die die anfallenden Niederschläge vom Friedhof und seiner Umgebung auffangen. Der Friedhof konnte dadurch in großen Bereichen vom Kanalnetz abgekoppelt werden und der Regen größtenteils vor Ort versickern. Ebenso sind Lebensräume für wasserliebende Arten entstanden. Entwickelt hat sich eine artenreiche heimische Glatthaferwiesengesellschaft, die den Lebensraum für zahlreiche Vögel, Insekten, Spinnen und Kleinsäugerarten bildet. Anfallendes Niederschlagswasser aus der Umgebung kann in den Versickerungsmulden auf dem Friedhof versickern und wird der Natur wieder zugeführt. Die Entwicklung der Flächen erfolgte durch die Stadt Essen und die EABG in enger Kooperation mit dem BUND und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet. Die Flächenentwicklung unterliegt einem Monitoring der Stadt Essen und der BUND-Kreisgruppe Essen.

Ähnliche Maßnahmen wurden auch auf weiteren etwa 14.500 m² Friedhofsfläche im Essener Stadtgebiet umgesetzt.
 

  • Erhöhung der Strukturvielfalt im Essener Stadtgebiet
  • Umsetzen von Maßnahmen zum Schutz und zur Steigerung der Ökosystemleistungen und der Biodiversität

Projektträger ist die Kommune. Der BUND wird über einen Letter of Intend regelmäßig über Projekte der Stadt informiert und kann sich im gemeinsamen Arbeitskreis "biodivers" einbringen. Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet unterstützt die Stadt bei der Artenkartierung und dem Monitoring. Die Maßnahmen werden fachgerecht umgesetzt und gepflegt über das Beschäftigungsprogramm Essen.Neue Wege zum Wasser (E.NWzW) im Rahmen der bestehenden Kooperation zwischen der Stadt Essen und der Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH (EABG).

Anschrift

Wild ist das neue Schön

Hellweg 95
45279 Essen
Deutschland

Website der Stadt Essen

 

Stand: September 2025