Zurück zur ÜbersichtTHALESruhr | Urbane Ökologie und Gemeinschaftsbildung

THALESruhr-Transferprojekt

44801 Bochum, Am Hochschulcampus 1

Das THALESruhr-Projekt der Hochschule Bochum möchte im Rahmen von neun Transferprojekten Transformationen im Ruhrgebiet fördern und begleiten. Das Transferprojekt 4 adressiert dabei das Themenfeld „Urbane Ökologie und Gemeinschaftsbildung“. Im Fokus des Projektes steht die Gestaltung von Grünflächen in urbanen Räumen, sodass diese einen ökologischen Mehrwert (Biodiversität, Klimaschutz) sowie einen sozialen Mehrwert (Gemeinschaftsbildung, Begegnungsräume) für Mensch und Natur haben.

Die Projektgrundlage bildet der hochschuleigene Garten, die „BOase“, welche 2017 im Rahmen des Lehrforschungsprojekts „Nachhaltige Hochschule – Campusleben“ entstanden ist. Die Besonderheit der BOase ist ihr zugrunde gelegtes Konzept der Permakultur, das auf besondere Art und Weise eine ökologische sowie soziale Ebene durch das gemeinsame Gärtnern verbindet.

Der Begriff „Permaculture“ ist ein Kunstwort aus den englischen Begriffen „permanent“ und „agriculture“ und bedeutet so viel wie langfristige Landwirtschaft. Das Konzept selbst stellt dabei einen Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft dar, bei dem vor allem natürliche Kreisläufe geschaffen werden und so im Einklang mit der Natur gearbeitet wird. Permakultur zählt daher auch zu den Konzepten des naturnahen Gärtnerns.

Zu den Aufgaben gehören daher vor allem die Begleitung von Entstehungsprozessen durch fachlichen Input sowie die Begleitung der damit verbundenen Partizipationsprozesse, um zukunftsfähige Gemeinschaften rund um die Flächen entstehen zu lassen. Gleichzeitig setzen wir in all unseren Aktivitäten einen großen Fokus auf den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Fokus unserer Arbeit steht daher neben dem Aufbau von Grünflächen vor allem das Teilen von Wissen aus dem Bereich des naturnahen Gärtnerns, um alle interessierten Personen zur eigenständigen Umsetzung zu befähigen. Von privaten Gärten, Kleingärten über Balkonflächen bis hin zu städtischen Grünflächen möchten wir so alle Bürger\:innen und Institutionen des Ruhrgebietes für ein bisschen mehr Nachhaltigkeit vor der eigenen Tür begeistern.
 

Mit unserem Projekt möchten wir vor allem die folgenden drei übergeordneten Ziele erreichen:

09. Grüne Infrastruktur koproduzieren und soziale Teilhabe fördern
12. Mehr Naturerfahrungsräume schaffen
27. Umweltbildungsangebote ausweiten, vielseitig und inklusiv gestalten

Gemeinsam mit wichtigen Akteur:innen in der Kommune ist es unser Ziel, in partizipativen Prozessen Grünflächen zu gestalten, die einen ökologischen sowie sozialen Mehrwert für Mensch und Natur haben. Gleichzeitig möchten wir unser Wissen teilen und gemeinsam mit Akteur:innen dieses erweitern. In der Verbindung beider Themen können so Erlebnisräume erschaffen werden.

2023: 

  • Netzwerkaufbau

2024: 

  • Erste Kooperationen zur Gestaltung von Grünflächen
  • Entwicklung eines Planspiels zur Vermittlung des Konzeptes der Permakultur

2025: 

  • Verstetigung der Kooperationen

Der Erfolg des Projektes ergibt sich aus vielen kleinen Meilensteinen, die im Laufe der Projektzeit erreicht werden. Im Rahmen der Bildung sind es durchgeführte Workshops oder Veranstaltungen. Im Bereich der Gestaltung sind es aufgebaute Grünflächen. In beiden Fällen sind Kooperationspartner:innen wie Institutionen, Bildungseinrichtungen oder Kommunen ein wichtiger Erfolgsfaktor, um unsere Projektidee vorzustellen oder einen gemeinsamen Garten aufbauen zu können. Ob Interesse am Thema oder an eine zu gestaltende Grünfläche, all diese Institutionen oder Akteur:innen sind für uns wichtige Kooperationspartner:innen, die ein Gelingen des Projektes ermöglichen.

Eine zentrale Erkenntnis für uns ist die Relevanz von ausführlichen und transparenten Partizipationsprozessen mit allen Akteur:innen. Besonders im Rahmen von Kooperationen mit Kommunen ist es sehr hilfreich Bürger:innen von Beginn an, an den Prozessen teilhaben zu lassen, ihre Wünsche und Bedarfe zu berücksichtigen sowie Vorgehensweisen transparent darzustellen, um so eine gemeinsame Grundlage aufzubauen.

Anschrift

THALESruhr | Urbane Ökologie und Gemeinschaftsbildung

Am Hochschulcampus 1
44801 Bochum
Deutschland

Boase
 

Stand: August 2025