Zurück zur ÜbersichtZechenpark wilde Flora

Wilde Natur entdecken

47475 Kamp-Lintfort, Friedrich-Heinrich-Allee

Das bürgerwissenschaftliche Projekt "Zechenparks wilde Flora" bietet Parkbesucherinnen und -besuchern Gelegenheit, die Pflanzenvielfalt im Zechenpark von Kamp-Lintfort zu entdecken. Der Zechenpark ist ein ehemaliges Zechengelände, das zu einem urbanen Grünraum mit vielfältigen Funktionen für die Bevölkerung umgestaltet wurde.

Die wichtigsten Inhalte des Projekts sind:

  • Entdecken der Pflanzenvielfalt mithilfe der App "Flora Incognita" in verschiedenen Lebensräumen im Zechenpark wie den Blühwiesen oder den Ökoschotterstreifen.
  • Jeder kann teilnehmen, auch ohne wissenschaftliche Vorkenntnisse.
  • Spaziergänge im Park können genutzt werden, um Pflanzen mittels der Smartphone-App zu bestimmen und zu fotografieren.
  • Die gesammelten Daten können über eine Zusatzfunktion der App mit dem Projekt "Zechenparks wilde Flora" geteilt werden, sodass diese geteilten Daten von der Hochschule Rhein-Waal ausgewertet werden können.
  • Die geteilten Daten erlauben Rückschlüsse darüber, welche von den seit Errichtung des Parks gesäten und gepflanzten Arten tatsächlich vorkommen, und welche Arten im Laufe der Zeit in den verschiedenen Teilbereichen hinzukommen.

Zusätzlich stellt das Projekt auf verschiedenen Wegen Informationen über biologische Vielfalt im Park bereit. Im Park informieren Infotafeln über die Besonderheiten der Industrienatur und die Bedeutung von Prozessen der schrittweisen Veränderung der Artenzusammensetzung. Über QR-Codes auf den Schildern sind weitere Informationen über das Projekt verfügbar.

Auf der Webseite des Fördervereins Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 e.V. sind darüber hinaus bisherige Ergebnisse der bürgerwissenschaftlichen Pflanzenbestimmungen einsehbar.

Das Projekt möchte Parkbesucherinnen und -besucher sensibilisieren für die Vielfalt von Stadtnatur, ökologische Prozesse sowie für die Rolle des Menschen beim Erhalt urbaner Grünflächen. Das Projekt ist einer der Mosaiksteine im sogenannten Lernort Zechenpark für nachhaltige Entwicklung und biologische Vielfalt.
 

  • Umweltbildungsangebote inklusiv gestalten,
  • niederschwelliges und aktivierendes Naturerleben in der Stadt fördern,
  • Industrienatur im Zechenpark integriert entwickeln und identitätsstiftenden Charakter des Bergbauerbes im Zechenpark stärken,
  • den Zechenpark als Aushängeschild der grünen Transformation am Rand der Metropole Ruhr entwickeln
  • wertvolle Lebensräume durch grüne und blaue Infrastruktur (Große Goorley) vernetzen
  • den Grünkorridor der Verkehrstrasse (Bahnanschluss im Park) multifunktional entwickeln

Das Projekt wurde im Frühjahr 2022 im Zusammenhang mit einer Einsaataktion mit Mitgliedern des Fördervereins gestartet.

Im Sommer 2024 wurden an verschiedenen Orten im Zechenpark Infoschilder mit Informationen zu typischen Arten und wichtigen Strukturelementen aufgestellt. Dabei galt zunächst der Schwerpunkt auf Informationen zur Industrienatur.

Im Frühjahr 2025 wurde das Projekt auf der Webseite "Mein Garten" der IGA 2027 eingestellt. Seit dem Sommer 2025 sind Teilergebnisse des Projekts über ein interaktives Dashboard auf der Webseite des Fördervereins der Landesgartenschau einsehbar.

Ein weiterer Ausbau des Projektes und der Infoschilder zu Wiesen und Bäume im Zechenpark ist in Planung für 2026.
 

Der Förderverein Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 organisiert das Projekt zusammen mit der Hochschule Rhein-Waal und mit Unterstützung der Stadt Kamp-Lintfort.

Die Hochschule Rhein-Waal und auch das Grünflächenamt Stadt Kamp-Lintfort unterstützen maßgeblich bei der Erstellung der Beschreibung der Pflanzen auf den Informationstafeln im Zechenpark. Im Weiteren unterstützt die Hochschule Rhein-Waal bei der wissenschaftlichen Auswertung der gesammelten Informationen und Bereitstellung der Daten in einer Datenbank.

  • Am Anfang des Projektes war die Beteiligung der Bevölkerung und der Besucher sehr gering. Gästeführungen durch den Zechenpark sowie Geländepratikumstage der Hochschule haben dazu geführt, dass interessante und spannende Gespräche mit Besuchern des Zechenparks stattfanden und stattfinden. Bei den Besucher:innen wurde damit das Interesse geweckt die App „Flora Incognita“ zu installieren und vor Ort Pflanzenbestimmungen durchzuführen. Daneben hat die Teilnahme an diversen städtischen Veranstaltungen dazu beigetragen, die Bevölkerung auf das Projekt aufmerksam zu machen.
  • Es entstehen neue Lernorte im Zechenpark, die für die Studierenden der Hochschule und für das Grüne Klassenzimmer und deren Kursangebot einen wertvollen und immensen Mehrwert bieten.
  • Der Zechenpark macht mit diesem Projekt eine große Vielfalt an Lebensräumen inmitten der Stadt zugänglich und viele Besucher:innen bleiben vor den Informationstafeln stehen.
  • Die App "Flora Incognita" funktioniert erstaunlich gut, allerdings wurde bemerkt, dass gute Fotos sehr wichtig sind für die Pflanzenbestimmung.
  • Die Studierenden wünschen sich den Fokus auf weitere Artengruppen, um anhand der Pflanzen die Zusammenhänge erklären zu können - zum Bespiel gibt es ohne Wiesenknopf keinen Wiesenknopfbläuling.
  • Wichtig ist für die Zukunft auch, dass die Informationen in anderen Sprachen zur Verfügung gestellt werden, bislang ist es sie nur auf Deutsch.
  • Ebenfalls wichtig für die Zukunft ist eine Audiodatei, um die Informationen über die Vielfalt im Zechenpark barrierefrei zugänglich zu machen. 

Anschrift

Zechenpark wilde Flora

Friedrich-Heinrich-Allee
47475 Kamp-Lintfort
Deutschland