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Bundesweiter Arbeitskreis Radschnellwege 2027

Der nächste Bundesweite Arbeitskreis Radschnellwege findet im September 2027 statt.

Ein konkretes Datum geben wir zeitnah bekannt.

Rückblick: 15. Bundesweiter Arbeitskreis Radschnellwege 2026

Am 11. September 2026 fand der 15. Bundesweite Arbeitskreis Radschnellwege beim Regionalverband Ruhr in Essen statt. Rund 100 Expertinnen und Experten der Landesebene, aus Kommunen, Kreisen, Regionen und Planungsbüros wurden von Uwe Waßmann, Vorsitz des RVR-Ausschusses für Planung und Mobilität, begrüßt und diskutierten gemeinsam über Entwicklungen und Herausforderungen bei Konzeption, Planung und Bau von Radschnellverbindungen. Im Fokus standen dabei unter anderem die Fragestellungen, welche Potenziale Radschnellverbindungen aufweisen und wie deren Bau mit Naturschutzaspekten in Einklang gebracht werden können. Wie unterschiedlich Radschnellwege in der Praxis realisiert werden, zeigten verschiedene Best-Practice-Beispiele. Moderiert wurde die Veranstaltung von Alexander Reichert, Teamleiter Mobilitätsentwicklung im Referat Mobilität.

Uwe Waßmann, Vorsitzender des RVR-Ausschusses für Planung und Mobilität, hieß die rund 100 Teilnehmenden beim 15. Bundesweiten Arbeitskreis Radschnellwege beim Regionalverband Ruhr in Essen herzlich willkommen. Foto: RVR
v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. David Kohlrautz (Hochschule Bochum), Roderik Tonen (Experte für Verkehr und Mobilität, Overijssel), Prof. Dr. Dietwald Gruehn (Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, TU Dortmund), Bernd Gorschlüter (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW), Dr. Gerd Reuter (EUREGIO), Richard te Avest („Urban Mobility Consultant“ bei Büro Goudappel, Deventer), Alexander Reichert (Teamleiter Mobilitätsentwicklung beim RVR). Nicht auf dem Foto sind die Referierenden Sandra Krüger (Sachgebietsleitung Straßenplanung und ÖPNV, Stadt Lübeck) und Tobias Klein (Forschungsbereich Mobilität, Deutsches Institut für Urbanistik). Foto: RVR

Prof. Dr.-Ing. David Kohlrautz (Hochschule Bochum) beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Frage, warum Radschnellverbindungen immer wichtiger werden. Das massive Wachstum des Pedelecbestands in Deutschland birgt großes Potenzial für einen Modal Shift auf längeren Entfernungen: Entsprechende verkehrssichere Infrastrukturen müssen hierfür geschaffen werden.

Bernd Gorschlüter (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW) präsentierte das Landesweite Radvorrangnetz des Landes NRW, ein möglichst direkt geführtes Zielnetz zwischen zentralen Orten, das im Rahmen einer breiten Kommunalbeteiligung aufgestellt wurde. So konnten von 5.500 Kilometern Netzlänge, die von Kommunen vorgeschlagen wurden, laut Angaben des Ministeriums nach umfassender Prüfung und Bewertung rund 3.700 Kilometer Strecke in das Gesamtnetz übernommen werden.

Dr. Gerd Reuter (EUREGIO), Roderik Tonen (Experte für Verkehr und Mobilität, Overijssel) und Richard te Avest („Urban Mobility Consultant“ bei Büro Goudappel, Deventer) stellten die im EUREGIO-Gebiet befindliche und somit grenzüberschreitende Radwegeverbindung Strecke Zwolle-Enschede-Münster (F35) vor. Sie ist auf einer Länge von 62 Kilometern zu 30 Kilometer fertiggestellt und zeigte ein Jahr nach Eröffnung bereits erste Erfolge: Die Zahl der Radfahrenden stieg in den Jahren 2011 und 2012 von 400 auf 1.700 und seitdem jährlich um weitere 10 Prozent.

Sandra Krüger (Sachgebietsleitung Straßenplanung und ÖPNV, Stadt Lübeck) fokussierte in ihrem Vortrag die Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Planung und

Realisierung der Ratzeburger Allee, einem 2,4 Kilometer langen Teilstück der Radroute Plus in Lübeck. So musste an einem Bahnübergang beispielsweise die 3 Meter Radwegbreite kurz unterschritten werden, um die Schließzeiten der Schranken beibehalten zu können.

Tobias Klein (Forschungsbereich Mobilität, Deutsches Institut für Urbanistik) präsentierte das Projekt „RAVINA“, das die Einbindung von außerörtlichen Fahrradstraßen und Wirtschaftswegen in ein lückenloses außerörtliches Radverkehrsnetz zum Ziel hat. Hierfür ging aus Befragungen mit Expertinnen und Experten hervor, dass Querungsstellen für die Sicherheit wesentlich sind und ihr Fehlen entscheidende Netzlücken darstellt. Dies kann im Nutzerverhalten zum KO-Kriterium werden.

Am abschließenden Fragepanel nahmen Prof. Dr.-Ing. David Kohlrautz (Hochschule Bochum), Bernd Gorschlüter (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW) und Prof. Dr. Dietwald Gruehn (Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, TU Dortmund) teil. Gemeinsam kam man zu dem Schluss, dass es viele Potenziale gibt, Naturschutz und den Bau von Radschnellverbindungen stärker in Einklang zu bringen. Gesetzliche Änderungen können positiv dazu beitragen, wie etwa zur Durchführung von Kompensationsmaßnamen, die nun im gleichen Naturraum und nicht mehr am Eingriffsort umzusetzen sind. Um Verfahren zu beschleunigen, führt das Land laut eigenen Angaben Netzwerktreffen mit Kommunen und Straßen.NRW durch, verfasst Handlungsleitfäden und steht im direkten Austausch mit den Experten und Expertinnen im Umweltrecht.

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Die Präsentationen von 2026 zum Download:

Rund 100 Expertinnen und Experten der Landesebene, aus Kommunen, Kreisen, Regionen und Planungsbüros kamen am 19. September 2025 zum 14. Mal zum Bundesweiten Arbeitskreis Radschnellwege zusammen. Bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung, die vom Referat Mobilität des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen konzipiert und organisiert wird, war auch dieses Jahr wieder das Ziel, gemeinsam über Entwicklungen und Herausforderungen bei Konzeption, Planung und Bau von Radschnellverbindungen zu diskutieren. Von besonderem Interesse waren dabei die Themenbereiche Planung und Konzeption sowie Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren. Ein herzlicher Dank gilt den Vortragenden, die neben Themen auf Landesebene und kommunaler Ebene auch regionale und internationale Good-Practice-Beispiele in den Fokus rückten. Unter der Moderation von Maria Wagener, Leiterin des Referates Mobilität, profitierten die Teilnehmenden von insgesamt sieben Erfahrungsberichten und spannenden Diskussionen.

v.l.n.r.: Michael Eichelmann (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW), Katharina Thomalla (Fahrradbüro Stadt Münster), Peter Roßteutscher (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum), Manfred Ockel (Regionalpark Südwest), Maria T. Wagener (Referatsleiterin Mobilität beim RVR), Maximilian Trempel (Projektleiter BU AK RSW beim RVR), Klaus Geschwinder (Region Hannover). Nicht auf dem Foto sind die Referierenden Selma Wrobel (Stadt Göttingen) und Aleksander Kopia (Woiwodschaft Schlesien, Polen). Foto: RVR

Die Präsentationen von 2025 zum Download:

Alisa Klose

Referat Mobilität
Team Sondervorhaben

klose[at]rvr.ruhr
+49 201 2069-524

Maximilian Trempel

Referat Mobilität
Team Mobilitätsentwicklung

trempel[at]rvr.ruhr
+49 201 2069-686