Das Naturschutzgebiet Bislicher Insel

Ökologische Vielfalt von überregionaler Bedeutung

Als eine der letzten naturnahen Auenlandschaften am Niederrhein steht die Bislicher Insel in Xanten großflächig unter Naturschutz.

Das Gebiet ist Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten und verdankt seine überregionale Bedeutung der Vielfalt der Lebensräume, den Sand- und Kiesufern am strömenden Fluss sowie dem Schilfröhricht und den Schlammufern am ruhigen Altrhein.

Gut zu wissen

Das 1.200 Hektar große Naturschutzgebiet liegt in einer Altrheinschlinge. Es erhielt seinen Inselcharakter – und auch seinen Namen – als um 1788 der Rhein durch den Bislicher Kanal im Norden begradigt wurde.

Neben dem Fluss, der bei Hochwasser regelmäßig die Bislicher Insel überflutet, prägen auch durch Auskiesung entstandene Baggerseen das Gebiet.

Bitte beachten Sie diese Hinweise bei Ihrem Aufenthalt

  • Das Naturschutzgebiet kann nur zu Fuß oder per Rad erkundet werden - Zufahrt für Pkw, Motorräder nur bis zum NaturForum.
  • Bitte bleiben Sie zu jeder Zeit auf den Wegen.
  • Hunde sind erlaubt, müssen aber angeleint bleiben.
  • Es gibt im Naturschutzgebiet keine Mülleimer. Bitte nehmen Sie Ihren Müll deshalb wieder mit.
  • Entnehmen und beschädigen Sie bitte keine Pflanzen.
  • Verhalten Sie sich leise und achtsam. Bitte stören Sie weder Tiere noch andere Besucher.

Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt übers ganze Jahr

Schon lange ist die Bislicher Insel ein international bedeutsames Vogelrastgebiet: Jahr für Jahr üben die großen Schwärme arktischer Gänse eine besondere Anziehungskraft nicht nur auf Vogelkundler aus - bis zu 25.000 der imposanten Vögel beziehen hier ihr Winterquartier. Auf der Bislicher Insel finden auch gefährdete Tier- und Pflanzenarten neuen Raum zum Leben: Vielleicht begegnet Ihnen auf Ihren Erkundungstouren ein Silberreiher, die imposante Raupe des Weidenbohrers oder gar ein Biber.

Die reiche Vegetation des Naturschutzgebietes wiederum lebt von den regelmäßigen Überflutungen des Flusses, der zahlreiche Pflanzensamen anschwemmt, die in fruchtbarer Erde keimen. Erle, Esche, Weide und Schwarzpappel bilden zudem die Grundlage für einen standortgerechten Auenwald.

NaturForum Bislicher Insel
RVR-Besucherzentrum
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+49 2801 988-230
Bislicher Insel 11, 46509 Xanten